Was die EU tut
Die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger ist eines der wichtigsten Anliegen der EU. Ihre Gesundheitspolitik ergänzt die nationalen Maßnahmen der Mitgliedstaaten. So kann sichergestellt werden, dass alle Menschen in der EU vor ernsten grenzübergreifenden Gesundheitsbedrohungen geschützt sind und Zugang zu hochwertiger Gesundheitsversorgung haben.
Die Europäische Kommission hat eine starke Europäische Gesundheitsunion aufgebaut, um sich gemeinsam auf Gesundheitskrisen vorzubereiten und darauf zu reagieren. Wir stellen sicher, dass
- medizinisches Material verfügbar und erschwinglich ist
- Europas Gesundheitssysteme belastbarer sind
- die Länder für eine bessere Prävention und Behandlung bei allen Arten von Krankheiten zusammenarbeiten.
Die Arbeit der EU umfasst zudem Maßnahmen zur Impfung, zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen sowie zur Verhütung und Eindämmung von Pandemien und anderen Infektionskrankheiten.
Wir fördern den Ansatz „Eine Gesundheit“ – zur Bekämpfung von Krebs und anderen Krankheiten –, bei dem die Verbindung zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen und ihrer gemeinsamen Umwelt berücksichtigt wird.

Zahlen und Fakten
Handlungsbereiche
Langfristig vorsorgen und Menschenleben retten
Maßnahmen und Projekte zur Verbesserung der psychischen Gesundheit der Menschen
Behebung von Engpässen bei Arzneimitteln und Medizinprodukten
Förderung eines starken, wettbewerbsfähigen und innovativen Arzneimittelsektors
Sicherstellung der Verfügbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Medizinprodukten
Schnellerer Zugang der Patientinnen und Patienten zu innovativen Gesundheitstechnologien
Zugang zu und Austausch von digitalen Patientenakten in der gesamten EU
Die größten Erfolge
- Die Säuglingssterblichkeitsrate in der EU – in der Regel weniger als 4 Todesfälle pro 1000 Lebendgeburten – ist eine der niedrigsten der Welt.
- Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte können Reisende während ihres Aufenthalts in einem anderen EU-Mitgliedstaat im Falle einer Erkrankung medizinische Behandlung in Anspruch nehmen. Das EU-Recht zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung legt die Rechte der Bürgerinnen und Bürger bei der Inanspruchnahme geplanter Gesundheitsversorgung im Ausland fest.
- Über europäische Referenznetzwerke erhalten Patientinnen und Patienten mit seltenen oder komplexen Krankheiten Zugriff auf das beste Fachwissen aus ganz Europa, ohne ihr Heimatland zu verlassen.
- Krebs ist eine der häufigsten Todesursachen in Europa und belastet unsere Gesundheitssysteme. Die EU unterstützt Prävention, Diagnose, Früherkennung und Behandlung sowie eine bessere Lebensqualität von Krebspatient*innen und -überlebenden durch Europas Plan gegen den Krebs, der mit 4 Mrd. EUR unterstützt wird.
- Die EU hat die Forschungsarbeiten und Verteilung der COVID-19-Impfstoffe massiv unterstützt: In Rekordzeit wurden sichere, wirksame Impfstoffe entwickelt, und die Kommission sicherte sich genügend Impfdosen, um die Europäerinnen und Europäer zu schützen und Drittländern zu helfen.
- Wir haben die Behörde für die Krisenvorsorge und -reaktion bei gesundheitlichen Notlagen (HERA) eingerichtet. HERA sorgt dafür, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten besser auf künftige grenzüberschreitende Gesundheitsgefahren vorbereitet sind und über genügend Vorräte an medizinischem Material verfügen. Beispiel: als 2022 ein Mpox-Ausbruch auftrat, konnte die EU dank der schnellen Reaktion der HERA in nur wenigen Wochen wirksame Impfstoffe liefern.
Im Fokus
„Eine Gesundheit“ ist ein integriertes, gemeinsames Konzept, das darauf abzielt, die Gesundheit von Menschen, Tieren und Ökosystemen nachhaltig ins Gleichgewicht zu bringen und zu optimieren.
Das Konzept trägt der Tatsache Rechnung, dass die Gesundheit von Menschen, Haus- und Wildtieren, Pflanzen und die Umwelt im Allgemeinen (einschließlich der Ökosysteme) eng miteinander verwoben und von gegenseitiger Abhängigkeit geprägt sind.
In der heutigen miteinander vernetzten Welt ist dieser Ansatz entscheidend, um globale Bedrohungen wie die jüngste Corona-Pandemie zu verhüten, sich darauf vorzubereiten und darauf zu reagieren.
Die Seite wurde zuletzt am 5 November 2025 aktualisiert.