Digitale Technologien können Kinder dabei unterstützen, zu lernen, sich zu vernetzen und die Welt zu erkunden. Allerdings müssen Eltern oder Betreuungspersonen auch die damit verbundenen Risiken verstehen, damit sie Kindern dabei helfen können, sich sicher in der Online-Welt zu bewegen.
Die heutigen Plattformen haben ein hohes Suchtpotenzial und sind darauf ausgelegt, Kinder so lange wie möglich auf Websites zu halten. Endloses Scrollen, Kurzvideos und stark personalisierte Feeds lassen Mädchen und Jungen die Zeit vergessen. Je mehr Zeit Kinder im Internet verbringen, desto höher ist das Risiko, dass sie auf schädliche oder illegale Inhalte und Cyberkriminelle stoßen.
Die EU setzt sich dafür ein, das Internet für Kinder sicherer zu machen und Kinder gleichzeitig zu befähigen, digitale Tools und Möglichkeiten zu ihrem Vorteil zu nutzen.
Wenn Sie mit Ihren Kindern über die Vermeidung von Online-Risiken sprechen, kann ihnen dies dabei helfen, sich kompetent in der digitalen Welt zu bewegen und deren Vorteile umfassend für sich zu nutzen. Mit ein paar einfach umzusetzenden Tipps werden solche Gespräche für Familien leichter und effektiver.

Wie Sie Ihre Rechte geltend machen und wo Sie Hilfe finden
Wie kann ich mein Kind vor gewalttätigen oder jugendgefährdenden Online-Inhalten schützen?
Sie können aktiv dazu beitragen, Ihr Kind vor schädlichen Inhalten zu schützen, z. B. durch starke Datenschutzeinstellungen, die Wahl altersgerechter Plattformen und Unterstützung für sicherere Online-Erfahrungen. Ausführlichere Empfehlungen finden Sie in den Leitlinien der Europäischen Kommission zum Jugendschutz.
Wie kann ich gefährliches Online-Verhalten melden?
Mit den Expertenteams der Safer-Internet-Zentren in ganz Europa können Sie über alle Ihre Anliegen sprechen, zum Beispiel über Sextortion, Cybermobbing und gewalttätige Inhalte. Wie Sie die Safer-Internet-Zentren erreichen, erfahren Sie auf der Website „Besseres Internet für Kinder“.
Wie kann ich Minderjährigen beibringen, ihre Privatsphäre, ihre Passwörter und ihre personenbezogenen Daten zu schützen?
Auf der Website „Besseres Internet für Kinder“ finden Sie verschiedene Bildungsressourcen und Videos, die Ihnen und Ihrem Kind dabei helfen, sich sicher in der Online-Welt zu bewegen.
Wie kann ich illegale Online-Inhalte melden?
Die EU verlangt von den Plattformen, Maßnahmen zu ergreifen, um der Verbreitung illegaler Waren, Dienstleistungen oder Inhalte im Internet entgegenzuwirken. Illegale Inhalte können Sie über einen benutzerfreundlichen Mechanismus direkt auf den Plattformen melden.
Wie die EU Kinder im Internet schützt
In der EU gibt es Vorschriften, wonach Online-Plattformen zusätzliche Schritte unternehmen müssen, um Kinder zu schützen. Das bedeutet: weniger schädliche Empfehlungen, bessere Tools zur Meldung von Missbrauch oder unsicheren Inhalten sowie klarere Kontrollmöglichkeiten für Eltern.
2026 hat die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, einen Sonderausschuss aus Sachverständigen einberufen, der einen starken, realistischen europäischen Ansatz für die Sicherheit von Kindern im Internet entwickeln soll.
Was der Sonderausschuss tut →
Praktische Tools und Schutzmaßnahmen
Die EU unterstützt Sie auch mit praktischen Tools und Schutzmaßnahmen, damit Ihr Kind im Internet sicher ist, seine Privatsphäre geschützt wird und seine Online-Erfahrungen altersgerecht sind.
📱 Beim Aufbau gesunder Bildschirmgewohnheiten unterstützen
Die Kampagne für eine gesunde Bildschirmzeit unterstützt Sie bei der Festlegung von Routinen, der Verringerung ausufernder Bildschirmzeiten und der Verbesserung der psychischen Gesundheit und des Wohlergehens Ihres Kindes bei der Internetnutzung.
🪪 Sicherstellen, dass Ihr Kind altersgerechte Apps und Websites nutzt
Die EU-Länder werden in Kürze eine neue App zur Altersüberprüfung einführen, um das Alter online nachzuweisen, ohne unnötige personenbezogene Daten weiterzugeben. Dies wird dazu beitragen, dass Minderjährige auf altersgerechte Inhalte zugreifen und nicht auf Dienste, die nicht für sie geeignet sind.
👧 Die personenbezogenen Daten Ihres Kindes im Internet schützen
Sie können die Art und Weise, wie Apps die Daten Ihres Kindes erfassen und verwenden, einschränken. Online-Dienste müssen klar darlegen, welche Daten sie erfassen, und Sie können deren Löschung verlangen. Minderjährige müssen mindestens 16 Jahre (in einigen Ländern 13 Jahre) alt sein, um der Weitergabe ihrer personenbezogenen Daten zustimmen zu dürfen.
⚠️ Sexuellen Missbrauch von Kindern im Internet verhindern
Die EU hat stärkere Systeme eingerichtet, um Material über den sexuellen Missbrauch von Kindern schneller aufzudecken, zu entfernen und zu melden. Dies trägt dazu bei, schädliche Inhalte von Kindern fernzuhalten und die Zusammenarbeit zwischen Plattformen und Behörden zu intensivieren, damit Kinder besser geschützt sind.
🛡️ Cybermobbing beenden
Cybermobbing kann in Form von Nachrichten, Anrufen, E-Mails oder Chats erfolgen oder auch durch das Teilen erniedrigender Fotos oder Videos in sozialen Medien, Foren oder überall sonst im Internet. Die EU-Initiative gegen Cybermobbing gibt Ihnen die nötigen Instrumente an die Hand, um Cybermobbing zu verhindern, zu melden und zu beenden.
▶️ Sicherere Videos und Streaming-Dienste für Kinder
Ihr Kind ist bei der Nutzung von Streaming-Plattformen besser vor Gewalt, Hetze und unangemessenen Inhalten geschützt.
📢 Faire Werbung für Kinder
Kinder sind besonders anfällig für problematische Marketingpraktiken. Verbraucherschutzvorschriften tragen dazu bei, versteckte Werbung, manipulatives Design und Werbung, die sich gezielt an Kinder richtet, zu reduzieren. Ihr Kind wird vor irreführender Werbung und manipulativen Benutzeroberflächen geschützt, die es unter Druck setzen können, um es dazu zu bringen, etwas zu kaufen oder sich mit bestimmten Inhalten zu befassen, und Werbung, die sich gezielt an Minderjährige richtet, wird unterbunden.
🧠 KI regulieren
Die EU-Vorschriften verbieten Systeme, die schutzbedürftige Personen, darunter auch Kinder und Jugendliche, manipulieren oder täuschen, und fordern die Kennzeichnung von Deepfakes, um eine Täuschung zu verhindern.
💡 Förderung der digitalen Kompetenz und Bekämpfung von Desinformation
Die EU hat Praxistipps veröffentlicht, mit denen Sie die digitale Kompetenz und das kritische Denken von Kindern fördern können. Diese Tipps helfen Ihnen dabei, Kinder über Cybermobbing, Desinformation, KI, irreführende Inhalte und andere digitale Risiken aufzuklären.
Leitlinien zur Förderung digitaler Kompetenzen und zur Bekämpfung von Desinformation
Die Seite wurde zuletzt am 17 Juni 2026 aktualisiert.
