Kernpunkte Die EU hat die willkürlichen Angriffe in der Golfregion aufs Schärfste verurteilt und ihre Solidarität mit den betroffenen Ländern bekräftigt.Mehr als 35 000 EU-Bürger*innen konnten von den EU-Mitgliedstaaten sicher in ihre Heimatländer gebracht werden – unter anderem mithilfe von mehr als 13 000 von der EU unterstützten Rückholflügen.Im Jahr 2026 stellt die EU humanitäre Hilfe in Höhe von insgesamt 458 Mio. EUR für Palästina, den Libanon, Syrien, Jordanien und Ägypten bereit. Die Europäische Union setzt sich dafür ein, die komplexen Krisen im Nahen Osten anzugehen, einschließlich der jüngsten Entwicklungen im Iran. Sie ist an mehreren Fronten aktiv, von der Evakuierung von Bürger*innen über humanitäre Hilfe bis hin zu diplomatischen Bemühungen, um die Lage zu entschärfen und weitere Konflikte zu verhindern. Der Konflikt im Iran Die EU hat die wahllosen Angriffe des Iran unmissverständlich verurteilt. Seit dem 28. Februar 2026 steht die EU in ständigem Kontakt mit den Staats- und Regierungsspitzen im Nahen Osten und in Europa, bekundet ihre Solidarität mit den vom Iran angegriffenen Ländern und unterstützt die demokratischen Bestrebungen der iranischen Bevölkerung.Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen, der Präsident des Europäischen Rates António Costa und die Hohe Vertreterin/Vizepräsidentin Kaja Kallas bekräftigten das Engagement der EU für regionale Stabilität und forderten nachdrücklicheine sofortige Deeskalation und größtmögliche Zurückhaltung,den Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastrukturdie uneingeschränkte Achtung der Charta der Vereinten NationenDer Standpunkt der EU wurde in den Schlussfolgerungen des Europäischen Rates vom 19. März 2026 bekräftigt, in denen alle 27 Staats- und Regierungsspitzen die Angriffe des Iran verurteilten und einen sofortigen Waffenstillstand sowie ein Moratorium für Angriffe auf die Energie- und Wasserinfrastruktur forderten. Präsidentin von der Leyen und Präsident Costa begrüßten gemeinsam mit anderen Staats- und Regierungschefs den zweiwöchigen Waffenstillstand und forderten beide Seiten nachdrücklich auf, ein rasches und dauerhaftes Kriegsende auszuhandeln. Wichtige diplomatische Maßnahmen 28. Februar 2026Präsidentin von der Leyen und Präsident Costa bekräftigten das Engagement der EU für regionale Stabilität, nukleare Sicherheit und diplomatische Bemühungen und forderten alle Parteien auf, Zurückhaltung zu üben und das Völkerrecht zu achten.5. März 2026Die Hohe Vertreterin/Vizepräsidentin Kaja Kallas berief eine gemeinsame Tagung auf Rats- und Ministerebene zwischen der EU und dem Golf-Kooperationsrat ein.9. März 2026Präsidentin von der Leyen und Präsident Costa führten Gespräche mit den Führungsspitzen Jordaniens, Ägyptens, Bahrains, des Libanon, Syriens, der Türkei, Armeniens, des Irak, Katars, Kuwaits, der Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabiens und des Oman. Sie bekräftigten die Solidarität der EU mit der Region, verurteilten Angriffe und unterstützten die diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation der Spannungen, zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur Gewährleistung der Energieversorgungssicherheit.18. März 2026Präsidentin von der Leyen traf sich mit UN-Generalsekretär Guterres, um die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten, die Wahrung des Völkerrechts und die multilaterale Zusammenarbeit zu erörtern.17. April 2026Präsidentin von der Leyen nahm an der Videokonferenz zur Wiederherstellung des uneingeschränkten und dauerhaften Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus teil. Unterstützung der EU-Bürger*innen Die Sicherheit der europäischen Bürger*innen in der Region hat für die EU oberste Priorität. Die EU handelte rasch, um die vom Konflikt betroffenen Menschen bei der sicheren Rückkehr in ihre Heimat zu unterstützen. Mehr als 35 000 EU-Bürger*innen konnten sicher in ihre Heimatländer zurückgebracht werden. Weitere Zehntausende sind privat abgereist.Das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen der Europäischen Kommission hat die Mitgliedstaaten bei der Organisation von Rückholflügen unterstützt. Mithilfe des Katastrophenschutzverfahrens der Union: Über 92 Rückholflügewurden eingesetztMehr als 13 400 EU-Bürger*innenwurden sicher nachhause gebracht5 rescEU-Flügewurden eingesetzt Maßnahmen für die Gefahrenabwehr im Seeverkehr und den Energiebereich Die EU führt zwei Marineoperationen zur Sicherung der Seewege im Indischen Ozean und im Roten Meer durch: EUNAVFOR Atalanta und EUNAVFOR Aspides.Derzeit besteht kein unmittelbares Problem bei der Versorgungssicherheit. Das europäische Energiesystem ist dank Maßnahmen für eine diversifizierte Versorgung, Reserveaufbau und verbesserte Konnektivität gut gerüstet und krisenfest. Allerdings ist Europa weiterhin den weltweiten Preisschwankungen ausgesetzt. Als Reaktion darauf schlägt die Europäische Kommission befristete und gezielte Maßnahmen vor, um Soforthilfe zu leisten und gleichzeitig Strukturreformen bei den wichtigsten Komponenten der Strompreisgestaltung voranzutreiben. Dazu gehören die Ausweitung staatlicher Beihilfen, die Verbesserung der Netzeffizienz, die Senkung der Steuern auf Strom gegenüber denen auf fossile Brennstoffe sowie die Modernisierung des Emissionshandelssystems. Humanitäre Hilfe Angesichts der zunehmend schwierigen humanitären Lage im Libanon hat die EU umgehend zusätzliche Soforthilfe mobilisiert, darunter Nahrungsmittel, medizinische Ausrüstung, Unterkünfte sowie Freizeit- und Winterkleidung. Die Hilfe wird über humanitäre Partner wie das Welternährungsprogramm und UNICEF bereitgestellt.Die EU hat dem Libanon bereits 110 Mio. EUR zur Verfügung gestellt und mobilisiert nun im Rahmen ihres 1 Mrd. EUR schweren Pakets für den Zeitraum 2024-2027 weitere Mittel, um den dringendsten Bedarf vor Ort zu decken – durch Bargeldhilfen für 100 000 bedürftige Haushalte, Unterstützung für das Bildungswesen in Krisensituationen und medizinische Notfallmaßnahmen.UNICEF Reaktion der EU auf den Israel-Palästina-Konflikt Die EU verurteilte die gewaltsamen und willkürlichen Angriffe der Hamas auf ganz Israel vom 7. Oktober 2023 und bekräftigte ihre Solidarität mit Israel, wobei sie dessen Recht auf Selbstverteidigung im Rahmen des humanitären Völkerrechts hervorhob. Sie bekräftigte die Notwendigkeit, die Zivilbevölkerung jederzeit zu schützen, und äußerte sich besorgt über die humanitären Folgen der israelischen Militäroperationen und Zugangsbeschränkungen im Gazastreifen.Zudem begrüßte die EU die Waffenruhe und die Freilassung der Geiseln im Oktober 2025 und forderte alle Parteien auf, dieser Vereinbarung vollständig nachzukommen, einschließlich des Rückzugs Israels aus Gaza und des ungehinderten Zugangs für humanitäre Hilfe. Sie forderte die internationalen Akteure nachdrücklich auf, ihre Bemühungen um eine Zweistaatenlösung zu verstärken, bei der Israel und ein palästinensischer Staat innerhalb sicherer und anerkannter Grenzen friedlich koexistieren. Sie bedauerte die anhaltend katastrophale humanitäre Lage im Gazastreifen und forderte Israel auf, den sofortigen, ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe sowie deren nachhaltige Verteilung in großem Maßstab zu ermöglichen. Finanzielle Unterstützung Die EU stellte der Palästinensischen Behörde zwischen Juli 2024 und Februar 2025 Soforthilfe in Höhe von 400 Mio. EUR zur Verfügung.Ein vorgeschlagenes Mehrjahresprogramm im Umfang von 1,6 Mrd. EUR für den Zeitraum 2025-2027 soll den Wiederaufbau im Westjordanland, in Ostjerusalem und Gaza unterstützen. Dies umfasst eine direkte Finanzhilfe in Höhe von 620 Mio. EUR für die Palästinensische Behörde, die teilweise an Reformverpflichtungen geknüpft ist.Im Rahmen der Gebergruppe für Palästina wird die EU mit ihren Mitgliedstaaten und internationalen Partnern zusammenarbeiten, um politische Unterstützung für eine tragfähige künftige Regierungsführung eines Staates Palästina zu mobilisieren und die Umsetzung der Reformen zu fördern. Humanitäre Hilfe der EU für die palästinensische Bevölkerung Die EU ist seit mehr als zwei Jahrzehnten der größte internationale Geber für die palästinensische Bevölkerung und hat bereits humanitäre Hilfe in Höhe von über 1,25 Mrd. EUR bereitgestellt, davon mehr als 550 Mio. EUR alleine seit Oktober 2023. Ein Teil dieser Hilfe erfolgte über die humanitäre Luftbrücke der EU. Bisher wurden auf diesem Wege auf 81 Flügen mehr als 5 400 Tonnen lebenswichtiger Hilfsgüter transportiert.Durch das EU-Katastrophenschutzverfahren leistet die EU auch Hilfe über den Seekorridor von Zypern. In Zypern wurde ein EU-Logistikzentrum eingerichtet, um Hilfsgüter aus den EU-Mitgliedstaaten nach Gaza zu leiten. Seit 2024 wurden 451 Patient*innen gemeinsam mit 1 240 Angehörigen in die EU gebracht und dort medizinisch versorgt. 16. APRIL 2025More about the EU support to Palestinians - Factsheet Aktuelles 24. April 2026Statement by President von der Leyen with President Costa and President Christodoulides following the Informal meeting of Heads of State and Government of April 202617. April 2026EU presents first Action Plan under the Pact for the MediterraneanAlle anzeigen Links zum Thema Humanitäre Luftbrücke der EUDie EU und IsraelPalästina*Maßnahmen der EU zur Bekämpfung von AntisemitismusMaßnahmen der EU zur Bekämpfung des Hasses gegen Muslime Die Seite wurde zuletzt am 26 März 2026 aktualisiert.
Angesichts der zunehmend schwierigen humanitären Lage im Libanon hat die EU umgehend zusätzliche Soforthilfe mobilisiert, darunter Nahrungsmittel, medizinische Ausrüstung, Unterkünfte sowie Freizeit- und Winterkleidung. Die Hilfe wird über humanitäre Partner wie das Welternährungsprogramm und UNICEF bereitgestellt.Die EU hat dem Libanon bereits 110 Mio. EUR zur Verfügung gestellt und mobilisiert nun im Rahmen ihres 1 Mrd. EUR schweren Pakets für den Zeitraum 2024-2027 weitere Mittel, um den dringendsten Bedarf vor Ort zu decken – durch Bargeldhilfen für 100 000 bedürftige Haushalte, Unterstützung für das Bildungswesen in Krisensituationen und medizinische Notfallmaßnahmen.UNICEF
24. April 2026Statement by President von der Leyen with President Costa and President Christodoulides following the Informal meeting of Heads of State and Government of April 2026