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Europäische Kommission

Nachhaltige Tierhaltung auf solider Grundlage

  • Presseartikel
  • 7. Juli 2026
  • Generaldirektion Kommunikation
  • Lesedauer: 2 Min
Dairy farm

 

In der Tierhaltung sind EU-weit rund sieben Millionen Menschen beschäftigt, oft in Gebieten mit wenigen anderen wirtschaftlichen Möglichkeiten. Die Branche erwirtschaftet jährlich 400 Mrd. EUR. Geringe Rentabilität bei steigenden Kosten, sich verändernde Marktbedingungen und Ausbrüche von Tierseuchen setzen die Branche jedoch unter Druck. Mit einer neuen Tierhaltungsstrategie will die EU-Kommission Landwirtinnen und Landwirten dabei helfen, solche Herausforderungen langfristig und nachhaltig zu bewältigen. 

Landwirtschaftsbetriebe sollen weniger auf Importe und mehr auf heimische Ressourcen zurückgreifen. Zudem sollen die Emissionen gesenkt, die Lebensmittelsicherheit weiter gewährleistet und der Tierschutz verbessert werden. Um dies zu erreichen, sieht die Strategie fünf Prioritäten vor: 

  • Krisenfest. Risiken mithilfe neuer Risikomanagementinstrumente verringern und dafür sorgen, dass Landwirtinnen und Landwirte sich nach einer Krise schneller erholen können. Die EU-Länder bei der Bewältigung von Tierseuchen unterstützen, indem Prävention und Früherkennung verbessert und ein frühzeitiges Eingreifen ermöglicht werden.  
  • Wettbewerbsfähig in der EU und weltweit. Die Rentabilität und den Einsatz von Innovationen erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit stärken. Prüfen, inwiefern der Zugang zu Finanzmitteln den Ausstieg aus der Käfighaltung erleichtern und sich positiv auf Genehmigungsverfahren, Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie und Biomassenverwertung auswirken kann. Ein faires Einkommen für Landwirtinnen und Landwirte sicherstellen. 
  • Nachhaltig. Bessere Tierschutzmaßnahmen einführen, indem die Vorschriften für Legehennen, Küken und Schweine gezielt überarbeitet werden, verbunden mit angemessenen Übergangsfristen und finanzieller Unterstützung. Einheitliche Ansätze erarbeiten, um die Emissionen aus der Tierhaltung seitens der Landwirtschaftsbetriebe zu berechnen, den Klimaschutz zu verschärfen und das Nährstoffmanagement zu optimieren.  
  • Geeignet für alle Landwirtschaftsbetriebe und Regionen. Gemeinsam mit den EU-Ländern einen Plan ausarbeiten, um in besonders betroffenen Regionen wieder eine nachhaltige Tierhaltung zu etablieren. Einen Fahrplan für kleine und/oder mobile Schlachthöfe aufstellen, um die Zahl der Tiertransporte zu verringern und die lokale Wirtschaft wiederzubeleben.    
  • Erstklassig. Die Erstklassigkeit europäischer Tierprodukte durch eine deutlichere Kennzeichnung der EU-Herkunft und Anerkennung der Qualität besser und angemessener hervorheben.  

Die Tierhaltungsstrategie umfasst auch einen Proteinaktionsplan. Dieser soll sicherstellen, dass das Angebot an proteinreichen Pflanzen aus heimischem Anbau erweitert und stärker genutzt wird. 2025 stammten nämlich nur 25 % der in der EU an Tiere verfütterten Ölsaaten und Eiweißpflanzen aus Europa. Der Plan zielt darauf ab, den Anteil bis 2035 auf 35 % zu erhöhen.  

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Fragen und Antworten 

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Datum der Veröffentlichung
7. Juli 2026
Autor
Generaldirektion Kommunikation