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Europäische Kommission

Weltkrebstag: Hoffnung, Vorsorge und Behandlung

  • Presseartikel
  • 4. Februar 2025
  • Generaldirektion Kommunikation
  • Lesedauer: 2 Min
Woman hugging elderly man

 

Bei Sofia Pereira Sá wurde im Sommer 2023 Krebs diagnostiziert. Sie musste 20 Chemotherapie-Behandlungen über sich ergehen lassen. Noch immer leidet sie unter einigen Nebenwirkungen, wie zum Beispiel dem „Chemohirn“. „All diese Nebenwirkungen hinderten mich daran, die Mutter zu sein, die ich für meinen eineinhalbjährigen Sohn sein wollte. Ich konnte nicht mit ihm spielen, ich konnte ihn nicht baden, ich konnte ihn nicht in die Kita bringen. Das war das Allerschlimmste an der ganzen Behandlung. Es brach mir das Herz“, erinnert sich Sofia. 

Sofias Geschichte ist leider kein Einzelschicksal und zeigt, dass die Krankheit uns alle betrifft.  

Der Weltkrebstag am 4. Februar soll zur Krebsvorsorge animieren und Maßnahmen zur Krebsbekämpfung vorantreiben. Den „Länderprofilen Krebs 2025“ zufolge, die die Europäische Kommission für die EU-Länder, Norwegen und Island herausgegeben hat, sind die Überlebensraten bei Krebs europaweit um 12 % gestiegen. Zugleich nahm die Krebsprävalenz jedoch um 24 % zu, und in den EU-Ländern bestehen nach wie vor Ungleichheiten bei der Krebssterblichkeit. 

Die Länderprofile veranschaulichen, dass etwa die Hälfte der Krebsfälle auf vier Krebsarten entfällt: Darm-, Lungen-, Prostata- und Brustkrebs. Bei einer Reihe von Krebsrisikofaktoren in der EU gab es Verbesserungen, darunter einen Rückgang des Raucheranteils und einen insgesamt sinkenden Alkoholkonsum. Übergewicht und Adipositas werden jedoch zu einer immer größeren Herausforderung, da mehr als die Hälfte der Erwachsenen in der EU übergewichtig sind. 

Mit Europas Plan gegen den Krebs aus dem Jahr 2021 leistet die EU aktiv einen Beitrag zur Bekämpfung der Krankheit. So wurden mehrere wichtige Initiativen zur Verbesserung der Krebsvorsorge, der Früherkennung, Diagnose und Behandlung von Krebs sowie der Lebensqualität von Krebskranken und Überlebenden in der EU auf den Weg gebracht.  

Im Rahmen der Initiative der Europäischen Kommission zur Bekämpfung von Brustkrebs beispielsweise wurde im Vorfeld des Weltkrebstags die erste offizielle Fassung des Europäischen Qualitätssicherungssystems für Versorgungsleistungen bei Brustkrebs veröffentlicht. In diesem System ist eine Reihe von EU-weiten Qualitätsanforderungen festgelegt, welche die Früherkennung, Diagnose und Behandlung von Brustkrebs sowie Folgemaßnahmen umfassen. 

Am Weltkrebstag war Kommissar Várhelyi auch zum ersten Mal Gastgeber des Politikdialogs mit jungen Menschen, bei dem 30 junge Krebsüberlebende und junge Krebsfachkräfte zusammenkommen. Der Dialog bietet den Teilnehmenden Gelegenheit, ihre Ansichten über die Gesundheitspolitik und die Programme der EU im Bereich der Onkologie auszutauschen und zu erörtern, wie die Gesundheitspolitik Krebskranken und Überlebenden besser helfen kann. 

Sofia – die nun in der Kommunikationsabteilung der Europäischen Exekutivagentur für Forschung arbeitet – schöpft Hoffnung aus einem laufenden Forschungsprojekt, das im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen der EU finanziert wird: Ein sogenannter „Kleber“ soll nicht nur das Immunsystem bei der Krebsbekämpfung unterstützen, sondern auch unerwünschte Nebenwirkungen verringern können.

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Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
4. Februar 2025
Autor
Generaldirektion Kommunikation