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Europäische Kommission

Kommission schlägt neue Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und Wohnungskrise vor

  • Presseartikel
  • 6. Mai 2026
  • Generaldirektion Kommunikation
  • Lesedauer: 2 Min
Shadow of a man leaning on an empty shopping trolley

 

Jeder fünfte Mensch in Europa – darunter jedes vierte Kind – ist von Armut betroffen, und EU-weit sind etwa eine Million Menschen wohnungslos. Die Kommission hat neue Maßnahmen vorgeschlagen, um Armut und Ausgrenzung auf dem Wohnungsmarkt zu verhindern und Betroffene zu unterstützen.  

In der ersten EU-Strategie zur Armutsbekämpfung wird ein Weg zur Verwirklichung des EU-Ziels aufgezeigt, die Zahl der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Menschen bis 2030 um mindestens 15 Millionen zu verringern und gleichzeitig das längerfristige Ziel der Beseitigung der Armut bis 2050 zu unterstützen. Der Schwerpunkt liegt auf hochwertigen Arbeitsplätzen, dem Zugang zu Dienstleistungen und Einkommensunterstützung sowie besser koordinierten Maßnahmen. 

Im Rahmen der Strategie wird die Kommission 

  • mit den Sozialpartnern zusammenarbeiten, um Menschen zu helfen, die beim Zugang zur Beschäftigung mit Hindernissen konfrontiert sind
  • ältere Menschen durch angemessene Renten unterstützen
  • eine Koalition gegen Armut bilden – mit nationalen, regionalen und lokalen Verwaltungen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft
  • Menschen konsultieren, die von Armut betroffen sind, um ihre Meinung zu Maßnahmen einzuholen, die sie betreffen 

Die Kommission schlägt außerdem vor, die Europäische Garantie für Kinder zu stärken, das wichtigste Instrument der EU zur Unterstützung bedürftiger Kinder durch den Zugang zu Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheitsversorgung und Schulmahlzeiten. Der Schwerpunkt des neuen Ansatzes liegt auf einem besseren Zugang von Familien zu hochwertigen Arbeitsplätzen, Kinderbetreuung und starken Sicherheitsnetzen sowie auf der Ausweitung des Unterstützungsangebots für Kinder durch Mentoring-Programme und Versorgung im Bereich der psychischen Gesundheit. 

Wohnraum ist eine weitere dringende Herausforderung. Da die Wohnimmobilienpreise seit 2013 um 60 % gestiegen sind, werden in der vorgeschlagenen Empfehlung zur Bekämpfung der Ausgrenzung auf dem Wohnungsmarkt langfristige Lösungen für die europäische Wohnungskrise angeregt und mehr sozialer und erschwinglicher Wohnraum gefordert. 

Zusammen zielen diese Maßnahmen darauf ab, die sozialen Rechte zu stärken und zum Aufbau eines gerechteren und inklusiveren Europas beizutragen. 

Weitere Informationen 

Pressemitteilung 

Europäische Garantie für Kinder 

Europäischer Plan für erschwinglichen Wohnraum 

Soziale Gerechtigkeit in Europa 

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
6. Mai 2026
Autor
Generaldirektion Kommunikation