Was die EU tut
Die Europäische Union spielt auf der Weltbühne eine einzigartige und aktive Rolle: sie fördert Frieden, Stabilität und Zusammenarbeit jenseits der eigenen Grenzen, unterstützt die Menschenrechte und demokratischen Werte, reagiert auf Krisen und geht in allen Kontinenten Partnerschaften ein.
Die EU nutzt eine Vielzahl an Instrumenten für ihre Außenpolitik. Die wichtigsten sind:
- Diplomatie und Partnerschaften: durch ihr Netz der EU-Delegationen, strategische Partnerschaften mit Ländern und Regionen und multilaterales Engagement (z. B. mit der UNO).
- Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP): Die EU kann zivile und militärische Missionen entsenden, restriktive Maßnahmen (Sanktionen) verhängen und von den Mitgliedstaaten gestellte nationale Truppen koordinieren.
- Humanitäre Hilfe: Die EU leistet humanitäre Hilfe in benachbarten Ländern wie auch weltweit, oft in Verbindung mit geo- und sicherheitspolitischen Zielen.
- Internationale Partnerschaften: Die EU arbeitet weltweit mit Ländern zusammen, um die nachhaltige Entwicklung zu fördern, Chancen zu schaffen und gemeinsame globale Herausforderungen zu bewältigen.
- Handel: Obwohl die Handelspolitik auch andere Bereiche abdeckt, ist sie ein wichtiges Instrument in den Außenbeziehungen und Teil des weltweiten Engagements der EU.
- Krisenbewältigung und Konfliktvermeidung: Die EU und ihre Mitgliedstaaten können zur Friedenssicherung, Vermittlung, Grenzsicherung und Stabilisierung beitragen.
Wichtigste Bereiche
Krisenreaktion durch zivile und militärische Missionen
Schutz der Menschenrechte weltweit
Überlebenshilfe für Menschen in höchster Not
Maßnahmen der EU im Nahen Osten, von der humanitären Hilfe bis zum diplomatischen Engagement
Zusammenarbeit mit den größten Volkswirtschaften der Welt, um gemeinsam auf globale Herausforderungen zu reagieren
Die Handelsbeziehungen der EU zu Ländern und Regionen sowie zur Welthandelsorganisation
Die EU auf der UN-Klimakonferenz
Die größten Erfolge
- 2012 erhielt die EU den Friedensnobelpreis für mehr als sechs Jahrzehnte der Förderung von Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa und der Welt.
- Im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) hat die EU mehr als 35 zivile und militärische Missionen in Afrika, Europa und Nahost auf den Weg gebracht, um Regionen zu stabilisieren und örtliche Sicherheitskräfte zu schulen.
- Die EU war und ist ein führender Geber humanitärer Hilfe. Zwischen 2018 und 2024 hat die Finanzierung der EU für humanitäre Projekte stetig zugenommen. Allein 2022 stiegen die humanitären Mittel gegenüber dem Vorjahr um 20 % oder 440 Mio. EUR auf 2,62 Mrd. EUR und erreichten Millionen Menschen, die von Kriegen, Naturkatastrophen und Vertreibung betroffen waren.
- Die EU hat weltweit Projekte zur Verbesserung des Bildungsangebots, der Gesundheitsversorgung und der Infrastruktur in Partnerländern gefördert, durch die Millionen Menschen aus der Armut befreit wurden.
- Wir stehen auch im Kampf gegen den Klimawandel weltweit an der Spitze. Die EU war weltweit führend in ihrem Bestreben, bis 2050 klimaneutral zu werden, ein Ziel, das seitdem auch andere Länder übernommen haben.
- Im Dezember 2020 wurde die globale Sanktionsregelung der EU im Bereich der Menschenrechte ins Leben gerufen, mir der Europa seine Entschlossenheit signalisierte, weltweit für Menschenrechte einzutreten und gegen jene vorzugehen, die sich schwere Menschenrechtsverletzungen zuschulden kommen lassen.
Im Fokus
13. Juli 2026 – 65 internationale Delegationen waren zu Gast bei der Europäischen Kommission in Brüssel, wo sie auf der zweiten Tagung der Gebergruppe für Palästina über die Unterstützung für den Wiederaufbau im Gazastreifen und für die Reformagenda der Palästinensischen Behörde sprachen. Das Treffen brachte zwei wichtige Ergebnisse:
- verstärkte finanzielle Zusagen zur Unterstützung der Palästinensischen Behörde über den PEGASE-Mechanismus
- den Start der Initiative „Team Gaza“, die 883,6 Mio. EUR als frühen Beitrag zum Wiederaufbau in zahlreichen Sektoren im Gazastreifen bereitstellt, die der Zivilbevölkerung zugutekommen
Schwerpunkt der Gespräche war die Koordinierung der internationalen Hilfe im Einklang mit dem Gaza-Friedensplan und der Resolution 2803 des UN-Sicherheitsrats unter Beteiligung der EU-Mitgliedstaaten, von Partnerländern, internationalen Organisationen, Finanzinstituten sowie wichtigen Vertretern der palästinensischen Seite und der internationalen Gemeinschaft.
Die Seite wurde zuletzt am 16 Juli 2026 aktualisiert.