Was die EU tut Epidemien, Unwetter, Waldbrände, Erdbeben: Die EU spielt eine wichtige Rolle bei der Koordinierung von Katastropheneinsätzen in ganz Europa und darüber hinaus. Katastrophenhilfe wird vor oder unmittelbar nach einer Katastrophe sowie in Form von Hilfsgütern wie Arzneimitteln, Unterkünften oder Wasseraufbereitungsanlagen geleistet. Einsatzkräfte wie die Feuerwehr oder Such- und Rettungsteams werden häufig zusammen mit Fachleuten eingesetzt, die die Hilfsmaßnahmen vor Ort bewerten und koordinieren. Darüber hinaus ist die Rückführung von in Drittländern gestrandeten EU‑Bürgerinnen und -Bürgern ein wichtiger Teil der geleisteten Hilfe.Wichtigste Ziele:Leben retten und erhaltenmenschliches Leid vermeiden und lindernIntegrität und Würde der von Naturkatastrophen oder von vom Menschen verursachten Krisen betroffenen Bevölkerungsgruppen schützen Fakten und Zahlen Mehr als 800 Mal wurde das EU-Katastrophenschutzverfahren seit 2001 aktiviert, um auf Notfälle zu reagierenMehr als 3 Mrd. EUR aus dem EU-Solidaritätsfonds wurden seit 2019 an Mitgliedstaaten und Beitrittsländer der EU vergeben, die von Naturkatastrophen und gesundheitlichen Notlagen betroffen waren285 Luftbrückeneinsätze bei humanitären Krisen zwischen 2020 und 2024 HandlungsbereicheEU-KatastrophenschutzverfahrenRahmen für die Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern und zehn Teilnehmerstaaten bei der Reaktion auf Naturkatastrophen und vom Menschen verursachte KatastrophenZentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen (ERCC)Koordinierungszentrum, das rund um die Uhr globale Ereignisse überwacht und für eine schnelle Bereitstellung von Notfallhilfe sorgtEuropäisches Frühwarn- und InformationssystemAufbau besserer Reaktionssysteme durch schnellere Warnung und InformationsweitergabeSoforthilfeinstrumentUnterstützung von EU-Ländern bei einer Krise, die ein Ausmaß und Auswirkungen in beispielloser Form annimmtEuropäisches medizinisches KorpsSchnelle medizinische Versorgung sowie entsprechendes Fachwissen bei gesundheitlichen Notlagen innerhalb und außerhalb der EUrescEUStrategische Reserve der EU für europäische Kapazitäten zur Katastrophenbewältigung – von Löschflugzeugen und -hubschraubern bis hin zu medizinischen Gütern und FeldkrankenhäusernWaldbrändeReaktion der EU auf Waldbrände in Europa und weltweitUnterstützung von konsularischer HilfeUnterstützung bei der konsularischen Hilfe für Menschen in Notsituationen, z. B. im Rahmen von EvakuierungsmaßnahmenEuropäisches KatastrophenrisikomanagementEU-Unterstützung für Präventions-, Vorsorge-, Reaktions- und Wiederaufbaumaßnahmen Die größten Erfolge Das EU-Katastrophenschutzverfahren kann innerhalb und außerhalb der EU eingesetzt werden – jedes Land kann um Hilfe ersuchen. Im Jahr 2024 wurde der Mechanismus 58 Mal aktiviert, um unter anderem auf i) den Krieg in der Ukraine und den Konflikt im Nahen Osten, ii) die Überschwemmungen in Frankreich, Tschechien, Polen, Bosnien und Herzegowina und Spanien, iii) die Waldbrände in Europa und Lateinamerika und iv) den tropischen Wirbelsturm Chido auf Mayotte zu reagieren.Die EU hat als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine ihre bislang größte Operation im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens durchgeführt. Alle 27 EU-Mitgliedstaaten und sechs Teilnehmerstaaten haben Sachleistungen angeboten – darunter Erste-Hilfe-Sets, Ausrüstung für Unterkünfte, Brandbekämpfungsgeräte, Wasserpumpen, Stromerzeuger und Brennstoff. Die EU koordiniert außerdem die medizinische Evakuierung dringend behandlungsbedürftiger Patientinnen und Patienten aus der Ukraine und ihren Transfer in Krankhäuser in Europa.RescEU ist eine strategische Reserve für europäische Kapazitäten und Vorräte zur Katastrophenbewältigung, die vollständig von der EU finanziert wird. Sie umfasst eine Flotte von Löschflugzeugen und ‑hubschraubern, ein Flugzeug für medizinische Evakuierungen und mehrere wichtige Vorräte – z. B. Feldkrankenhäuser, Transportmittel, Ausrüstung für Energie und Unterkünfte, kritische medizinische Güter und Ausrüstung zur Bewältigung chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Vorfälle (CBRN).Die Bündelung von Katastrophenschutzkapazitäten ermöglicht eine wirksamere und kohärentere gemeinsame Reaktion. Bei den Waldbränden 2024 haben Zypern, Tschechien, Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Kroatien, Italien, Portugal und Schweden gemeinsam 24 Löschflugzeuge und vier Löschhubschrauber für andere Mitgliedstaaten für Notfälle zur Verfügung gestellt. Durch das Europäische medizinische Korps können schnelle medizinische Hilfe und entsprechendes Fachwissen in gesundheitlichen Notlagen innerhalb und außerhalb der EU bereitgestellt werden. Die jüngsten Einsätze fanden als Reaktion auf die Corona-Pandemie, Explosionen, Erdbeben und tropische Wirbelstürme statt. Im Fokus Stärkere EU-Maßnahmen gegen WaldbrändeSeit 2006 sind in der EU mehr als eine Million Hektar abgebrannt. Waldbrände treten in Europa aufgrund des Klimawandels immer häufiger und heftiger auf, gleichzeitig verändern sozioökonomische Entwicklungen die Landschaft und erhöhen die Brandgefahr. Die Europäische Kommission hat einen neuen Ansatz zur Prävention, Vorbereitung, Bekämpfung von Waldbränden und zur Erholung danach vorgelegt. Aufbauend auf dem EU-Katastrophenschutzverfahren, rescEU und der Strategie für eine Union der Krisenvorsorge sollen die neuen Maßnahmen Europa widerstandsfähiger machen und die Zusammenarbeit, die Vorsorge sowie den Schutz von Mensch und Natur verbessern.Mehr dazu Aktuelles 1. April 2026EU releases additional €2 million in humanitarian aid for the Cuban population31. März 2026Record number of wildfires in 2025 calls for stronger EU actionAlle anzeigen Veranstaltungen 03-04Nov2026Konferenzen und Gipfeltreffen9th European Civil Protection Forum - Save the dateAlle anzeigen Weitere InformationenHumanitäre Hilfe und Katastrophenschutz – RechtsgrundlageFinanzhilfen (Katastrophenschutz) Die Seite wurde zuletzt am 25 März 2026 aktualisiert.
Epidemien, Unwetter, Waldbrände, Erdbeben: Die EU spielt eine wichtige Rolle bei der Koordinierung von Katastropheneinsätzen in ganz Europa und darüber hinaus. Katastrophenhilfe wird vor oder unmittelbar nach einer Katastrophe sowie in Form von Hilfsgütern wie Arzneimitteln, Unterkünften oder Wasseraufbereitungsanlagen geleistet. Einsatzkräfte wie die Feuerwehr oder Such- und Rettungsteams werden häufig zusammen mit Fachleuten eingesetzt, die die Hilfsmaßnahmen vor Ort bewerten und koordinieren. Darüber hinaus ist die Rückführung von in Drittländern gestrandeten EU‑Bürgerinnen und -Bürgern ein wichtiger Teil der geleisteten Hilfe.Wichtigste Ziele:Leben retten und erhaltenmenschliches Leid vermeiden und lindernIntegrität und Würde der von Naturkatastrophen oder von vom Menschen verursachten Krisen betroffenen Bevölkerungsgruppen schützen
EU-KatastrophenschutzverfahrenRahmen für die Zusammenarbeit zwischen den EU-Ländern und zehn Teilnehmerstaaten bei der Reaktion auf Naturkatastrophen und vom Menschen verursachte Katastrophen
Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen (ERCC)Koordinierungszentrum, das rund um die Uhr globale Ereignisse überwacht und für eine schnelle Bereitstellung von Notfallhilfe sorgt
Europäisches Frühwarn- und InformationssystemAufbau besserer Reaktionssysteme durch schnellere Warnung und Informationsweitergabe
SoforthilfeinstrumentUnterstützung von EU-Ländern bei einer Krise, die ein Ausmaß und Auswirkungen in beispielloser Form annimmt
Europäisches medizinisches KorpsSchnelle medizinische Versorgung sowie entsprechendes Fachwissen bei gesundheitlichen Notlagen innerhalb und außerhalb der EU
rescEUStrategische Reserve der EU für europäische Kapazitäten zur Katastrophenbewältigung – von Löschflugzeugen und -hubschraubern bis hin zu medizinischen Gütern und Feldkrankenhäusern
Unterstützung von konsularischer HilfeUnterstützung bei der konsularischen Hilfe für Menschen in Notsituationen, z. B. im Rahmen von Evakuierungsmaßnahmen
Europäisches KatastrophenrisikomanagementEU-Unterstützung für Präventions-, Vorsorge-, Reaktions- und Wiederaufbaumaßnahmen
Stärkere EU-Maßnahmen gegen WaldbrändeSeit 2006 sind in der EU mehr als eine Million Hektar abgebrannt. Waldbrände treten in Europa aufgrund des Klimawandels immer häufiger und heftiger auf, gleichzeitig verändern sozioökonomische Entwicklungen die Landschaft und erhöhen die Brandgefahr. Die Europäische Kommission hat einen neuen Ansatz zur Prävention, Vorbereitung, Bekämpfung von Waldbränden und zur Erholung danach vorgelegt. Aufbauend auf dem EU-Katastrophenschutzverfahren, rescEU und der Strategie für eine Union der Krisenvorsorge sollen die neuen Maßnahmen Europa widerstandsfähiger machen und die Zusammenarbeit, die Vorsorge sowie den Schutz von Mensch und Natur verbessern.Mehr dazu