Was die EU tut
Die Europäische Union leistet humanitäre Hilfe dort, wo sie am dringendsten benötigt wird, und reagiert schnell auf vom Menschen verursachte Katastrophen sowie auf Naturkatastrophen. Vor allem der Schutz besonders schutzbedürftiger Opfer steht dabei im Mittelpunkt.
Die Unterstützung der EU beruht auf den internationalen humanitären Grundsätzen und dem Europäischen Konsens über die humanitäre Hilfe. Sie ist von Fairness und Unparteilichkeit geprägt und wird ohne Diskriminierung, d. h. ungeachtet von ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Geschlecht, Alter, Staatsangehörigkeit oder politischer Zugehörigkeit der Betroffenen, geleistet. Die EU-Mitgliedstaaten und -Institutionen sind gemeinsam einer der führenden Geber humanitärer Hilfe und stehen dringend Hilfsbedürftigen weltweit solidarisch zur Seite.

Fakten zur humanitären Hilfe der EU
Handlungsbereiche
Maßnahmen zum Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten
Aufrechterhaltung des Zugangs zu Bildung für Kinder und Weiterbildung für Lehrkräfte
Verstärkung humanitärer Hilfe bzw. Soforthilfe für Krisengebiete
Gewährleistung des Zugangs zu sicheren und nahrhaften Lebensmitteln für die am stärksten von Hunger betroffenen und besonders schutzbedürftige Menschen in Krisengebieten
Unterstützung von Vertriebenen
Humanitäre Gesundheitsversorgung für besonders Schutzbedürftige
EU-Maßnahmen gegen Unterernährung bei Kindern
Schutz von Gemeinschaften durch grundlegende humanitäre Hilfe bis hin zur Entsendung von Friedenstruppen
Humanitäre Unterkünfte und Siedlungen als unmittelbare Reaktion oder in Vorbereitung auf eine Katastrophe
Die größten Erfolge
- Die Europäische Kommission leistet seit 1992 humanitäre Hilfe in über 110 Ländern und erreicht damit jedes Jahr Millionen von Bedürftigen auf der ganzen Welt.
- Mit weniger als 1 % des EU-Haushalts – nur etwa 3 EUR pro EU-Bürger*in und Jahr – leistet die EU lebensrettende Hilfe für Millionen von Menschen weltweit und bewirkt damit viel für die Betroffenen verheerender globaler Krisen.
- In den letzten Jahren war die humanitäre Hilfe der EU ein entscheidender Rettungsanker für die von den Konflikten in Syrien, der Ukraine, dem Jemen, Palästina, Afghanistan und der Demokratischen Republik Kongo betroffenen Menschen.
- Sie wird auch bei Klimakatastrophen mobilisiert, z. B. bei der Dürre in der Sahelzone und am Horn von Afrika, den Überschwemmungen in Bangladesch und dem El-Niño-Effekt im südlichen Afrika und im Indischen Ozean.
- Der Schwerpunkt der EU-Hilfe liegt auf dem Schutz der besonders Schutzbedürftigen, darunter Kinder, Frauen und Menschen mit Behinderungen. Ein zentrales Anliegen ist die Förderung von Bildung in Notsituationen, damit Kinder auch während eines Konflikts oder einer Vertreibung weiter lernen können.
- Die EU investiert in Vorsorgeinitiativen wie Frühwarnsysteme und Katastrophenschulungen vor Ort, damit Gemeinden künftige Krisen besser überstehen können.
Im Fokus
Das internationale System der humanitären Hilfe steht seit dem Ausbruch der Konflikte in Gaza, in der Ukraine und im Sudan unter erheblichem Druck. Diese Entwicklungen und die drastische Mittelkürzungen erfordern eine Neugewichtung der Prioritäten für Hilfeleistungen. Um den bevorstehenden Herausforderungen zu begegnen, hat die Europäische Kommission vorgeschlagen, ihre Vorgehensweise anzupassen, um Wirksamkeit und Durchschlagskraft der humanitären Hilfe der EU weltweit zu maximieren. Durch den neuen Ansatz wird die EU enger mit Partnern zusammenarbeiten, damit die humanitäre Hilfe sicher ankommt und Hilfskräfte geschützt werden. Sie wird die Hilfe effizienter gestalten und mit einer größeren Zahl von Organisationen zusammenarbeiten, damit Gemeinschaften belastbarer werden und ihre langfristige Abhängigkeit von der Hilfe verringern.

Die Seite wurde zuletzt am 27 Mai 2026 aktualisiert.