Was die EU tut
Die östliche Nachbarschaft der EU umfasst sechs Länder aus Osteuropa und dem Südkaukasus: Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Georgien, Moldau und die Ukraine.
Die Östliche Partnerschaft ist die östliche Dimension der Europäischen Nachbarschaftspolitik. Sie wurde 2009 ins Leben gerufen und bietet einen Rahmen für die Beziehungen der EU zu diesen Ländern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Stärkung der politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Stabilität entlang der östlichen Grenzen der EU.
Die Östliche Partnerschaft unterstützt auch die Umsetzung politischer Ziele auf globaler Ebene, einschließlich der im Übereinkommen von Paris festgelegten Ziele und der Ziele für nachhaltige Entwicklung im Rahmen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.
Belarus zog sich im Jahr 2022 aus der Östlichen Partnerschaft zurück. Dennoch arbeitet die EU weiterhin mit wichtigen nichtstaatlichen belarussischen Akteuren zusammen, darunter Organisationen der Zivilgesellschaft und demokratische Kräfte, die sich für ein demokratisches Belarus einsetzen.
Handlungsbereiche
Stärkung der Beziehungen der EU zu Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldau und der Ukraine
Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen wie Demokratie, Konfliktlösung, Umweltschutz, Energie und Verkehr
EU-Förderprogramm für eine wirksamere EU-Außenpolitik
Mobilisierung von Investitionen zur Unterstützung von Infrastruktur und der Entwicklung des Privatsektors
Stärkung der globalen Verbindungen durch Investitionen in Infrastruktur, Energie, digitale Systeme und Menschen
Förderung des Hochschulwesens und der akademischen Mobilität in Partnerländern
Die größten Erfolge
- Im Rahmen der Global-Gateway-Strategie wurden mit EU-Mitteln in Höhe von 4,3 Mrd. EUR schätzungsweise 18,4 Mrd. EUR mobilisiert, um die Entwicklung des Privatsektors zu unterstützen und die Energie-, Verkehrs-, digitalen und grünen Verbindungen und Infrastrukturen zu verbessern.
- Im Rahmen der Initiative EU4Business wurden seit 2020 375 000 kleine Unternehmen unterstützt, 400 000 Arbeitsplätze geschaffen und mehr als 3 Millionen Arbeitsplätze erhalten.
- Dank des Projekts EaPConnect profitieren 280 Forschungs- und Bildungseinrichtungen – und mehr als 650 000 Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Forschende – von verstärkten digitalen Verbindungen zu ihren Pendants in der EU.
Im Fokus
Im Mai 2025 legte die EU einen neuen strategischen Ansatz für einen stabilen und sicheren Schwarzmeerraum vor, mit dem die Beziehungen zwischen Europa, dem Südkaukasus, Zentralasien und weiteren Regionen gestärkt werden sollen. Ziel ist es, die Sicherheit, die Stabilität und die Resilienz zu verbessern, nachhaltiges Wachstum zu fördern und den Umweltschutz und die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel zu unterstützen. In dessen Rahmen soll auch die geopolitische Rolle der EU in der Region gestärkt werden.
Im Oktober 2025 wurde eine regionenübergreifende Konnektivitätsagenda auf den Weg gebracht, um Handel, Investitionen und sozioökonomische Entwicklung durch resiliente und effiziente Verbindungen in den Bereichen Verkehr, Energie und Digitaltechnik zu fördern.

Die Seite wurde zuletzt am 16 Januar 2026 aktualisiert.