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Europäische Kommission

Kommission schlägt neue Maßnahmen zur Bekämpfung von grenzüberschreitender Kriminalität und Terrorismus vor

  • Presseartikel
  • 24. Juni 2026
  • Generaldirektion Kommunikation
  • Lesedauer: 2 Min

 

Die Europäische Kommission hat Maßnahmen vorgeschlagen, um die Reaktion der EU auf ein sich wandelndes kriminelles Umfeld zu stärken, das immer ausgefeilter, internationaler und digitaler wird. Um Kriminalität wirksam bekämpfen zu können, müssen Polizei, Zoll, Staatsanwaltschaften und Gerichte vom Beginn der Ermittlungen bis zum endgültigen Urteil eng zusammenarbeiten. 

Besonders wichtig für die Reaktion der EU auf organisierte grenzüberschreitende kriminelle Netze, Terroristen und feindselige Akteure sind die EU-Agenturen Europol und Eurojust. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, die Kapazitäten und die Rolle dieser Agenturen zu stärken, um Kriminalität besser zu bekämpfen, Straftäter wirksamer strafrechtlich zu verfolgen und die Bürgerinnen und Bürger der EU besser zu schützen. 

Europol – Unterstützung der EU-Länder bei der Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität 

Mit den neuen Vorschriften wird sichergestellt, dass Europol die Mitgliedstaaten besser unterstützen kann – insbesondere durch: 

  • einen automatisierten und schnelleren Informationsaustausch, der bei Ermittlungen eine Zusammenarbeit in Echtzeit ermöglicht 
  • die Einrichtung von Europol-Unterstützungsbüros, die mit ehemaligen Europol-Bediensteten besetzt sind und den Mitgliedstaaten eine größere operative Unterstützung bieten  
  • die Einrichtung eines Technologie- und Innovationszentrums, das einen EU-weiten Überblick über den Fähigkeitsbedarf für die Strafverfolgung liefert 
  • eine engere Zusammenarbeit mit EU-Agenturen und -Einrichtungen wie Eurojust und der Europäischen Staatsanwaltschaft sowie eine verstärkte internationale Zusammenarbeit mit Partnerländern zur gemeinsamen Bekämpfung der globalen grenzüberschreitenden Kriminalität 

Eurojust – Unterstützung von Staatsanwältinnen und-anwälten und Justizbehörden  

Die neuen Vorschriften werden die Kapazitäten von Eurojust durch folgende Maßnahmen stärken: 

  • stärkere operative Unterstützung von Eurojust bei der Ermittlung von Verbindungen zwischen Fällen auf eigene Initiative 
  • Ausweitung des Mandats von Eurojust auf neue Kriminalitätsbereiche wie Cyberkriminalität oder geschlechtsspezifische Gewalt 
  • bessere Entscheidungsfindung durch flexiblere Verfahren und schnelleres Handeln in dringenden und komplexen Fällen  
  • engere Zusammenarbeit mit Europol und der Europäischen Staatsanwaltschaft  
  • stärkere internationale Zusammenarbeit mit Drittländern 

Diese Maßnahmen sollen die Zusammenarbeit und Komplementarität zwischen den EU-Agenturen und den nationalen Behörden, einschließlich Polizei, Zoll und Gerichten, verbessern. 

Die Kommission schlägt unter anderem vor, die Europäische Ermittlungsanordnung zu aktualisieren, ein schnelles und standardisiertes Verfahren für die grenzüberschreitende Erhebung von Beweismitteln aus anderen Mitgliedstaaten in Strafsachen, und so ihre Anwendung zu erleichtern. 

Zudem wird eine neue Europäische Anordnung zur Fernteilnahme eingeführt, die es Verdächtigen, beschuldigten Personen und Opfern ermöglichen soll, aus der Ferne aus einem anderen Mitgliedstaat an Gerichtsverhandlungen in Strafsachen teilzunehmen.   

Mehr zum Thema 

Fragen und Antworten 

Factsheet zum neuen Mandat von Europol 

Factsheet zum neuen Mandat von Eurojust 

Strategie für die innere Sicherheit „ProtectEU“ 

Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen (Eurojust) 

Über Europol – Europa sicherer machen 

Pressemitteilung: Kommission stärkt Europol und Eurojust bei der Bekämpfung von grenzüberschreitender Kriminalität und Terrorismus  

 

 

 

 

 

Datum der Veröffentlichung
24. Juni 2026
Autor
Generaldirektion Kommunikation