Überblick
Europas einzigartiges Sozialmodell beruht darauf, Wohlstand zu schaffen und gleichzeitig sicherzustellen, dass niemand zurückgelassen wird. Wir haben bereits viel erreicht, aber es liegt auch noch Arbeit vor uns. Die Krisen der letzten Jahre haben sich auf den Lebensstandard vieler Europäerinnen und Europäer ausgewirkt. Der Mangel an erschwinglichem Wohnraum, der fehlende Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen sowie Armut und Chancenungleichheit stellen unseren Zusammenhalt vor eine Zerreißprobe.
Unsere Gesellschaft und Wirtschaft entwickeln sich weiter. Das bedeutet, dass wir unsere Anstrengungen darauf konzentrieren müssen, die Lebensqualität, die wir heute genießen, zu erhalten und zu verbessern. In den nächsten fünf Jahren will sich die Europäische Kommission für die Förderung der sozialen Gerechtigkeit, die Stärkung des sozialen und regionalen Zusammenhalts und die Gewährleistung der Chancengleichheit für alle einsetzen.
Was denken die Menschen in Europa?
Ziele
Chancen, Stabilität und Wohlergehen für alle sicherstellen
Unser Sozialmarktmodell stärken,um einen gerechten Übergang für alle zu gewährleisten
Ungleichheit, regionale Gefälle und Diskriminierung angehen
So erreichen wir unsere Ziele
In den kommenden Jahren werden wir an Folgendem arbeiten:
Förderung der sozialen Gerechtigkeit in der modernen Wirtschaft
Um soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten, werden wir:
- einen neuen Aktionsplan zur Umsetzung der Europäischen Säule sozialer Rechte vorlegen, mit dem wir auf unsere sozialpolitischen Kernziele für 2030 hinarbeiten werden
- gerechte Arbeitsentgelte, gute Arbeitsbedingungen und Ausbildungsangebote sowie faire Arbeitsplatzwechsel unterstützen, und zwar im Rahmen eines neuen Fahrplans für hochwertige Arbeitsplätze
- den europäischen sozialen Dialog durch einen neuen Pakt für den europäischen sozialen Dialog stärken
- die Armutsbekämpfung an der Wurzel packen – durch die allererste EU-Strategie zur Bekämpfung von Armut
- die Garantie für Kinder stärken und so durch Bildung, Gesundheitsversorgung und grundlegende öffentliche Dienstleistungen die soziale Ausgrenzung von Kindern verhindern bzw. dagegen vorgehen
- die Wohnungskrise angehen, indem wir den ersten europäischen Plan für erschwinglichen Wohnraum vorlegen und eine gesamteuropäische Investitionsplattform für erschwinglichen und nachhaltigen Wohnraum einrichten
- den Klima-Sozialfonds zur Unterstützung von Renovierungen und energieeffizientem Wohnraum einführen
- die Ursachen des demografischen Wandels angehen
- regionale Ungleichgewichte korrigieren, damit die Europäerinnen und Europäer dort leben und arbeiten können, wo sie sich zu Hause fühlen

Um die Solidarität zwischen den Bürgerinnen und Bürgern zu stärken, werden wir:
- uns für den Schutz der Rechte von Minderheiten einsetzen
- Erasmus+ stärken, damit mehr Europäerinnen und Europäer neue Kompetenzen erwerben und ein besseres Verständnis füreinander entwickeln können
- jährliche Politikdialoge mit jungen Menschen organisieren, um sicherzustellen, dass junge Menschen bei der Gestaltung der Zukunft der EU gehört werden
- einen Jugendbeirat mit jungen Menschen aus allen Mitgliedstaaten einrichten, der die Kommissionspräsidentin in Jugendfragen berät
- eine EU-weite Untersuchung zu den umfassenderen Auswirkungen sozialer Medien auf das Wohlergehen einleiten
- gegen das suchterzeugende Design von Online-Diensten vorgehen
- einen Aktionsplan gegen Cybermobbing erstellen
- es den Menschen leichter machen, von Europas reichem und vielfältigem kulturellen Erbe zu profitieren

Um eine echte Gleichstellung zu erreichen, haben wir:
- die Strategie für die Gleichstellung von LGBTIQ-Personen aktualisiert und eine neue Strategie gegen Rassismus entwickelt, damit alle sich entfalten und eine Führungsrolle übernehmen können, unabhängig davon, wer sie sind
- einen Fahrplan für Frauenrechte sowie eine neue Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter ausgearbeitet

Bisherige Fortschritte
Bleiben Sie auf dem Laufenden über die Fortschritte bei neuen Initiativen sowie über Vorschläge für Rechtsvorschriften oder Rechtsänderungen im Zusammenhang mit dieser Priorität.
- Mai 2026
Vorstellung neuer Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und der Wohnungskrise vor
- März 2026
Vorlage der Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter 2026-2030 und der ersten Strategie für Generationengerechtigkeit
- Februar 2026
Start des Aktionsplans zum Schutz junger Menschen vor Cybermobbing
Annahme einer Strategie zur verstärkten Unterstützung der östlichen Regionen der EU an der Grenze zu Russland, Belarus und der Ukraine
- Januar 2026
Vorstellung der neuen Strategie gegen Rassismus
- März 2025
Vorstellung der Union der Kompetenzen – eine Strategie zur Verbesserung der hochwertigen allgemeinen und beruflichen Bildung und des lebenslangen Lernens
Unterzeichnung eines gemeinsamen Pakts für den europäischen sozialen Dialog, um die Rolle der Sozialpartner bei der Gestaltung der Arbeitsmarkt-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik zu stärken
Im Fokus
Jeder fünfte Mensch in Europa – darunter jedes vierte Kind – ist von Armut betroffen, und EU-weit sind etwa eine Million Menschen obdachlos.
Die Kommission hat ein Maßnahmenpaket vorgeschlagen, mit dem der Armut und der Wohnungskrise ein Ende gesetzt werden soll. Teil des Pakets sind die allererste EU-Strategie zur Bekämpfung der Armut, eine verstärkte Garantie für Kinder und Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausgrenzung auf dem Wohnungsmarkt.

Wer ist zuständig?

Exekutiv-Vizepräsidentin für soziale Rechte und Kompetenzen, hochwertige Arbeitsplätze und Vorsorge

Exekutiv-Vizepräsident für Kohäsion und Reformen

Mitglied der Kommission für Gleichberechtigung sowie für Krisenvorsorge und -management

Mitglied der Kommission für Energie und Wohnungswesen

Mitglied der Kommission für Demokratie, Justiz, Rechtsstaatlichkeit und Verbraucherschutz

Mitglied der Kommission für Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport
