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Überblick
Seit Kriegsbeginn greift Russland systematisch die zivile Energieinfrastruktur der Ukraine an. Dadurch haben Millionen von Ukrainerinnen und Ukrainern nur eingeschränkt Zugang zu Strom.
Durch die Energieengpässe kann die ukrainische Bevölkerung nicht mit grundlegenden Diensten wie Heizung und fließendem Wasser versorgt werden. Das betrifft viele schutzbedürftige Menschen.
Die EU-Kommission setzt sich für die Sicherung der Energieversorgung in der Ukraine ein. So hat sie nicht nur die unmittelbaren Bedürfnisse der Bevölkerung im Blick, sondern will das ukrainische Energiesystem durch Investitionen auch langfristig stärken.
Die EU wird nicht zulassen, dass die Ukraine sich Russland unterwirft, weil sie befürchtet, ihre Bevölkerung könnte erfrieren. Sie wird den Ukrainerinnen und Ukrainern weiterhin und so lange wie nötig den Rücken stärken.

Deckung des unmittelbaren Energiebedarfs
Am 24. Februar 2026 kündigte die Kommission ein 922 Mio. EUR schweres Paket zur Unterstützung der Ukraine im Winter 2026/2027 an. Damit soll entscheidende Hilfe in den Bereichen Energieerzeugung, Netzstabilität, Energieeffizienz und Wärmeversorgung geleistet werden.
Im Winter 2025/2026 hatte die EU mit 977 Mio. EUR dazu beigetragen, den dringenden Energiebedarf der Ukraine zu decken.
Im Januar 2026 hat die Kommission 447 Notstromaggregate im Wert von 3,7 Mio. EUR aus den strategischen Reserven der EU geliefert, um Krankenhäuser, Notunterkünfte und kritische Dienste in der Ukraine wieder mit Strom zu versorgen. Dies folgte auf die unerbittlichen russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur, nach denen mehr als eine Million Ukrainerinnen und Ukrainer bei eisigen Temperaturen von -20 °C keinen Strom, kein Wasser und keine Heizung mehr hatten.
Darüber hinaus hat die Kommission zusammen mit der Europäischen Investitionsbank weitere 50 Mio. EUR für den staatlichen ukrainischen Energiekonzern Naftogaz bereitgestellt. Im härtesten Winter seit Kriegsbeginn werden die Gelder dazu beitragen, die Wärme- und Energieversorgung für Haushalte, kritische Dienste und Unternehmen in der ganzen Ukraine sicherzustellen.
Im August 2025 hat die Kommission eine Garantievereinbarung mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) unterzeichnet, die 500 Mio. EUR für die Energieversorgung der Ukraine im Winter vorsieht. Die Finanzierung dient dem Auffüllen der erschöpften Gasreserven des Landes nach den russischen Angriffen auf Gaserzeugungs- und -verarbeitungsanlagen.
Für die Energieversorgung der Ukraine im Winter 2024/2025 stellte die EU knapp 160 Mio. EUR zur Verfügung. Davon flossen 60 Mio. EUR als humanitäre Hilfe in Notunterkünfte und Heizgeräte und rund 100 Mio. EUR in Reparaturarbeiten und erneuerbare Energien.
Um das Energiesystem der Ukraine zu entlasten, hat die EU das Land zudem mit
- über 11 000 Stromaggregaten,
- über 7 000 Transformatoren,
- 6 Autotransformatoren,
- Tausenden elektrischen Komponenten
- und Millionen von LED-Lampen ausgerüstet.
Langfristige Sicherung der Energieversorgung
Die Kommission hat im Februar 2025 ein Maßnahmenpaket vorgelegt, um die Ukraine schrittweise in den EU-Energiemarkt zu integrieren und ihr Energiesystem insgesamt widerstandsfähiger zu machen. Die Maßnahmen sollen Folgendes bewirken:
Im Dezember 2025 hat die Kommission ein komplettes Wärmekraftwerk von Litauen in die Ukraine geliefert. Es stellt kritische Energiekapazitäten wieder her und stärkt unmittelbar das ukrainische Netz. Das Kraftwerk kann etwa eine Million Menschen mit Strom versorgen.
Das ukrainische Stromnetz wurde im März 2022 mit dem kontinentaleuropäischen Netz synchronisiert. Das hat den Export von Strom aus der EU in die Ukraine ermöglicht.
Die Seite wurde zuletzt am 21 August 2026 überprüft.