Die weltweit größte FreihandelszoneZusammen machen die EU und Indien mit zwei Milliarden Menschen rund ein Viertel der Weltbevölkerung und rund 25 % des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Das Handelsabkommen ist das bislang umfassendste, das die EU und Indien je geschlossen haben, und wird der EU einen erheblichen Wettbewerbsvorteil in wichtigen Branchen der Industrie und des Agrarlebensmittel-Sektors verschaffen. Es wird Handel, Investitionen und politische Beziehungen zwischen den beiden größten Demokratien der Welt stärken. Das Abkommen wirdHandelshemmnisse beseitigen und Verfahren vereinfachenneue Exportmöglichkeiten eröffnendie EU-Wirtschaft durch Diversifizierung der Lieferketten stärken Ein Blick auf die Zahlen Der Waren- und Dienstleistungshandel zwischen der EU und Indien beläuft sich bereits jetzt auf mehr als 180 Mrd. EUR jährlich, was fast 800 000 Arbeitsplätzen in der EU zugutekommt. Von dem Abkommen werden starke positive Auswirkungen auf die EU-Wirtschaft erwartet. 107,6 %geschätzter Anstieg der jährlichen EU-Warenexporte nach Indien bis 20324 Mrd. EUR pro JahrEinsparungen bei den Zöllen für europäische Exporteure90 %der Zölle aufgehoben oder gesenkt Chancen für EU-Exporteure Das Abkommen verschafft EU-Unternehmen einen privilegierten Zugang zum bevölkerungsreichsten Land (fast 1,5 Milliarden Menschen) und zur viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.Mit 6 000 in Indien tätigen europäischen Unternehmen wird das Abkommen die Wettbewerbsfähigkeit steigern und neue Chancen in mehreren Wirtschaftszweigen eröffnen.Die wichtigsten Vorteile für EU-Exporteure sind: ein offeneres, stabileres und berechenbareres Geschäftsumfeldschnellere und einfachere ZollverfahrenPräferenzzugang zum indischen Dienstleistungsmarkt, einschließlich Finanzdienstleistungen und Seeverkehrstarker Schutz und strenge Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums, einschließlich Urheberrechte, Handelsmarken, Geschmacksmuster und GeschäftsgeheimnisseUnterstützung kleiner EU-Unternehmen, damit sie von neuen Exportmöglichkeiten profitieren können Vorteile für die EU-Landwirtschaft Das Abkommen wird auch die sensiblen Sektoren Europas schützen. Die EU wirdihre derzeitigen Zölle auf sensible Erzeugnisse wie Rindfleisch, Zucker, Reis, Hühnerfleisch, Milchpulver, Honig, Bananen, Weichweizen, Knoblauch und Ethanol beibehaltenbegrenzte Importe von Erzeugnissen wie Schaf- und Ziegenfleisch, Zuckermais, Weintrauben, Gurken, getrockneten Speisezwiebeln, Rum aus Melasse und Stärke ermöglichenEin bilateraler Schutzmechanismus wird Maßnahmen zulassen, falls Importe Schwierigkeiten bereiten. Strenge EU-Vorschriften für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Die Menschen in Europa genießen sichere und gesunde Lebensmittel dank der weltweit höchsten Gesundheits- und Lebensmittelstandards, die auch in diesem neuen Abkommen geachtet werden. Damit diese Standards eingehalten werden, wird die Kommission die Audits und Grenzkontrollen für importierte Lebensmittel sowie tierische und pflanzliche Erzeugnisse verstärken. Die Kontrollen und Audits importierter Waren, insbesondere bei Pestiziden und Tierschutz, werden verstärkt. Förderung von nachhaltigem Handel Das Abkommen geht über Handelsfragen hinaus und enthält auch Verpflichtungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Arbeitnehmerrechte und Klimawandel. Das Abkommen verpflichtet sowohl die EU als auch Indien zur Umsetzung des Übereinkommens von Parisschützt Arbeitnehmerrechtestärkt die wirtschaftliche Teilhabe von Frauenumfasst die Einrichtung einer Plattform für die Zusammenarbeit in Umwelt- und Klimafragen mit Handelsbezuggewährleistet eine wirksame Umsetzung, wobei zivilgesellschaftliche Organisationen eine aktive Rolle spielen Häufig gestellte Fragen Warum hat die EU ein Freihandelsabkommen mit Indien ausgehandelt?Indien ist die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt mit der weltweit größten Bevölkerung. Dennoch sind die EU-Exporte nach Indien im Vergleich zu unseren Ausfuhren in andere Länder relativ gering. Dies ist zum Teil auf die sehr hohen Zölle zurückzuführen, die Indien auf importierte Waren erhebt. Mit dem Abkommen werden Zölle gesenkt und der Verwaltungsaufwand verringert, wodurch einfacher, kostengünstiger und schneller Handel getrieben werden kann. Dies wird auch den Verbraucherinnen und Verbrauchern zugutekommen.Wie wird sich das Abkommen auf die EU-Exporte auswirken?Es wird erwartet, dass sich die EU-Ausfuhren nach Indien, die bereits 800 000 Arbeitsplätze in Europa sichern, durch das Abkommen verdoppeln. Das Handelsabkommen wird neue Geschäftsmöglichkeiten schaffen, wodurch wiederum neue Arbeitsplätze gefördert werden.Wie wird das Abkommen den grünen Wandel unterstützen?Sowohl die EU als auch Indien verpflichten sich, in Klimafragen und bei der nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen zusammenzuarbeiten und die Umsetzung von internationalen Übereinkünften wie dem Übereinkommen von Paris, dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt und dem Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen voranzutreiben.Wie geht es weiter?1. Veröffentlichung ausgehandelter Textentwürfe2. Rechtliche Überarbeitung und Übersetzung in alle EU-Amtssprachen3. Vorlage des Abkommens an den Rat der EU zur Unterzeichnung und zum Abschluss4. Annahme durch den Rat5. Unterzeichnung des Abkommens zwischen der EU und Indien6. Zustimmung des Europäischen Parlaments zu dem Abkommen7. Beschluss des Rates über den Abschluss des Abkommens Sobald Indien das Abkommen ebenfalls ratifiziert hat, kann es in Kraft treten. Weitere Fragen und Antworten Hintergrund Die EU und Indien haben die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen 2007 begonnen. 2013 wurden die Gespräche ausgesetzt und 2022 wieder aufgenommen. Die Verhandlungen wurden im Januar 2026 erfolgreich abgeschlossen. Neben dem Freihandelsabkommen verhandeln die EU und Indien auch über ein Abkommen über geografische Angaben und ein Investitionsschutzabkommen. Links zum Thema EU-Handelsbeziehungen zu IndienEU-India agreementsEU-India agreements: DocumentsHandelEU-Indien: Eine neue Strategische Agenda
Die weltweit größte FreihandelszoneZusammen machen die EU und Indien mit zwei Milliarden Menschen rund ein Viertel der Weltbevölkerung und rund 25 % des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Das Handelsabkommen ist das bislang umfassendste, das die EU und Indien je geschlossen haben, und wird der EU einen erheblichen Wettbewerbsvorteil in wichtigen Branchen der Industrie und des Agrarlebensmittel-Sektors verschaffen. Es wird Handel, Investitionen und politische Beziehungen zwischen den beiden größten Demokratien der Welt stärken. Das Abkommen wirdHandelshemmnisse beseitigen und Verfahren vereinfachenneue Exportmöglichkeiten eröffnendie EU-Wirtschaft durch Diversifizierung der Lieferketten stärken