
Die Europäerinnen und Europäer sind sehr besorgt über die Risiken, denen Kinder in den sozialen Medien ausgesetzt sind. Dies geht aus einer neuen EU-Umfrage zu den Herausforderungen und Prioritäten der EU hervor. Weitere Themen, die Besorgnis auslösen, sind demokratische Resilienz, Verteidigung und Energiewende.
Im Zusammenhang mit der Sicherheit von Kindern im Internet stehen Cybermobbing und Belästigung ganz oben auf der Liste der Bedenken (von 71 % der Befragten angegeben), dicht gefolgt von Ängsten vor Online-Grooming und sexueller Ausbeutung (70 %). Die große Mehrheit der Europäerinnen und Europäer möchte, dass die EU mehr tut, um Kinder vor diesen und anderen Risiken im Internet zu schützen. Fast zwei Drittel der Befragten wünschen sich, dass die EU Maßnahmen ergreift, um den Zugang von Kindern zu sozialen Netzwerken entsprechend ihrem Alter zu beschränken.
Die Umfrage fällt mit der Veröffentlichung des Berichts des Sonderausschusses für die Sicherheit von Kindern im Internet zusammen. Präsidentin von der Leyen hatte diesen Sonderausschuss aus Sachverständigen eingerichtet, um einen soliden und praktischen europäischen Ansatz für die Sicherheit von Kindern im Internet zu entwickeln. Zwischen März und Juni 2026 tagte der Ausschuss dreimal, um sowohl die Chancen als auch die Risiken der Internet-Nutzung durch Kinder zu erörtern.
Der Bericht des Sonderausschusses beleuchtet die Herausforderungen, denen junge Menschen im Internet begegnen, und liefert Empfehlungen und Anregungen für einen besseren Schutz und die Stärkung von Kindern sowie für eine altersgerechte Nutzung sozialer Medien und anderer digitaler Dienste. Die Empfehlungen sollen in künftige Maßnahmen einfließen, die von der Europäischen Kommission und auf nationaler Ebene vorgeschlagen werden sollen, um Kinder im Internet besser zu schützen. Die Kommission beabsichtigt, ihre Vorschläge auf der Grundlage des Berichts nach dem Sommer vorzulegen.
Sonderausschuss für die Sicherheit von Kindern im Internet
Erklärung von Präsidentin von der Leyen zur Sicherheit von Kindern im Internet
- Datum der Veröffentlichung
- 13. Juli 2026
- Autor
- Generaldirektion Kommunikation