Was die EU tut
Die EU hilft bei der Koordinierung nationaler Steuervorschriften und Steuersätze, vor allem bei grenzüberschreitenden Fragen. Mit ihrer Steuerpolitik will sie ein gerechtes und vereinfachtes Steuerumfeld für Unternehmen schaffen und den Übergang zu einer grüneren und stärker digitalisierten Wirtschaft unterstützen.
Vor allem sollen Steuerdiskriminierung, Doppelbesteuerung und Steuerhinterziehung unterbunden und die Steuervorschriften gestrafft werden, um für eine faire, transparente, effiziente und wirksame Besteuerung und damit letztlich für ein günstiges Unternehmensumfeld, mehr Wettbewerbsfähigkeit und ein stärkeres Wirtschaftswachstum zu sorgen.

Ein Blick auf die Zahlen
Handlungsbereiche
Die Mehrwertsteuer als Finanzierungsquelle für den EU-Haushalt
Maßnahmen zur Verhinderung von Doppelbesteuerung und Steuervermeidung
Indirekte Steuern auf den Verkauf bzw. Konsum von Alkohol, Tabak, Energieprodukten und Strom
Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Steuerbehörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen
Ausgangsdaten für die Politikgestaltung zu verschiedenen Steueraspekten
Bepreisung der CO₂-Emissionen von EU-Importen zur Unterstützung der Dekarbonisierung
Die größten Erfolge
- Die EU hat ihr Mehrwertsteuer-System an das digitale Zeitalter angepasst und vereinfacht. Dies soll die Vorschriften für Unternehmen straffen, Betrug entgegenwirken und die Mehrwertsteuer-Erhebung effizienter machen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die „einzige Mehrwertsteuer-Registrierung“, die digitale Berichterstattung und eine engere Zusammenarbeit zwischen den Steuerbehörden.
- Das CO₂-Grenzausgleichssystem ist eine wichtige Maßnahme zum Schutz des Klimas und fördert gleichzeitig den fairen Wettbewerb. Durch die Erhebung einer CO₂-Gebühr auf bestimmte Importe wie Zement, Stahl und Aluminium schafft die EU gleiche Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen und fördert eine klimafreundlichere Produktion weltweit.
- Die von der EU geschaffene Möglichkeit eines sicheren und automatischen Informationsaustauschs zwischen den nationalen Steuerbehörden ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Steuerhinterziehung und -umgehung. Die Länder können damit Steuerhinterziehung besser aufdecken und bekämpfen sowie unbezahlte Steuern eintreiben – ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zu einer gerechten und effizienten Besteuerung in der gesamten EU.
- Mit der verstärkten Bekämpfung des Mehrwertsteuer-Betrugs hat die EU bedeutende Anstrengungen zum Schutz der öffentlichen Einnahmen und zur Gewährleistung einer gerechten Besteuerung unternommen. Diese Form des Betrugs ist ein wesentliches Problem: 2021 beliefen sich die Mehrwertsteuer-Ausfälle auf rund 61 Mrd. EUR. Die EU hat die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten intensiviert, den Informationsaustausch durch Instrumente wie das Netzwerk Eurofisc verbessert und den elektronischen Handel und die digitale Berichterstattung reformiert. Diese Bemühungen, die auch neue Vorschriften für Zahlungsdienstleister und einen Vorschlag für ein System für die elektronische Rechnungsstellung in Echtzeit umfassen, sind ein entscheidender Beitrag zu einem betrugssicheren Mehrwertsteuer-System.
Im Fokus
Ab dem 1. Januar 2025 ermöglicht es die Mehrwertsteuer-Sonderregelung (KMU-Regelung) Kleinunternehmen,
- Waren und Dienstleistungen anzubieten, ohne Mehrwertsteuer dafür zu berechnen (Mehrwertsteuer-Befreiung), und
- sie verringert deren Pflichten im Zusammenhang mit der Mehrwertsteuer.
Die Seite wurde zuletzt am 8 April 2026 aktualisiert.