
Kurz vor dem 40. Jahrestag der Unterzeichnung des Schengener Übereinkommens hat die Kommission ihren jährlichen Schengen-Bericht vorgelegt, in dem sie die Errungenschaften, Herausforderungen und Entwicklungen des vergangenen Jahres im Schengen-Raum Revue passieren lässt.
Der Bericht zeigt, dass die Schengen-Vorschriften gut angewandt werden und dass verstärkte Anstrengungen der EU zu einem Rückgang irregulärer Grenzübertritte an den Außengrenzen geführt haben. Außerdem wird hervorgehoben, dass sich die Schengen-Vorgaben zu einem entscheidenden Aspekt des EU-Erweiterungsprozesses entwickelt haben.
Anfang 2025 sind Bulgarien und Rumänien dem Schengen-Raum vollständig beigetreten. In dem Bericht wird darauf hingewiesen, wie dies die EU-Wirtschaft gestärkt hat und die Entschlossenheit der EU-Länder zeigt, im Rahmen von Schengen zusammenzuarbeiten.
Mit Blick auf die Zukunft sind weitere Anstrengungen erforderlich, um
- durch raschen und wirksamen Informationsaustausch die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsländern zu verbessern und Maßnahmen innerhalb des Schengen-Raums zu koordinieren;
- die Einführung digitaler Instrumente wie des Einreise-/Ausreisesystems und des Europäischen Reiseinformations- und -genehmigungssystems (ETIAS) zu beschleunigen;
- eine Anpassung an die sich wandelnde Sicherheitslandschaft vorzunehmen;
- durch Vertiefung der Beziehungen zu Partnerländern eine Vorsorge weit über unsere Grenzen hinaus sicherzustellen;
- wirksame Maßnahmen einzuführen, die die Rückkehr bzw. Rückführung von Personen ohne Aufenthaltsrecht in der EU gewährleisten.
Schengen ist eine der größten Erfolgsgeschichten der EU. Es bildet das Rückgrat des EU-Binnenmarkts und erleichtert das Leben von fast 450 Millionen Menschen. Die Kommission legt seit 2022 jährlich einen Schengen-Statusbericht vor. Die Ergebnisse des Berichts helfen den EU-Ländern zu entscheiden, was sie im kommenden Jahr priorisieren müssen. So wird sichergestellt, dass sich der Schengen-Raum weiterentwickelt und eine Anpassung an sich verändernde Gegebenheiten erfolgt.
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- Datum der Veröffentlichung
- 23. April 2025
- Autor
- Generaldirektion Kommunikation