Die Kommission hat OceanEye ins Leben gerufen, eine EU-Meeresbeobachtungsinitiative zur Verbesserung unseres Verständnisses und unserer Bewirtschaftung der Ozeane und Meere. Im Rahmen dieser Initiative kündigte Präsidentin von der Leyen die Einrichtung der internationalen Allianz für das globale Meeresbeobachtungssystem an. Diese Allianz wird EU-Länder und internationale Partner zusammenbringen, um die weltweite Meeresbeobachtung zu stärken, die Finanzierung sicherzustellen und die Zusammenarbeit zu intensivieren.
Die Meere sind für unser Leben auf diesem Planeten unverzichtbar. Und doch sind sie mehr denn je bedroht – durch den Klimawandel, Umweltverschmutzung und illegale Fischerei. Wir brauchen eine zuverlässige Meeresbeobachtung, um wirksam auf globale Krisen reagieren zu können und langfristig eine wettbewerbsfähige Wirtschaft zu sichern.

Die internationale Allianz für das globale Meeresbeobachtungssystem
Was ist das globale Meeresbeobachtungssystem?
Das Globale Meeresbeobachtungssystem (GOOS), das von der Zwischenstaatlichen Ozeanografische Kommission (IOC) der UNESCO koordiniert wird, stellt die weltweite Infrastruktur für die Meeresbeobachtung bereit und liefert offene und frei zugängliche Meeresdaten. Trotz seiner zentralen Rolle ist GOOS nach wie vor stark unterfinanziert. Die Kommission und die IOC-UNESCO haben daher eine internationale Allianz ins Leben gerufen, um mehr Investitionen zu mobilisieren und die Koordinierung zu stärken.
Das globale Meeresbeobachtungssystem in Zahlen
Geberveranstaltung für die internationale Allianz für das globale Meeresbeobachtungssystem
Im September 2026 wird unter dem gemeinsamen Vorsitz von Präsidentin von der Leyen und dem kanadischen Premierminister Mark Carney eine Geberveranstaltung zur Mobilisierung von Beiträgen für die GOOS organisiert.
Die Europäische Kommission forderte EU-Länder, Nicht-EU-Länder und Partner wie gemeinnützige Organisationen und private Organisationen auf, sich der internationalen Allianz anzuschließen, um die Unterstützung für die Meeresbeobachtung durch eine stabile, langfristige Finanzierung zu verstärken.
Die Kommission wird 62 Mio. EUR über das Programm „Horizont Europa“ beisteuern.
die Unterstützung von Meerestechnologien und Innovation
OceanEye stärkt die internationalen Bemühungen der EU um eine führende Rolle beim Aufbau eines nachhaltigen globalen Meeresbeobachtungssystems. Die Initiative unterstützt Investitionen, Innovation und Zusammenarbeit, um die Wirksamkeit und Widerstandsfähigkeit der globalen Meeresbeobachtung zu stärken. Die Initiative umfasst zudem Bildungs-, Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit, um den Bürger*innen das Meer und die Meeresbeobachtung näherzubringen.
Hintergrund
Im Juni 2025 nahm die Europäische Kommission den Europäischen Pakt für die Meere an. Zu den zentralen Prioritäten gehört die Förderung von Meeresforschung, Wissen, Kompetenzen und Innovation. OceanEye ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Bemühungen. Zwar haben die EU und ihre Mitgliedstaaten bereits erhebliche Investitionen in die Meeresbeobachtung getätigt, doch besteht noch Spielraum, diese Bemühungen weiter zu verstärken und auszubauen.
Die Seite wurde zuletzt am 18 Juni 2026 aktualisiert.
