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Europäische Kommission
  • Presseartikel
  • 8. Oktober 2025
  • Generaldirektion Kommunikation
  • Lesedauer: 2 Min

Frei in der Liebe, frei im Leben: die neue LGBTIQ+-Strategie der EU

 

Die gesellschaftliche Akzeptanz von LGBTIQ+-Personen hat in der EU in den letzten fünf Jahren zugenommen. Rund 75 % der Menschen geben an, kein Problem mit schwulen, lesbischen oder bisexuellen Kolleg*innen zu haben. Dennoch sind LGBTIQ+-Personen nach wie vor in unverhältnismäßiger und unannehmbarer Weise Hass, Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt. Etwa ein Drittel der LGBTIQ+-Personen berichtet immer noch von Diskriminierung in den letzten 12 Monaten. 

Die EU verteidigt Gleichheit und Inklusion, wann immer sie in Gefahr sind – auch mit ihrer neuen LGBTIQ+-Gleichstellungsstrategie 2026–2030. Sie baut auf der vorherigen Strategie für die Jahre 2020 bis 2025 auf und geht noch weiter, indem sie die durchgängige Berücksichtigung der LGBTIQ+-Gleichstellung in allen EU-Politikbereichen gewährleistet.  

Die neue Strategie hat drei zentrale Aktionsbereiche: 

  • Schutz von LGBTIQ+-Personen
    • vor hassmotivierter Belästigung und Gewalt durch einen neuen Aktionsplan gegen Cybermobbing und die Einrichtung eines Wissenszentrums zur Sammlung von Material zur Online-Hetze
    • vor Diskriminierung, indem das einschlägige EU-Recht durchgesetzt wird zivilgesellschaftliche Organisationen zum Schutz der Rechte von LGBTIQ+-Personen weiter finanziert werden 
    • vor Konversionspraktiken, mit denen Menschen gezwungen werden, ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität zu wechseln, indem diese Praktiken analysiert und geeignete Maßnahmen auch unter Berücksichtigung der Europäischen Bürgerinitiative zum Verbot solcher Praktiken geprüft werden 

       

  • Stärkung der Position von LGBTIQ+-Personen durch
    • Gleichbehandlungsstellen, indem sichergestellt wird, dass sie die LGBTIQ+-Rechte wirksam fördern
    • Regenbogenfamilien, indem die EU-Länder zur Annahme des Vorschlags zur Anerkennung der Elternschaft angehalten werden 
    • Förderung der Inklusion am Arbeitsplatz in Zusammenarbeit mit der EU-Plattform der Chartas der Vielfalt, um LGBTIQ+-Beschäftigte zu unterstützen 

       

  • Einbindung der Gesellschaft, um die LGBTIQ+-Gleichstellung voranzubringen, indem
    • alle EU-Länder aufgefordert werden, nationale Strategien oder Aktionspläne zur Gleichstellung von LGBTIQ+-Personen anzunehmen
    • die Erhebung und Auswertung von Daten verbessert wird, um die Alltagserfahrungen von LGBTIQ+-Personen besser zu verstehen
    • ein „LGBTIQ+-Politikforum“ eingerichtet wird, als direkte Plattform zum Austausch zwischen der Zivilgesellschaft und der Europäischen Kommission   

Die Kommission wird 2026 einen Bericht zur Umsetzung der Vorschriften zur Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf veröffentlichen und ihre strenge Anwendung gewährleisten. Zusätzlich dazu wird die Kommission neue Leitlinien zu inklusiven Einstellungspraktiken vorstellen. 

Mehr zum Thema 

Was tut die EU für die Gleichstellung von LGBTIQ? 

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Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
8. Oktober 2025
Autor
Generaldirektion Kommunikation