Überblick
Die Europäische Kommission will für einen besseren Schutz der Bürgerinnen und Bürger sorgen und Europa mit den nötigen Mitteln ausstatten, um durch glaubhafte Abschreckung den Frieden zu erhalten. Die letzten Jahre haben deutlich vor Augen geführt, wie zerbrechlich Frieden ist. Gleichzeitig waren sie ein Weckruf, dass Europa unbedingt selbst imstande sein muss, sich zu verteidigen und potenzielle Gegner abzuschrecken.
Was denken die Menschen in Europa?
Quelle: Eurobarometer 2025
Ziele
Schaffung einer europäischen Verteidigungsunionzum Schutz der EU und ihrer Bevölkerung
Bessere Vorsorge und Bewältigung von Krisenum schnell auf Krisen reagieren zu können
Mehr innere Sicherheitum allen Bedrohungen online und offline entgegenzutreten
Stärkung der gemeinsamen Grenzenum sie sicherer zu machen
Migrationsmanagementfair und entschlossen
So erreichen wir unsere Ziele
Um Europa in puncto Sicherheit und Verteidigung besser aufzustellen, will die Kommission in ihrer Amtszeit von 2024-2029 folgende Schritte in Angriff nehmen:
Schaffung einer europäischen Verteidigungsunion
Wir werden zum Schutz der Menschen in Europa in Sachen Verteidigung handeln, indem wir:
- den Mitgliedstaaten helfen, ihre nationalen Streitkräfte wieder aufzubauen, aufzustocken und umzugestalten; dabei stützen wir uns auf die bestehenden Programme für die Verteidigungsindustrie und investieren in hochentwickelte Verteidigungsfähigkeiten in kritischen Bereichen wie See-, Boden- und Luftkampf sowie weltraumgestützte Frühwarnung und Cyberabwehr
- dabei helfen, Ressourcen zusammenzuführen und gemeinsamen Bedrohungen durch Vorzeigeprojekte im Bereich der europäischen Verteidigung, die letztlich von den Mitgliedstaaten beschlossen werden, zu begegnen
- einen Binnenmarkt für Verteidigungsgüter und -dienstleistungen schaffen, die Forschung und Entwicklung im Bereich Verteidigung intensivieren und die gemeinsame Beschaffung vorantreiben
Im Mittelpunkt wird dabei der weitere Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der EU und der NATO stehen.

Um besser gegen Krisen gewappnet zu sein, werden wir eine Strategie für eine Union der Krisenvorsorge entwerfen, die Folgendes vorsieht:
- bessere Vorbereitung der gesamten Gesellschaft – von den Bürgerinnen und Bürgern bis hin zur Privatwirtschaft – auf eventuelle Krisen
- Ausbau unserer Kompetenz für Antizipation und Prognose
- Auseinandersetzung mit neuartigen Bedrohungen, allen voran im Zusammenhang mit chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen sowie Cybersicherheitsrisiken
- Unterstützung medizinischer Maßnahmen zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Gesundheit sowie gemeinsame Beschaffung und Bevorratung

Damit sich die Menschen sicher fühlen, arbeiten wir an:
- einer neuen europäischen Strategie für die innere Sicherheit, um Sicherheitsaspekte ins EU-Recht einzubinden
- einem neuen europäischen Aktionsplan gegen den Drogenhandel, um gemeinsam mit unseren Partnern Routen von Drogenschmugglern zu schließen und ihre Geschäftsmodelle zu zerschlagen
- einer neuen Agenda für Terrorismusbekämpfung, um neuen und unvorhergesehenen Bedrohungen zu begegnen und wirksamer gegen die Terrorismusfinanzierung und gegen Radikalisierungstendenzen vorzugehen

Für stärkere gemeinsame Grenzen werden wir:
- ein voll funktionsfähiges europäisches digitales Grenzmanagementsystem einrichten
- auf der Grundlage eines integrierten Grenzmanagements arbeiten
- eine Strategie für eine EU-Visumpolitik entwerfen
- einen vollständigen und voll funktionierenden Schengen-Raum bewahren

Migration ist eine europäische Herausforderung, die eine europäische Antwort erfordert. Für ein wirksames Migrationsmanagement auf der Grundlage von Solidarität werden wir:
- das Migrations- und Asylpaket umsetzen und unserer zukunftsorientierten Vision mit der ersten fünfjährigen europäischen Migrations- und Asylstrategie einen Rahmen geben
- einen neuen gemeinsamen Ansatz für Rückführungen ausarbeiten, der für schnellere und einfachere Verfahren sorgen soll
- unsere strategischen Beziehungen zu Drittstaaten weiter ausbauen
- mit Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, um Wege für die legale Migration in Abhängigkeit vom Fachkräftebedarf unserer Volkswirtschaften und unserer Regionen zu öffnen

Bisherige Fortschritte
Bleiben Sie auf dem Laufenden über die Fortschritte bei neuen Initiativen sowie über Vorschläge für Rechtsvorschriften oder Rechtsänderungen im Zusammenhang mit dieser Priorität.
- Juni 2026
Stärkung von Europol bei der Bekämpfung von grenzüberschreitender Kriminalität und Terrorismus
- März 2026
Eine Strategie gegen die steigende Waldbrandgefahr
- Februar 2026
Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Terrorismus
Vorschriften zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Feuerwaffen
- Januar 2026
Eine neue Strategie in den Bereichen Asyl und Migration, um irreguläre Migration zu verhindern, Menschen zu schützen und Fachkräfte für die EU anzuwerben
Neue Maßnahmen für mehr Cybersicherheit
- März 2025
Vorstellung der Strategie für eine Union der Krisenvorsorge zur Stärkung der Fähigkeit Europas, Bedrohungen zu verhindern und abzuwehren
Kommission präsentiert Weißbuch zur europäischen Verteidigung und zum Plan „ReArm Europe“/Bereitschaft 2030
Kommission schlägt neues gemeinsames europäisches Rückkehrsystem vor
Kommission legt Vorschlag für Verordnung zu kritischen Arzneimitteln vor, um die Versorgung mit kritischen Arzneimitteln zu verbessern
- Januar 2025
Verabschiedung eines Aktionsplans zum Schutz des Gesundheitswesens vor Cyberangriffen
Im Fokus
Besonders wichtig für die Reaktion der EU auf organisierte grenzüberschreitende kriminelle Netze, Terroristen und feindselige Akteure sind die EU-Agenturen Europol und Eurojust. Die Kommission hat vorgeschlagen, die Kapazitäten und die Rolle dieser Agenturen zu stärken, um Kriminalität besser zu bekämpfen, Straftäter wirksamer strafrechtlich zu verfolgen und die Bürgerinnen und Bürger der EU besser zu schützen.
Dies ist Teil umfassenderer Bemühungen, um die Reaktion der EU auf ein sich wandelndes kriminelles Umfeld zu stärken, das immer ausgefeilter, internationaler und digitaler wird. Diese Maßnahmen sollen die Zusammenarbeit und Komplementarität zwischen den EU-Agenturen und den nationalen Behörden, einschließlich Polizei, Zoll und Gerichten, verbessern.

Wer ist zuständig?

Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie

Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin

Exekutiv-Vizepräsidentin für soziale Rechte und Kompetenzen, hochwertige Arbeitsplätze und Vorsorge

Mitglied der Kommission für Verteidigung und Weltraum

Mitglied der Kommission für Gleichberechtigung sowie für Krisenvorsorge und -management

Mitglied der Kommission für Inneres und Migration
Die Seite wurde zuletzt am 25 März 2026 aktualisiert.
