Überblick
Die Welt hat sich in den letzten Jahren drastisch gewandelt. Der Überfall Russlands auf die Ukraine, der Krieg in Gaza, das Auftreten einer neuen Liga von Autokraten, die Zwietracht säen und eine neue Weltordnung schaffen wollen, oder die aggressivere Haltung und der unfaire Wettbewerb Chinas – das sind nur einige Belege dafür, dass die EU entschiedener für ihre Interessen eintreten muss.
Die Europäische Kommission wird dafür sorgen, dass die Außen- und Sicherheitspolitik der EU das Zeug hat, die Herausforderungen der heutigen Welt zu meistern. Wir werden die regelbasierte Weltordnung verteidigen und fördern und uns für gestärkte globale Institutionen einsetzen. Damit werden wir den europäischen Werten Geltung verschaffen, und Europa wird in einer zunehmend umkämpften und unsteten Welt einen festen Stand haben.
Was denken die Menschen in Europa?
Quellen: Eurobarometer-Umfrage 2025 und 2024
Ziele
Erweiterung der Europäischen Unionfür mehr Einfluss auf der Weltbühne
Konzentration auf unsere weitere Nachbarschaftzur Förderung von Frieden, Partnerschaften und wirtschaftlicher Stabilität
Eine neue Außenwirtschaftspolitikfür mehr Wohlstand, Handelsmacht und Partnerschaften zum beiderseitigen Nutzen
Reform des internationalen Systemsdamit es fit für die heutige Welt ist
Um sicherzustellen, dass die EU-Erweiterung dem gerecht wird, was wir in unseren Verträgen versprechen, werden wir:
- dafür sorgen, dass jedes beitrittswillige Land an seinen eigenen Fortschritten bei der Erfüllung sämtlicher Beitrittskriterien einschließlich jener zu Rechtsstaatlichkeit und Grundwerten gemessen wird, die auch künftig die Eckpfeiler der EU-Erweiterungspolitik sein werden
- die Kandidatenländer noch stärker bei ihren Vorbereitungen unterstützen, insbesondere durch die Investitionen und Reformen im Rahmen des Wachstumsplans für den Westbalkan und der Ukraine-Fazilität

Wir werden aber nicht nur bei der Erweiterung liefern, sondern auch unsere Maßnahmen in der weiteren Nachbarschaft der EU strategischer ausrichten, indem wir:
- unsere Beziehungen zu den Mittelmeerländern mit einem neuen Pakt für den Mittelmeerraum stärken, mit dem Schwerpunkt auf Investitionen und Partnerschaften, wirtschaftlicher Stabilität, der Schaffung von Arbeitsplätzen, der Energieversorgung und der regionalen Sicherheit
- uns für einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen, die Freilassung aller Geiseln und mehr humanitäre Hilfe für den Gazastreifen einsetzen
- eine EU-Nahost-Strategie umsetzen, um eine gerechte Lösung für den andauernden Konflikt im Gazastreifen zu erzielen und den Weg für eine Zweistaatenlösung zu ebnen, bei der die Sicherheit von Israelis und Palästinensern gleichermaßen gewährleistet ist

Um Europas Wohlstand zu sichern, werden wir eine neue Außenwirtschaftspolitik mit dem Schwerpunkt auf wirtschaftlicher Sicherheit, Handel und Investitionen in Partnerschaften einführen. Dazu werden wir
- unsere heimische Wettbewerbsfähigkeit stärken und in die Forschung für strategische Technologien investieren
- unsere Wirtschaft vor Technologieabfluss und Sicherheitsproblemen schützen
- die Überprüfung ausländischer Direktinvestitionen abschließen, einen koordinierten Ansatz für Ausfuhrkontrollen entwickeln und die mit Investitionen im Ausland verbundenen Risiken angehen
- unsere auf freiem und fairem Handel fußenden Beziehungen zu Wachstumszentren und Partnern in der ganzen Welt vertiefen
- neue Partnerschaften für sauberen Handel und Investitionen eingehen und unsere Beziehungen in Bezug auf kritische Mineralien und Rohstoffe vertiefen
- den regelbasierten Handel verbessern, unter anderem durch Reform und Stärkung der Welthandelsorganisation
- unsere Handelsabkommen durchsetzen und notfalls alle unsere handelspolitischen Schutzinstrumente einsetzen
- Global Gateway, unsere Initiative für weltweite Investitionen in Infrastrukturprojekte, durch einen Team-Europe-Ansatz auf die nächste Stufe heben
- eine neue Strategische Agenda EU-Indien vorschlagen und stärker mit der ASEAN-Region kooperieren
- mit Japan, Korea, Neuseeland und Australien zusammenarbeiten
- Investitionen in Infrastruktur, erneuerbare Energien und Rohstoff-Wertschöpfungsketten in Afrika vorantreiben
- die Zusammenarbeit der EU mit Lateinamerika und den Karibikstaaten durch Global-Gateway-Investitionen vertiefen

Europa wird eine führende Rolle bei der Reform des internationalen Systems spielen, indem es:
- aktiv an internationalen Gipfeltreffen wie dem UN-Zukunftsgipfel teilnimmt, auf denen es unter anderem um eine gerechtere Vertretung aller Regionen und Fragen von Entwicklung und Verschuldung geht
- stärker auf die Anliegen unserer Partner eingeht, die vom EU-Recht beeinflusst werden
- bei der Bewertung der Auswirkungen unserer Rechtsvorschriften auf Nicht-EU-Länder systematischer vorgeht und ihnen eine gezieltere Unterstützung anbietet, damit sie sich an diese Vorschriften anpassen und von ihnen profitieren können
Bisherige Fortschritte
Bleiben Sie auf dem Laufenden über die Fortschritte bei neuen Initiativen sowie über Vorschläge für Rechtsvorschriften oder Rechtsänderungen im Zusammenhang mit dieser Priorität.
- Dezember 2025
Die EU und Japan schließen Verhandlungen zu „Horizont Europa“ ab.
- November 2025
Die EU und die Partner im südlichen Mittelmeerraum bringen den Pakt für den Mittelmeerraum auf den Weg – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Stabilität, Sicherheit und Wohlstand in der Region.
Mit der Kampagne Scaling up Renewables in Africa werden 15,5 Mrd. EUR für die Förderung sauberer Energie auf dem gesamten afrikanischen Kontinent bereitgestellt.
Die EU und Südafrika schließen eine wegweisende Partnerschaft für sauberen Handel und Investitionen.
Die Schweiz beteiligt sich an Horizont Europa und weiteren wichtigen Forschungs- und Innovationsprogrammen der EU.
- Juni 2025
Die EU legt ihre internationale Digitalstrategie vor, um mit Partnern aus der ganzen Welt zusammenzuarbeiten und sie bei ihrem digitalen Wandel zu unterstützen.
Die EU und die Ukraine einigen sich grundsätzlich auf die Modernisierung ihrer Handelsbeziehungen.
- Mai 2025
Die EU nimmt eine Strategie für einen stabilen und sicheren Schwarzmeerraum an.
Die EU und Singapur unterzeichnen ein richtungsweisendes Abkommen über digitalen Handel.
- April 2025
Die Kommission schlägt ein mehrjähriges umfassendes Unterstützungsprogramm in Höhe von bis zu 1,6 Mrd. EUR für den Wiederaufbau und die Resilienz in Palästina vor.
Auf dem ersten Gipfeltreffen zwischen Zentralasien und der EU einigen sich die Staats- und Regierungschefs auf eine strategische Partnerschaft.
- März 2025
Die EU und die Republik Korea schließen die Verhandlungen über ein Abkommen über den digitalen Handel ab.
Die EU sagt auf der Brüsseler Konferenz 2,5 Mrd. EUR zur Unterstützung Syriens und der Region zu.
- Februar 2025
Das Interims-Handelsabkommen EU-Chile tritt in Kraft.
- Januar 2025
Mit Mexiko wird ein modernisiertes Globalabkommen geschlossen.
Die EU und Jordanien gehen eine strategische und umfassende Partnerschaft ein.
- Dezember 2024
Die EU und Mercosur erzielen eine politische Einigung über eine bahnbrechende Partnerschaft.
Im Fokus
Vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen bekräftigen diese neuen Partnerschaften der EU unser Bekenntnis zu wirtschaftlicher Offenheit und regelbasiertem Handel.
Das Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur wird die Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Sicherheit Europas stärken und gleichzeitig seine Landwirtschaft, Verbraucher*innen und Umweltstandards schützen.
Das Handelsabkommen zwischen der EU und Indien wird Handel, Investitionen und politische Beziehungen zwischen den beiden größten Demokratien der Welt stärken.

Wer ist zuständig?

Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin

Mitglied der Kommission für Handel und wirtschaftliche Sicherheit, interinstitutionelle Beziehungen und Transparenz

Mitglied der Kommission für den Mittelmeerraum

Mitglied der Kommission für Erweiterung

Mitglied der Kommission für internationale Partnerschaften
