Jungen Menschen mehr Mitsprache bei der Politikgestaltung der EU geben
Wie von Präsidentin von der Leyen in ihren politischen Leitlinien angekündigt, hat die Kommission den Jugendbeirat der Präsidentin eingerichtet.
Er berät die Präsidentin in Bezug auf für junge Menschen relevante Themen, vermittelt ihre Sichtweisen zu den von der Kommission entwickelten politischen Maßnahmen und rückt junge Menschen in den Mittelpunkt der EU-Politikgestaltung.
Am 22. Juli 2026 trafen sich junge Vertreter*innen aus der gesamten EU sowie Beobachter*innen aus Bewerberländern und potenziellen Bewerberländern mit der Kommissionspräsidentin, um die künftigen jugendpolitischen Prioritäten für die Zeit nach 2027 zu erörtern.
Diese zweite Sitzung fand nach der Veröffentlichung des Berichts des Sonderausschusses für die Online-Sicherheit von Kindern statt, an dem die Mitglieder des Jugendbeirats teilnahmen und ihre Empfehlungen einbrachten.

So funktioniert’s
Im Jugendbeirat der Präsidentin kommen mehr als 30 junge vertretende Mitglieder zusammen: je ein vertretendes Mitglied aus den einzelnen nationalen Jugendräten der Mitgliedstaaten, ein vertretendes Mitglied des Europäischen Jugendforums sowie Beobachter*innen aus den Bewerberländern und potenziellen Bewerberländern für den EU-Beitritt.
Sie treffen sich mit der Präsidentin, um sich über Themen auszutauschen, die junge Menschen erheblich betreffen.
Die erste Sitzung des Jugendbeirats fand am 3. Dezember 2025 statt und befasste sich mit Online-Sicherheit und digitales Wohlergehen. Die Teilnehmenden erörterten die Social-Media-Nutzung durch junge Menschen, die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken, einschließlich der Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, sowie neue Trends und das digitale Volljährigkeitsalter.
Warum ist das wichtig?
Für die Kommission stehen junge Menschen im Mittelpunkt ihres Handelns. Wir wollen ihre Position stärken, indem wir ihnen größere Freiheiten, mehr Chancen und größere Verantwortung innerhalb unserer Gesellschaften geben. Ihre Stimmen müssen unbedingt gehört werden, damit ihre Lebenserfahrungen und ihre Sichtweisen in unsere Arbeit einfließen können.
Über den Jugendbeirat stehen junge Menschen nun in einem direkten Dialog mit der Kommissionspräsidentin. Dies stellt junge Bürger*innen in den Mittelpunkt unserer Demokratie und stellt sicher, dass die EU-Politik ihre Hoffnungen und Anliegen widerspiegelt.
Wie wir den Stimmen junger Menschen Gehör verschaffen
Der Jugendbeirat der Präsidentin baut auf der Arbeit früherer Initiativen auf, die das Ziel verfolgten, junge Menschen aktiv in die Politikgestaltung der EU einzubeziehen.
Alle Kommissionsmitglieder organisieren jährlich einen jugendpolitischen Dialog, wodurch sie überall in der EU mit jungen Menschen zusammenkommen, um sich über Themen wie Wohnraum, Klima, Kompetenzen und Gesundheit auszutauschen. Diese Dialoge bieten jungen Menschen die Möglichkeit, direkt mit Entscheidungsträgern zu sprechen und sicherzustellen, dass ihre Stimmen bei der Politikgestaltung berücksichtigt werden.
Die Kommission hat zudem einen „Jugendcheck“ eingeführt, mit dem die Auswirkungen von EU-Politikmaßnahmen auf junge Menschen in der Entwurfsphase bewertet werden und dafür gesorgt wird, dass deren Bedürfnisse und Perspektiven von Anfang an berücksichtigt werden.
Die Seite wurde zuletzt am 24 Juli 2026 aktualisiert.
