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Europäische Kommission

Waldbrände

Überblick

Da in Europa immer mehr Waldbrände auftreten, arbeitet die EU Hand in Hand mit den EU-Ländern, um

  • Risiken zu vermeiden und zu verringern
  • die Waldbrandsituation zu überwachen und Vorsorgemaßnahmen zu treffen
  • auf Notfälle zu reagieren
  • die Erholung nach Bränden zu unterstützen

Waldbrände auf dem Vormarsch

Als Reaktion darauf verstärkt die EU ihre Bemühungen, um Menschenleben, Wohnraum und die Natur zu schützen. 

Sommer 2026: Waldbrandvorsorge in Europa auf Rekordniveau

Während der gesamten Waldbrandsaison im Sommer 2026 entsandte die EU zusätzliche Feuerwehrleute, Löschflugzeuge und Katastrophenfachleute in Krisengebiete. Dadurch konnten die Länder bei Überlastung ihrer nationalen Kapazitäten schneller reagieren.

777 Feuerwehrleute aus 14 Ländern wurden
vorsorglich in Hochrisikogebieten in 6 Ländern stationiert
22  Löschflugzeuge
und 5 Hubschrauber aus der EU-Flotte unterstützten betroffene Länder
21  zertifizierte Teams 
standen bereit, um europaweit einzugreifen

Was unternimmt die EU gegen die Waldbrände?

Gemeinsam das schützen, was uns wichtig ist

Waldbrände kennen keine Grenzen. Gemeinsame Regeln und gemeinsames Handeln sind daher umso wichtiger. Die EU steht den Bürgerinnen und Bürgern in Krisenzeiten zur Seite und bündelt Ressourcen, Fachwissen und Hilfskräfte dort, wo sie am dringendsten benötigt werden. Sie unterstützt die Mitgliedstaaten während des gesamten Zyklus des Waldbrandrisikomanagements: Prävention und Risikominderung, Vorsorge und Überwachung, Notfalleinsätze und Unterstützung der Erholung. 

Maßnahmen zum Schutz der Wälder in der EU vor Bränden 

Europa ergreift Maßnahmen, um Waldbrände zu verhindern und die Widerstandsfähigkeit von Wäldern und Landschaften zu verbessern

Europa arbeitet zusammen, um die Menschen zu schützen und zu reagieren, wenn die nationalen Kapazitäten durch Waldbrände überlastet sind

Schon gewusst?

  • Durch Waldbrände werden in der EU jedes Jahr Kosten von rund 2,5 Mrd. EUR verursacht, und durchschnittlich 45 000 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen, während zugleich riesige Landflächen zerstört werden. Deshalb hilft die EU den Mitgliedstaaten dabei, Waldbrände besser zu antizipieren, Vorbeitungsmaßnahmen zu treffen und im akuten Fall zu reagieren.  

Neue Strategie zur besseren Bekämpfung der zunehmenden Waldbrandgefahr (2026) 

Angesichts der wachsenden Bedrohung durch immer schlimmere Waldbrände stellte die Kommission im März 2026 ein neues integriertes Konzept für das Waldbrandrisikomanagement vor. Dieses Konzept, das mit der Strategie für eine Union der Krisenvorsorge in Einklang steht, bietet Orientierungshilfe für bessere Prävention, Bereitschaft, Reaktion und Schadensbehebung bei Waldbränden.  

  1. Risiken vermeiden und verringern
    Verringerung der Risiken durch bessere Land- und Waldbewirtschaftung, Wiederherstellung der Natur, Sensibilisierung der Öffentlichkeit und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Landschaften.
  2. Krisenvorsorge: Daten, Schulungen, Einsätze in Hochrisikoregionen
    Verbesserung der Risikobewertung, Auswertung von Daten, Schulungen, Vorabverlegung von Einsatzkräften und Bereitstellung operativer Kapazitäten in Gebieten mit hohem Waldbrandrisiko.
  3. Reaktion: Ausbau der Brandbekämpfungskapazitäten
    Schaffung der Voraussetzungen dafür, dass Feuerwehrleute, Flugzeuge, Fachleute und andere Ressourcen schnell mobilisiert werden können.
  4. Schadensbehebung: bessere Wiederherstellung zur Stärkung der Resilienz
    Bewertung von Schäden und Unterstützung der Wiederherstellung und des Wiederaufbaus im Hinblick darauf, das künftige Waldbrandrisiko zu verringern und die Resilienz zu verstärken.

Frühwarnsysteme und Satellitenüberwachung zur Erkennung von Waldbränden 

Die EU unterstützt die Mitgliedstaaten mit Tools, Leitlinien und Wissen, um Waldbrandrisiken zu ermitteln, die Bewirtschaftung von Landschaften und Wäldern zu verbessern und Brände frühzeitig zu erkennen. 

Um gefährliche Situationen früher zu erkennen und die Feuerwehr besser über die Ausbreitung von Bränden zu informieren, nutzt die EU 

Schon gewusst?

  • KI-gestützte Waldbrandmodellierung:  Es werden neue Fähigkeiten für ein standardisiertes Modell zur Risikobewertung auf gesamteuropäischer Ebene entwickelt, um bewährte Verfahren zur Verringerung von Brandrisiken zu ermitteln und die Resilienz der Landschaften zu erhöhen. Außerdem setzt die Kommission die Entwicklung KI-gestützter Waldbrandmodellierungsinstrumente fort, die die Entscheidungsfindung unterstützen sollen.

Reaktion auf Waldbrände

Um im Ernstfall die Bekämpfung von Waldbränden – von der Bündelung von Ressourcen bis hin zum aktiven Ressourceneinsatz – zu unterstützen, stellt die EU verschiedene Instrumente bereit: 

  • Über das Katastrophenschutzverfahren der Union kann jedes Land, das Unterstützung bei der Bekämpfung von Waldbränden in Europa und darüber hinaus benötigt, Soforthilfe anfordern. So bringt die EU Ressourcen, Fachwissen und Einsatzkräfte vor Ort zusammen, um Menschenleben, Gemeinschaften und die Umwelt zu schützen.

  • Das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen nutzt meteorologische und wissenschaftliche Analysen, um rund um die Uhr Risiken zu überwachen und Einsätze zu unterstützen. Dabei stimmt es sich mit den nationalen Katastrophenschutzbehörden ab.

  • Der Europäische Katastrophenschutz-Pool hilft dabei, eine schnellere, besser koordinierte und wirksamere europäische Reaktion zu gewährleisten.

  • rescEU – die strategische Reserve der EU – leistet den EU-Ländern wichtige Unterstützung durch Kapazitäten zur Brandbekämpfung aus der Luft.