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Europäische Kommission

Stärkung der weltweiten Meeresbeobachtung

Die internationale Allianz für das globale Meeresbeobachtungssystem

Was ist das globale Meeresbeobachtungssystem? 

Das Globale Meeresbeobachtungssystem (GOOS), das von der Zwischenstaatlichen Ozeanografische Kommission (IOC) der UNESCO koordiniert wird, stellt die weltweite Infrastruktur für die Meeresbeobachtung bereit und liefert offene und frei zugängliche Meeresdaten. Trotz seiner zentralen Rolle ist GOOS nach wie vor stark unterfinanziert. Die Kommission und die IOC-UNESCO haben daher eine internationale Allianz ins Leben gerufen, um mehr Investitionen zu mobilisieren und die Koordinierung zu stärken.

Das globale Meeresbeobachtungssystem in Zahlen 

64 Länder leisten einen Beitrag
90 % der weltweiten Beobachtungen werden von nur neun Ländern finanziert
Mehr als 120 000 Meeresbeobachtungen pro Tag

Geberveranstaltung für die internationale Allianz für das globale Meeresbeobachtungssystem  

Im September 2026 wird unter dem gemeinsamen Vorsitz von Präsidentin von der Leyen und dem kanadischen Premierminister Mark Carney eine Geberveranstaltung zur Mobilisierung von Beiträgen für die GOOS organisiert.

Die Europäische Kommission forderte EU-Länder, Nicht-EU-Länder und Partner wie gemeinnützige Organisationen und private Organisationen auf, sich der internationalen Allianz anzuschließen, um die Unterstützung für die Meeresbeobachtung durch eine stabile, langfristige Finanzierung zu verstärken.

Die Kommission wird 62 Mio. EUR über das Programm „Horizont Europa“ beisteuern. 

Warum ist die Meeresbeobachtung so wichtig?

Die Meere bedecken 70 % der Erdoberfläche, aber nur 5 % davon wurden bislang erforscht.

Jede Information, die wir über die Meere haben, hilft uns, sie besser zu schützen. Daten aus der Meeresbeobachtung sind von wesentlicher Bedeutung für:  

  • Sicherheit und Gefahrenabwehr bei Einsätzen auf See
  • eine wettbewerbsfähige blaue Wirtschaft
  • genaue Wetterprognosen
  • zuverlässige Klimaprognosen
  • Wiederherstellung und Schutz der Meere
  • die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Küsten

die Unterstützung von Meerestechnologien und Innovation

OceanEye stärkt die internationalen Bemühungen der EU um eine führende Rolle beim Aufbau eines nachhaltigen globalen Meeresbeobachtungssystems. Die Initiative unterstützt Investitionen, Innovation und Zusammenarbeit, um die Wirksamkeit und Widerstandsfähigkeit der globalen Meeresbeobachtung zu stärken. Die Initiative umfasst zudem Bildungs-, Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit, um den Bürger*innen das Meer und die Meeresbeobachtung näherzubringen. 

Mehr zu OceanEye

Hintergrund

Im Juni 2025 nahm die Europäische Kommission den Europäischen Pakt für die Meere an. Zu den zentralen Prioritäten gehört die Förderung von Meeresforschung, Wissen, Kompetenzen und Innovation. OceanEye ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Bemühungen. Zwar haben die EU und ihre Mitgliedstaaten bereits erhebliche Investitionen in die Meeresbeobachtung getätigt, doch besteht noch Spielraum, diese Bemühungen weiter zu verstärken und auszubauen. 

Die Seite wurde zuletzt am 18 Juni 2026 aktualisiert.