In den letzten fünf Jahren hat die EU Fortschritte bei der Bekämpfung von Rassismus erzielt, insbesondere durch den Abbau von Hindernissen, die durch rassistische Diskriminierung entstehen, und durch die Einbeziehung von Maßnahmen gegen Rassismus in alle einschlägigen Politikbereiche der EU. Allerdings bestehen weiterhin Probleme. Aus einer kürzlich durchgeführten EU-Umfrage geht hervor, dass zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger rassistische Diskriminierung in ihren Ländern nach wie vor als weitverbreitetes Problem wahrnehmen. Die Europäische Kommission hat nun eine Strategie zur Bekämpfung aller Formen von Rassismus vorgelegt, um ein Europa zu schaffen, in dem sich alle entfalten können. Die neue Strategie baut auf dem EU-Aktionsplan gegen Rassismus 2020-2025 auf. Ihr Ziel besteht darin, die Umsetzung und Durchsetzung bestehender EU-Antidiskriminierungsvorschriften zu stärken, indem die Richtlinie zur Anwendung des Gleichbehandlungsgrundsatzes ohne Unterschied der Rasse aus dem Jahr 2000 überarbeitet wird und gegebenenfalls strengere Sanktionen in Betracht gezogen werden, die Vorschriften zur Bekämpfung von Hetze und Hasskriminalität verschärft und die Rechte der Opfer durch EU-Gesetze gewährleistet werden, die Gleichbehandlungsstellen in den EU-Ländern bei ihrer Arbeit unterstützt werden. Außerdem wird die Strategie zum Abbau von Hindernissen und zur Förderung von Inklusion in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Gesundheitsversorgung und Wohnraum beitragen. Die Kommission hat vorgeschlagen, eine EU-weite Kampagne zur Gleichstellung durchzuführen, um die Bürgerinnen und Bürger zu sensibilisieren und einzubeziehen,Initiativen für einen gleichberechtigten Zugang fortzusetzen, z. B. durch die Unterstützung der EU-Länder bei der Beseitigung von Vorurteilen in der Gesundheitsversorgung und der Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigungsmöglichkeiten, eine Studie durchzuführen, um die Risiken zu bewerten und Lösungen für die Verbesserung der Wohnverhältnisse der am stärksten gefährdeten Gruppen zu ermitteln. Darüber hinaus wird sich die Strategie auf den Aufbau von Partnerschaften gegen Rassismus auf allen Ebenen der Gesellschaft konzentrieren, indemdie Arbeit der Koordinatorin für die Bekämpfung von Rassismus fortgeführt wird, um den konstruktiven Dialog und die Interaktion zwischen den EU-Organen, den EU-Ländern, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft zu fördern, Organisationen der Zivilgesellschaft, die sich gegen Rassismus einsetzen, verstärkt unterstützt werden.Mithilfe dieser Initiativen wird die EU-Strategie gegen Rassismus 2026-2030 allen Formen von Rassismus entgegenwirken, einschließlich Rassismus gegenüber Schwarzen, Antiziganismus, Antisemitismus, Rassismus gegenüber Asiaten und Hass gegenüber Muslimen. Die Europäische Kommission wird die Umsetzung der Strategie überwachen und eine Halbzeitüberprüfung zur Bewertung der erzielten Fortschritte vorlegen. Mehr zum ThemaEU-Strategie gegen Rassismus 2026-2030 Bericht über die Umsetzung des EU-Aktionsplans gegen Rassismus Die Menschen unterstützen, unsere Gesellschaften und unser Sozialmodell stärken Pressemitteilung: Einrichtung einer echten Union der Gleichheit: Kommission legt neue Strategie gegen Rassismus vor Einzelheiten Datum der Veröffentlichung20. Januar 2026AutorGeneraldirektion Kommunikation