
In ihrem Jahresbericht zum Stand der digitalen Dekade bewertet die Europäische Kommission, wie weit die EU bei ihren Zielen für den digitalen Wandel bis 2030 gekommen ist.
Der Bericht für 2026 zeigt, dass die EU in wichtigen Bereichen Fortschritte erzielt hat. Dennoch bremsen strukturelle Defizite weiterhin den digitalen Wandel in Europa, und schnelleres Handeln ist geboten, um die für 2030 gesteckten Ziele zu erreichen.
Die wichtigsten Schlussfolgerungen des Berichts:
- Digitale Infrastruktur: 96,8 % der Haushalte haben jetzt 5G-Grundversorgung, aber beim Ausbau des Glasfasernetzes, den Halbleitern und der Rechenkapazität bleibt die EU hinter den Zielvorgaben für 2030 zurück.
- Digitalisierung von Unternehmen: Mehr Unternehmen nutzen jetzt Cloud-Computing, Datenanalyse und KI, aber viele kleine und mittelgroße Firmen stehen bei der Einführung neuester digitaler Lösungen immer noch vor Hindernissen.
- Digitale Kompetenzen: Über 60 % der Menschen in Europa haben digitale Grundkompetenzen, aber es herrscht weiter Mangel an IKT-Fachkräften und Frauen sind nach wie vor unterrepräsentiert.
Im Bericht werden deutliche Empfehlungen an die EU und die Mitgliedstaaten dazu ausgesprochen, wie sie die bestehenden Defizite unter anderem durch Ausweitung von Projekten und Mobilisierung von Investitionen abbauen können.
Die Kommission fordert die Mitgliedstaaten nunmehr auf, ihre nationalen Fahrpläne für die digitale Dekade mit konkreten Maßnahmen und einer stärkeren Ausrichtung am nächsten langfristigen EU-Haushalt zu aktualisieren.
2027 wird die Kommission die Zielsetzungen der digitalen Dekade überarbeiten, um den technologischen und politischen Entwicklungen Rechnung zu tragen und den Rahmen für die Zeit nach 2030 vorzubereiten.
Bericht über den Stand der digitalen Dekade 2026
Bericht über den Stand der digitalen Dekade 2026 – Factsheet
- Datum der Veröffentlichung
- 17. Juni 2026
- Autor
- Generaldirektion Kommunikation