Was die EU tut
Maßnahmen gegen den Klimawandel sind für eine sichere und wohlhabende Zukunft in Europa und weltweit entscheidend. Deshalb ist die EU entschlossen, bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent der Welt zu werden. Klimaschutz bedeutet mehr als nur die Senkung von Treibhausgasemissionen: unsere Initiativen fördern die Innovationskraft sowie Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie, unterstützen sauberes Wachstum, erhöhen die Sicherheit und stärken die Widerstandsfähigkeit. Gemeinsam mit den Mitgliedstaaten arbeiten wir an der Gestaltung und Verwirklichung eines sozial gerechten Übergangs, der allen Europäerinnen und Europäern zugutekommt.
Die wichtigsten Ziele der EU-Klimapolitik sind:
- Dekarbonisierung und Emissionsreduktion für eine wettbewerbsfähigere europäische Wirtschaft
- Einbeziehung von Klimaschutzmaßnahmen in alle Politikbereiche
- Förderung von Innovation durch Forschung und Investitionen
- Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt des sauberen und gerechten Übergangs stellen
- Gemeinschaften zur Anpassung an den Klimawandel befähigen und ihre Widerstandsfähigkeit gegen dessen Auswirkungen stärken
- Federführung bei den weltweiten Bemühungen in den Bereichen Anpassung an den Klimawandel, Klimaschutz und dessen Finanzierung

Fakten und Zahlen
Handlungsbereiche
Ziele und Regeln für die EU, um klimaneutral zu werden
Maßnahmen zur Vorbereitung auf die aktuellen und künftigen Auswirkungen des Klimawandels
Gemeinsame Bewältigung von Klima- und Naturkrisen
Ein „Cap-and-Trade“-System zur kosteneffizienten Emissionsreduktion
Einsatz von Technologien zur Verringerung der CO<sub>2</sub>-Emissionen in der Industrie
Verringerung von Emissionen aus starken Treibhausgasen
Entnahme von CO<sub>2</sub> aus der Atmosphäre und langfristige Speicherung von CO<sub>2</sub>
Maßnahmen für eine nachhaltige und klimafreundliche Landnutzung
Verringerung der Emissionen im Straßenverkehr, auf See und im Luftverkehr
Eindämmung von ozonabbauenden Stoffen
Die größten Erfolge
- Im Jahr 2023 lagen die Treibhausgasemissionen in der EU 37 % unter dem Niveau von 1990, was hauptsächlich auf den Ausbau der erneuerbaren Energien zurückzuführen ist. Dadurch wächst die Zuversicht, dass die EU ihr Klimaziel für 2030, die Emissionen um mindestens 55 % zu senken, erreichen kann.
- Die Emissionen aus der Strom- und Wärmeerzeugung sind zwischen 2022 und 2023 um 24 % zurückgegangen, bedingt durch mehr Wind- und Sonnenenergie und die Abkehr von Kohle.
- Das EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS) nimmt eine wichtige Rolle ein, indem es die Verursacher für ihre Treibhausgasemissionen bezahlen lässt, für sauberere Alternativen sorgt und Einnahmen zur Finanzierung des grünen Übergangs generiert. Bis 2023 wurden die Emissionen von Kraftwerken und Industrieanlagen im Vergleich zu 2005 um etwa 47 % gesenkt.
- Zum Schutz der Menschen vor immer häufiger auftretenden Wetterextremen wie Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen sorgt die EU-Anpassungsstrategie für intelligentere, schnellere und wirksamere Maßnahmen.
- Der Innovationsfonds ist eines der weltweit größten Finanzierungsprogramme für den Einsatz innovativer Netto-Null-Technologien. Er trägt zur Dekarbonisierung der europäischen Industrie bei und fördert gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit. Im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems (EU-EHS) sollen von 2020 bis 2030 rund 40 Mrd. EUR auf der Grundlage eines CO2-Preises von 75 EUR/t CO2 bereitgestellt werden.
- Der Klimawandel ist ein globales Phänomen, und es reicht nicht aus, nur in der EU die Emissionen zu senken. Deshalb fördert die EU Klimaschutzmaßnahmen weltweit, insbesondere durch ihre Teilnahme an der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP).
- Um globale Klimaneutralität zu erreichen, beteiligt sich die Europäische Kommission aktiv an multilateralen Verhandlungen im Zuge des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen auf den jährlichen Konferenzen der Vertragsparteien (COP). Die EU hat dazu beigetragen, wichtige Meilensteine zu erreichen, darunter das Übereinkommen von Paris und neue Finanzmittel zur Unterstützung gefährdeter Entwicklungsländer.
- Die EU, ihre Mitgliedstaaten und die Europäische Investitionsbank sind der größte Beitragszahler öffentlicher Klimaschutzförderung in Entwicklungsländern. Auf der COP 29 in Baku einigten sich die Länder, ihre Ziele der Klimafinanzierung auf 200 Mrd. USD pro Jahr bis 2030 im Rahmen des neuen gemeinsamen quantifizierten Ziels für die Finanzierung des Klimaschutzes zu verdoppeln.
Im Fokus
Das EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS) hat uns dabei geholfen, den Verbrauch fossiler Brennstoffe massiv zu senken, unsere Abhängigkeit von Importen zu verringern und umfangreiche Investitionen in saubere Energie voranzutreiben. Angesichts der zunehmenden Schwankungen der Energiepreise und der geopolitischen Spannungen muss es jedoch modernisiert und flexibler gestaltet werden.
Die Kommission hat eine neue Maßnahme zur Stärkung des EHS angekündigt, indem sie die Marktstabilitätsreserve stärkt – das Instrument, das für einen stabilen und gut funktionierenden CO2-Markt sorgt.
Durch die vorgeschlagene Änderung wird die automatische Ungültigkeitserklärung überschüssiger CO2-Zertifikate eingestellt, sodass diese als Puffer zur Sicherung der Marktstabilität erhalten bleiben. Dadurch sind wir besser für zukünftige Marktentwicklungen gewappnet, einschließlich möglicher Versorgungsengpässe in den kommenden Jahrzehnten.

Die Seite wurde zuletzt am 22 Mai 2026 aktualisiert.