Was die EU tut
Die Europäische Union ist bestrebt, ihre finanziellen Interessen zu schützen, indem sie Betrug, Korruption und sonstige rechtswidrige Handlungen untersucht, die sich auf ihren Haushalt auswirken können. Zu diesem Zweck wurde 1999 das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) eingerichtet.
Das OLAF hat die Aufgabe, Betrug mit EU-Geldern und andere Straftaten, die sich auf den EU-Haushalt auswirken, sowie schwerwiegendes Fehlverhalten von Bediensteten und Mitgliedern der EU-Organe aufzudecken, zu untersuchen und zu unterbinden. Außerdem entwickelt und überwacht es Rechtsvorschriften und Strategien zur Betrugsbekämpfung. Diese Bemühungen tragen dazu bei, sicherzustellen, dass das Geld der Steuerzahler in der EU in die dafür vorgesehenen Projekte fließt und die Einnahmen der EU angemessen geschützt sind.

Zahlen und Fakten
Handlungsbereiche
Diese Bereiche der EU-Einnahmen untersucht das OLAF
So untersucht das OLAF die Ausgaben aus dem EU-Haushalt
Untersuchungen von schwerwiegendem Fehlverhalten von Bediensteten und Mitgliedern der Organe und Einrichtungen der EU
So gestaltet das OLAF die Betrugsbekämpfungspolitik der EU
Finanzielle und technische Unterstützung der EU-Länder bei der Betrugsbekämpfung
Zusammenarbeit mit Polizei-, Zoll-, Verwaltungs- und Justizbehörden innerhalb und außerhalb der EU
Die größten Erfolge
- Seit seiner Gründung im Jahr 1999 hat das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) beim Schutz der finanziellen Interessen der EU vor Betrug und Unregelmäßigkeiten deutliche Erfolge erzielt. Durch unabhängige Untersuchungen schützt das OLAF die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum Europas, die Gesundheit und Sicherheit der Europäerinnen und Europäer und die Umwelt. Sie stellt sicher, dass EU-Gelder dorthin fließen, wo sie gebraucht werden: in die Verbesserung der Lebensqualität in Europa und in die Unterstützung wichtiger Sektoren wie Landwirtschaft, Bildung, Forschung und Innovation, Umwelt und Industrie.
- Zusätzlich zu den Untersuchungen hat die EU Strategien und Maßnahmen zur Betrugsbekämpfung eingeführt, um Betrug wirksamer bekämpfen zu können. Mit seiner Expertise unterstützt das OLAF die EU-Organe bei der Entwicklung eines soliden Rechtsrahmens, der den EU-Haushalt und das Geld der Steuerzahler besser schützt.
- Im Rahmen des Betrugsbekämpfungsprogramms der Union können die EU-Länder finanzielle Unterstützung zur Bekämpfung von Betrug erhalten, insbesondere für technische Unterstützung, operative Unterstützung bei Untersuchungen, spezielle Schulungen und Forschungstätigkeiten.
- Ein webbasiertes Tool, das Betrugsmeldesystem, ermöglicht es den Bürgerinnen und Bürgern, Betrug online in jeder Amtssprache der EU anonym zu melden.
- Im Jahr 2021 nahm die Europäische Staatsanwaltschaft (EUStA) ihre Tätigkeit auf. Sie ist die unabhängige Staatsanwaltschaft der EU und für die Ermittlung, strafrechtliche Verfolgung und Anklageerhebung bei Straftaten zum Nachteil der finanziellen Interessen der EU zuständig.
Im Fokus
„Aus den Bienenstöcken“ war eine EU-weite koordinierte Maßnahme, die auf Honigimporte in die EU abzielte. Sie wurde von der Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission mit den nationalen Behörden von 18 Ländern, die Teil des EU-Netzes zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug sind, dem OLAF und der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) der Europäischen Kommission geleitet. Die beteiligten Stellen arbeiteten zusammen, um Honig aufzuspüren, der vor seiner Ankunft auf dem EU-Markt mit zugesetzten billigen Zuckersirupen künstlich verändert worden war. Das OLAF unterstützte die Operation bei den Untersuchungen und führte Kontrollen vor Ort durch.
Es wurde festgestellt, dass 133 Unternehmen (70 Importeure und 63 Exporteure) an Honigsendungen beteiligt waren, bei denen der Verdacht auf Verfälschung bestand.
Die Seite wurde zuletzt am 1 August 2025 aktualisiert.