Was die EU tut
Die Kultur leistet einen positiven Beitrag zur Gesellschaft, zur Wirtschaft und zu den internationalen Beziehungen Europas. Auch wenn jedes EU-Land seine eigene Kulturpolitik hat, spielt die Europäische Kommission eine wichtige Rolle, indem sie die Länder bei der Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen und der Förderung des Kultur- und Kreativsektors unterstützt. Gegenwärtig arbeitet die Kommission an einem stärker strategisch ausgerichteten kulturpolitischen Ansatz, der dafür sorgen soll, dass die Kultur übergreifend in die gesamte Politikgestaltung eingebunden wird und mehr Menschen in Europa Zugang zur Kultur erhalten.
Um das umzusetzen und die Kultur in ihren zahlreichen Facetten anzuleiten und nutzbar zu machen, legte die Kommission 2025 einen übergreifenden strategischen Rahmen vor, den Kulturkompass für Europa. Er löste die neue europäische Agenda für Kultur aus dem Jahr 2018 ab.

Zahlen und Fakten
Handlungsbereiche
Kreativbranchen mit prägendem Einfluss auf Kultur, Identität, Innovation und Wirtschaftswachstum
Zentrales Förderprogramm für den Kultur- und den audiovisuellen Sektor
Maßnahmen und Programme zur Förderung des europäischen kulturellen Erbes
Die Kultur ins Herz der europäischen Städte tragen
EU-Unterstützung für die digitale Transformation des audiovisuellen und des Mediensektors
Die größten Erfolge
- Seit 1985 wurden mehr als 70 Städte zu Kulturhauptstädten Europas erklärt und trugen so zur Förderung des kulturellen Austauschs und zum gegenseitigen Verständnis unter den Menschen in Europa bei. Durch die Initiative kam es zu Stadterneuerungen, mehr Tourismus und einem stärkeren europäischen Zugehörigkeitsgefühl.
- Durch den Aktionsbereich MEDIA ihres Programms „Kreatives Europa“ – mit dem die Produktion, der Verleih und die Bewerbung europäischer Filme finanziert werden – hat die Europäische Union erheblich zur Förderung der Filmindustrie beigetragen. So konnten viele durch die EU geförderte Filme bei den Oscars, bei den Filmfestspielen von Cannes und anderen wichtigen Filmfestivals die Kritik überzeugen.
- Durch MEDIA wurden mehr als 1 100 Kinos in 34 Ländern mit jährlich 65 Millionen Besucherinnen und Besuchern gefördert, wodurch europäische Filme unterschiedliche Zuschauergruppen besser erreichen konnten.
- Digitale Technologien haben neue Möglichkeiten geschaffen, kulturelle Inhalte zu bewahren und weiterzuverwenden und sie allen Zielgruppen zugänglich zu machen. Dank der digitalen Plattform Europeana kann in mehr als 4 000 Museen, Galerien, Bibliotheken und Archiven in ganz Europa ein reiches kulturelles Erbe erkundet werden.
- „Culture Moves Europe“ ist die weitreichendste Mobilitätsinitiative der EU im Kulturbereich. Mit einem Budget von 25 Mio. EUR für die Jahre 2025 bis 2028 werden bislang rund 7 000 Kunst- und Kulturschaffende sowie Gasgeberorganisationen in allen 40 Ländern, die am Programm „Kreatives Europa“ teilnehmen, mit zweierlei Beihilfen unterstützt: individueller Mobilität und Residenzaufenthalten für Kunstschaffende.
Im Fokus
Am 19. Juni bekräftigten die EU-Organe mit der gemeinsamen Erklärung „Europa für Kultur, Kultur für Europa“ ihre Entschlossenheit, die Kultur zu einem zentralen Bestandteil der EU-Politik zu machen. In der Erklärung werden zwölf Leitprinzipien dargelegt, die darauf abzielen, die Kultur in der gesamten EU zu stärken. Dazu gehören die Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern, die Erleichterung des Zugangs zur Kultur, die Würdigung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt Europas und der Schutz seiner kulturellen Vielfalt.
Die Seite wurde zuletzt am 2 Juli 2026 überprüft.