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Europäische Kommission

Erstmals Pläne zur Erschließung des Potenzials von Inseln und Küstengemeinden in der EU

  • Presseartikel
  • 10. Juni 2026
  • Generaldirektion Kommunikation
  • Lesedauer: 2 Min
Aerial view of Jardim do Mar village in Madeira
Jardim do Mar, Madeira

 

Rund 17 Mio. Menschen leben auf 4 000 Inseln in der EU, während 95 Mio. Menschen – ein Fünftel der EU-Bevölkerung – an den Küsten von 22 EU-Ländern leben. Beide Gemeinschaften sind für unsere Wirtschaft unerlässlich, stehen jedoch vor zahlreichen Herausforderungen, darunter Klimawandel, wirtschaftliche Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum sowie Übertourismus. Zum ersten Mal hat die Europäische Kommission maßgeschneiderte Strategien zur Unterstützung beider Arten von Gebieten und zur Erschließung deren Potenzials vorgelegt.  

Inseln 

Die meisten EU-Inseln haben einzigartige Gegebenheiten und Herausforderungen wie geografische Isolation, eingeschränkte Anbindung, hohe Transportkosten, kleine Märkte und Bevölkerungsrückgang. 

Zur Bewältigung dieser Herausforderungen wird in der Strategie Folgendes vorgeschlagen: 

  • Förderung des Unternehmertums, Diversifizierung der lokalen Wirtschaft, nachhaltiger Tourismus und Digitalisierung sowie Schließung von Konnektivitätslücken
  • Vorantreiben der Dekarbonisierung, der Nutzung erneuerbarer Energien, der Anpassung an den Klimawandel und des Schutzes der biologischen Vielfalt
  • Stärkung der öffentlichen Dienste, der Gesundheitsversorgung, des Wohnraums, des Bildungswesens und der sozialen Inklusion, um den Bevölkerungsrückgang umzukehren und junge Menschen im Land zu halten
  • Stärkung der Krisenfestigkeit bei Naturkatastrophen im Zusammenhang mit der Klimakrise, maritimen Risiken und anderen neu auftretenden Bedrohungen 

Mit der Strategie wird ein regelmäßiger Dialog zwischen den EU-Organen und Vertretern der Interessen der Inseln gefördert. 

Küstengemeinschaften 

Die Küstengemeinden Europas sind unmittelbar von Klimawandel, dem Verlust an biologischer Vielfalt in Meeres- und Küstengebieten und der Meeresverschmutzung betroffen. Sie sind auch mit zusätzlichen Belastungen konfrontiert, darunter ungleichmäßiger Tourismus, Mangel an erschwinglichem Wohnraum, Saisonabhängigkeit der Wirtschaftstätigkeit und begrenzte Beschäftigungsmöglichkeiten. 

Zur Bewältigung dieser Herausforderungen konzentriert sich die Strategie auf drei Prioritäten: 

  • Wohlstand: Förderung einer dynamischen, wettbewerbsfähigen und diversifizierten blauen Wirtschaft, Förderung von Innovation und neuen Geschäftsmodellen sowie Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze
  • Krisenfestigkeit: Verbesserung der Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel und an umfassendere ökologische, wirtschaftliche, soziale und sicherheitspolitische Herausforderungen, beispielsweise durch die Initiative „OceanEye
  • Lebensfähigkeit: Förderung lebendiger, inklusiver und attraktiver Orte, an denen Menschen aller Altersgruppen gut leben können, während die maritime Kultur, das maritime Erbe und die lokale Identität erhalten bleiben 

Im Mittelpunkt der Strategie stehen maßgeschneiderte Lösungen unter lokaler Leitung, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Küstengemeinden – von abgelegenen Fischereidörfern bis hin zu großen Hafenstädten – Rechnung tragen. 

Die beiden Strategien ergänzen und unterstützen einander, um gemeinsamen Belastungen zu begegnen und gleichzeitig den einzigartigen Gegebenheiten von Inseln und Küstengemeinden Rechnung zu tragen. 

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Strategie für Küstengemeinden  

Pressemitteilung: Kommission stellt erste EU-Strategien für Inseln und Küstengemeinden vor

Datum der Veröffentlichung
10. Juni 2026
Autor
Generaldirektion Kommunikation