Europas Plan gegen den Krebs
Europas Plan gegen den Krebs ist eine politische Kampfansage an den Krebs und ein weiterer Schritt hin zu einer starken europäischen Gesundheitsunion und einer sichereren, besser gerüsteten und krisenfesteren EU.
2024 wurde bei 2,7 Millionen Menschen in der EU Krebs diagnostiziert. Weitere 1,3 Millionen Menschen starben an der Krankheit, darunter über 2 000 junge Menschen. Wenn wir jetzt nicht entschlossen handeln, wird es bis 2035 rund 24 % mehr Krebsfälle geben, womit die Krankheit zur häufigsten Todesursache in der EU avancieren könnte.
Maßnahmen im Rahmen von Europas Plan gegen den Krebs werden durch verschiedene Finanzierungsprogramme unterstützt, darunter EU4Health, Horizont Europa und Digitales Europa.
Gemeinsam können wir hinarbeiten auf:
- eine „Generation Rauchfrei“: bis 2040 soll der Anteil der Raucher*innen an der Gesamtbevölkerung unter 5 % fallen
- einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol im Einklang mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (Verringerung des schädlichen Alkoholkonsums um mindestens 10 % bis 2025); außerdem Verringerung der Exposition junger Menschen gegenüber Alkoholwerbung
- eine saubere Umwelt, indem die EU ihre Luftqualitätsnormen den Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation angleicht und die Exposition gegenüber krebserzeugenden Stoffen und schädlicher Strahlung reduziert
- eine besser informierte Öffentlichkeit zur Förderung einer gesünderen Lebensweise

Im Juni 2024 wurde eine neue Empfehlung angenommen, um die Mitgliedstaaten bei der Krebsvorsorge zu unterstützen, vor allem in Bezug auf Impfungen. Als Teil von Europas Plan gegen den Krebs, einem Grundpfeiler der Europäischen Gesundheitsunion, sollen die Impfzahlen bei zwei wichtigen Impfungen gegen Virusinfektionen gesteigert werden, die Krebs verursachen können: Humane Papillomviren (HPV) und das Hepatitis-B-Virus (HBV). Außerdem sollen die Impfquoten besser überwacht werden.
Ziele des Plans gegen den Krebs für 2030
Verbesserung der Früherkennung von Krebs
Krebsvorsorge durch Früherkennung kann Menschenleben retten. Diese steht jedoch nicht allen gleichermaßen offen.
So kommen je nach EU-Land unterschiedlich viele Krebsgefährdete bei der Vorsorge zum Zuge: Die Zahlen schwanken zwischen
Mit dem im Dezember 2022 angenommenen neuen Ansatz für das Krebsscreening wird die Kommission die Mitgliedstaaten dabei unterstützen, 90 % der EU-Bürger*innen, die für Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs-Screenings infrage kommen, ein solches Screening anzubieten. Mit der Empfehlung wird zudem vorgeschlagen, das populationsbezogene systematische Krebsscreening auf Lungen-, Prostata- und unter bestimmten Umständen auch auf Magenkrebs auszuweiten, nachdem weitere Forschungsergebnisse vorliegen.
Alle sollten das gleiche Recht auf hochwertige Versorgung, Diagnose und Behandlung sowie gleichberechtigten Zugang zu Arzneimitteln haben – Überlebenschancen sollten standortunabhängig sein.
Die Brustkrebs-Überlebensraten in den einzelnen Ländern variieren jedoch um bis zu 20 %, und die 5-Jahres-Überlebensrate bei Darmkrebs reicht von 49 % bis 68 %.
Der europäische Plan zur Krebsbekämpfung sieht die Schaffung einer EU-Plattform zur Verbesserung des Zugangs zu Krebsarzneimitteln und ein fachübergreifendes Schulungsprogramm, das in mehr als 100 Krebszentren in der gesamten EU umgesetzt wird, vor.
Die Kommission plant zudem, die digitalen Fähigkeiten von Krebszentren zu stärken. Dazu gehört auch die Ausweitung des Einsatzes von Lösungen der medizinischen Fernversorgung und Fernkontrolle durch eine neue Initiative, eCAN Plus, die im Juni 2025 auf den Weg gebracht wurde.

Verbesserung der Lebensqualität von Krebsleidenden und Überlebenden
Schätzungen zufolge leben über 12 Millionen Krebsüberlebende in Europa, darunter rund 300 000 Menschen, die im Kindesalter eine Krebserkrankung überlebt haben. Dies verdanken wir Fortschritten bei der Früherkennung, wirksamen Therapien und unterstützender Betreuung.
Dank Fortschritten bei Früherkennung, Therapiewirksamkeit und unterstützender Pflege und Betreuung sind die Chancen, eine Krebserkrankung zu überleben, erheblich gestiegen.
darunter etwa 300 000 Überlebende von Krebserkrankungen im Kindesalter
Optimismus ist also angebracht – ebenso jedoch eine angemessene Nachsorge und Zugang zum Sozialschutz.
Leitinitiativen
- Wissenszentrum für Krebs
- Gleiches Recht auf Krebsdiagnostik und Behandlung
- EU-Initiative zu bildgebenden Verfahren bei Krebs
- EU-Initiative zur Krebsforschung
- Beseitigung von Krebsformen, die durch Humane Papillomviren ausgelöst werden
- Initiative „Besseres Leben für Krebskranke“
- EU-Programm zur Krebsfrüherkennung
- Register der Ungleichheiten in der Krebsbekämpfung
- EU-weites Netz von Krebszentren
- Initiative für krebskranke Kinder
- Neue Expertennetze (für bereichsübergreifende Themen der Krebsforschung)
Dokumente
- 4. FEBRUAR 2025
- 22. MAI 2024
- 2. FEBRUAR 2022
- 31. JANUAR 2022
- 5. FEBRUAR 2021
- 3. FEBRUAR 2021
- български(456.2 KB - HTML)
- español(362.09 KB - HTML)
- čeština(352.29 KB - HTML)
- dansk(349.71 KB - HTML)
- eesti(343.55 KB - HTML)
- ελληνικά(463.84 KB - HTML)
- English(339.46 KB - HTML)
- français(372.65 KB - HTML)
- hrvatski(344.11 KB - HTML)
- italiano(359.9 KB - HTML)
- latviešu(352.56 KB - HTML)
- lietuvių(355.52 KB - HTML)
- magyar(370.12 KB - HTML)
- Malti(363.33 KB - HTML)
- Nederlands(358.24 KB - HTML)
- polski(366.44 KB - HTML)
- português(358.78 KB - HTML)
- română(370.3 KB - HTML)
- slovenčina(361.02 KB - HTML)
- slovenščina(347.3 KB - HTML)
- suomi(352.2 KB - HTML)
- svenska(346.13 KB - HTML)
- 3. FEBRUAR 2021
- English(5.95 KB - HTML)
- français(HTML)
Links zum Thema
Die Seite wurde zuletzt am 24 April 2026 aktualisiert.