Die Reaktion der EU auf die von Russland ausgelöste EnergiekriseDie gemeinsame Reaktion der EU auf die Energiekrise von 2022, die durch Russlands Nutzung der Gasversorgung als Druckmittel ausgelöst wurde, hat damals erfolgreich zur Stabilisierung der Energiepreise und zur Sicherstellung der Gasversorgung beigetragen und unser Energiesystem widerstandsfähiger gemacht.Die EU hat bereits zusammen mit den EU-Ländern Maßnahmen ergriffen, um die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern und die Energiewende voranzutreiben. Das europäische Energiesystem ist heute sicherer, vielseitiger und stabiler. Initiativen wie REPowerEU haben die Energiewende beschleunigt, die Funktionsweise der Energiemärkte verbessert und die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen verringert. Page contents Page contents Die größten Erfolge Seit 2022 haben wir, den Gasverbrauch in der EU um 13 % reduziertunsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland überwunden2025 erstmals mehr Strom aus Wind- und Sonnenenergie als aus Gas erzeugtZugang zu sicherer und erschwinglicher Energie geschaffenim Rekordtempo neue Energieträger erschlossen Senkung der Ölimporte auf 2 %gegenüber 43 %12 % Abhängigkeit von russischem Gas im Jahr 2025gegenüber 45 % im Jahr 2021, mit Plänen zur vollständigen AbkehrMehr als 70 %Anteil an CO2-armem Strom (erneuerbare Energien und Kernenergie) Trotz der Fortschritte sind Wirtschaftszweige wie der Verkehr nach wie vor stark von fossilen Brennstoffen abhängig, und die Energiepreise müssen weiter stabilisiert werden. Wir müssen weiter auf eine stärker integrierte Energieunion hinarbeiten und die Umstellung auf CO2-arme Energie aus heimischer Produktion weiter vorantreiben. Eine winterfeste Gasversorgung Im Sommer 2022 stellte die Kommission mit Vorschlägen für neue Vorschriften sicher, dass Europa ausreichend mit Gas versorgt wird und die Wintermonate auch dann übersteht, wenn Russland die Lieferungen plötzlich unterbricht.Nach den neuen Gasspeicher-Vorschriften müssen die EU-Länder die Speicheranlagen bis zum 1. November jeden Jahres zu 90 % befüllt haben. Zum Winteranfang 2024 lag der Füllstand der Gasspeicher bei 95 %, wobei der Schwellenwert von 90 % bereits im August 2024 erreicht wurde.Darüber hinaus einigten sich die EU-Länder auf eine Verordnung zur freiwilligen Senkung der Erdgasnachfrage um 15 % im Winter 2022/2023. Später wurde dieses Engagement für den Winter 2023/2024 erneuert. Im März 2024 gab der Rat eine Empfehlung ab, bis März 2025 weiterhin freiwillige Maßnahmen zu ergreifen, um die Gasnachfrage insgesamt auch künftig 15 % unter der durchschnittlichen Nachfrage zwischen April 2017 und März 2022 zu halten. Im April 2022 rief die Kommission zudem die EU-Energieplattform ins Leben, um die EU-Länder bei der Zusammenarbeit auf globalen Märkten zu unterstützen. Ziel ist es, Wettbewerb zwischen den EU-Ländern zu vermeiden, den Einfluss der EU zu nutzen, um verschiedene Energiequellen zu sichern, den Wettbewerb zwischen den größten Lieferanten zu fördern und bessere Bedingungen für die Verbraucher*innen zu schaffen. Gasspeicheranlagen müssen vor Winteranbruch gefüllt werden90 % bis zum 1. November jedes Jahres95 % Füllstand vor dem Winter 2024-2025 Diversifizierung der Gasquellen und Investitionen in die Infrastruktur Für eine sichere und erschwingliche Energieversorgung ist es von zentraler Bedeutung, die Versorgungswege zu diversifizieren. Die EU arbeitet seit mehreren Jahren mit internationalen Partnern zusammen, um die Versorgung breiter aufzustellen. Seit 2022 hat die Kommission mit Ägypten, Israel und Aserbaidschan Abkommen über den Export von Erdgas nach Europa geschlossen.Außerdem importiert die EU mehr Erdgas in flüssiger Form aus Nordamerika, Australien, Katar und Ostafrika sowie über Pipelines aus Norwegen, dem Vereinigten Königreich, Aserbaidschan und Nordafrika. Durch die Investitionen in Terminals für Flüssigerdgas und Gasverbindungsleitungen kann nun jedes EU-Land Gaslieferungen aus mindestens zwei Quellen erhalten, und zwischen Nachbarländern ist der Umkehrfluss möglich. Im Mai 2022 wurde beispielsweise die Gasverbindungsleitung Polen-Litauen in Betrieb genommen: Sie eröffnet dem gesamten baltischen Gasmarkt Optionen und macht ihn weniger anfällig. Ebenso nahm im Oktober 2022 die Gasverbindungsleitung Griechenland-Bulgarien, die eine Schlüsselrolle bei der Diversifizierung der Gasversorgung in Südosteuropa spielt, ihre Arbeit auf. Ausbau erneuerbarer EnergienNeben den Quellen aus dem Ausland müssen wir auch so viel wie möglich auf die heimischen Energiequellen setzen. Die EU ist bereits heute weltweit führend bei der technologischen Entwicklung erneuerbarer Energien.2024 lag der Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix in der EU bei 25,2 %. In der überarbeiteten Erneuerbare-Energien-Richtlinie haben sich die EU-Länder im November 2023 ein Gesamtziel für den Anteil erneuerbarer Energien auf EU-Ebene von mindestens 42,5 % bis 2030 gesetzt, arbeiten allerdings sogar auf einen Anteil von 45 % hin. Erneuerbare Energien in der EU25,2 % Anteil am Energieverbrauch der EU im Jahr 202442,5 % Anteil bis 2030 (mit dem Ziel, mindestens 45 % zu erreichen) Mehr zu den Maßnahmen zur Bewältigung der Energiekrise nach der Invasion der Ukraine durch Russland. Niedrigere Rechnungen für Haushalte und Unternehmen in Europa Als Antwort auf den Einsatz von Energie als Waffe durch Russland einigten sich die EU-Länder im Oktober 2022 auf außergewöhnliche Notfallmaßnahmen zur Senkung der Energiekosten für europäische Haushalte und Unternehmen, die Folgendes vorsahen:die Senkung der Energienachfrage um insgesamt 10 % sowie verpflichtend um 5 % während der Spitzenzeiteneine Obergrenze für Markterlöse (180 EUR pro MWh) von kostengünstigen Energieerzeugern (Kernkraft, Braunkohle, erneuerbare Energien) und die Umverteilung von Überschüssen an die Verbraucher*innen die Einführung eines befristeten Solidaritätsbeitrags zu Überschussgewinnen im Erdöl-, Erdgas-, Kohle- und Raffineriebereich, um Geld an die Energieverbraucher*innen weiterzugebenDie Notfallmaßnahmen liefen 2023 aus. Im Februar 2023 einigten sich die EU-Länder auch auf einen Marktkorrekturmechanismus, um Störungen auf dem Energie- und Finanzmarkt zu vermeiden. Dieser Mechanismus wäre bei Bedarf automatisch aktiviert worden,wenn der Preis für Front-Month-Derivate der Title Transfer Facility (TTF) drei Arbeitstage lang 180 EUR/MWh übersteigt undwenn der TTF-Preis an den gleichen drei Arbeitstagen 35 EUR über einem Referenzpreis für Flüssigerdgas an den Weltmärkten liegt.Der Mechanismus war bis Januar 2025 in Kraft und musste aufgrund von Faktoren wie dem strukturellen Nachfragerückgang, zuverlässigen Gasimporten in flüssiger Form und über Pipelines von vertrauenswürdigen Partnern und einer verbesserten Importinfrastruktur nie ausgelöst werden. Aktionsplan für erschwingliche Energie Die Energiepreise in der EU sind trotz allem nach wie vor strukturell hoch – zum Leidwesen der Menschen in der EU und der Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie. Daher hat die Kommission im Februar 2025 den Aktionsplan für erschwingliche Energie vorgelegt: Er enthält konkrete kurzfristige Maßnahmen, um die Energiekosten für die Bevölkerung, Unternehmen, Industrie und Gemeinden in der gesamten EU zu senken, die Energieunion zu vollenden, Investitionen zu fördern und besser gegen Energiekrisen gewappnet zu sein. Die damit erzielten Einsparungen dürften 2025 bei insgesamt 45 Mrd. EUR liegen und dann stetig auf 130 Mrd. EUR im Jahr 2030 und 260 Mrd. EUR im Jahr 2040 ansteigen. 45 Mrd. EUR im Jahr 2025bis zu 130 Mrd. EUR jährlich bis 2030bis zu 260 Mrd. EUR jährlich bis 2040 Darüber hinaus hat die Kommission die folgenden Maßnahmen zur Gewährleistung der Erschwinglichkeit von Energie vorgelegt:das Bürger-Energiepaket: niedrigere Steuern, schnellerer Anbieterwechsel und transparente Abrechnungdie Investitionsstrategie für saubere Energie: Förderung von Investitionen in saubere Technologien200 Mio. EUR an privaten Investitionsgarantien zur Unterstützung des Einsatzes fortgeschrittener Nukleartechnologie, einschließlich kleiner modularer ReaktorenBei der Energiewende geht es darum, ein widerstandsfähiges, bezahlbares und unabhängiges Energiesystem zu schaffen, das allen zugutekommt. Dies bedeutet auch, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Links zum Thema REPowerEUEU-Energiepreise Erschwinglichkeit Die Seite wurde zuletzt am 22 April 2026 aktualisiert.
Die Reaktion der EU auf die von Russland ausgelöste EnergiekriseDie gemeinsame Reaktion der EU auf die Energiekrise von 2022, die durch Russlands Nutzung der Gasversorgung als Druckmittel ausgelöst wurde, hat damals erfolgreich zur Stabilisierung der Energiepreise und zur Sicherstellung der Gasversorgung beigetragen und unser Energiesystem widerstandsfähiger gemacht.Die EU hat bereits zusammen mit den EU-Ländern Maßnahmen ergriffen, um die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern und die Energiewende voranzutreiben. Das europäische Energiesystem ist heute sicherer, vielseitiger und stabiler. Initiativen wie REPowerEU haben die Energiewende beschleunigt, die Funktionsweise der Energiemärkte verbessert und die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen verringert.
Für eine sichere und erschwingliche Energieversorgung ist es von zentraler Bedeutung, die Versorgungswege zu diversifizieren. Die EU arbeitet seit mehreren Jahren mit internationalen Partnern zusammen, um die Versorgung breiter aufzustellen. Seit 2022 hat die Kommission mit Ägypten, Israel und Aserbaidschan Abkommen über den Export von Erdgas nach Europa geschlossen.Außerdem importiert die EU mehr Erdgas in flüssiger Form aus Nordamerika, Australien, Katar und Ostafrika sowie über Pipelines aus Norwegen, dem Vereinigten Königreich, Aserbaidschan und Nordafrika.
Als Antwort auf den Einsatz von Energie als Waffe durch Russland einigten sich die EU-Länder im Oktober 2022 auf außergewöhnliche Notfallmaßnahmen zur Senkung der Energiekosten für europäische Haushalte und Unternehmen, die Folgendes vorsahen:die Senkung der Energienachfrage um insgesamt 10 % sowie verpflichtend um 5 % während der Spitzenzeiteneine Obergrenze für Markterlöse (180 EUR pro MWh) von kostengünstigen Energieerzeugern (Kernkraft, Braunkohle, erneuerbare Energien) und die Umverteilung von Überschüssen an die Verbraucher*innen