Mehr Chancen für die Menschen und eine bessere Lebensqualität Children play in an AirBubble, an innovative playground providing clean air thanks to algae that absorb pollutants and carbon dioxide and in return produce oxygen, in Warsaw, Poland. Photo by Wojtek Radwanski / AFP via Getty ImagesDie Erweiterung hat den Bürgerinnen und Bürgern aller Mitgliedstaaten mehr Möglichkeiten eröffnet, in anderen Ländern der EU zu studieren und zu arbeiten. Seit 2004 haben mehr als 2,7 Millionen Menschen aus den zehn Mitgliedstaaten die Chance genutzt, im Ausland zu lernen und zu lehren. Gleichzeitig haben an den Universitäten dieser Mitgliedstaaten dank des Programms Erasmus+ mehr als 600 000 junge Menschen aus anderen EU-Ländern studiert.Von den zehn Mitgliedstaaten, die 2004 beigetreten sind, sind neun vollwertige Mitglieder des Schengen-Raums – dem weltweit größten Raum der Freizügigkeit, der ein reibungsloses und sicheres Reisen ermöglicht. Die Arbeiten zur weiteren Integration Zyperns in den Schengen-Raum werden unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten des Landes fortgesetzt.In den vergangenen 20 Jahren hat die EU in den Bereichen soziale Rechte, Gesundheits- und Umweltschutz, Abfallbewirtschaftung, Verbraucherrechte und Produktsicherheit erhebliche Fortschritte erzielt und so dazu beigetragen, die Lebensqualität der Menschen insgesamt zu verbessern.Die zehn 2004 beigetretenen Länder profitieren nicht nur von diesen höheren Standards, sondern haben sie auch aktiv mitgestaltet. Ein wirksamerer Naturschutz, sauberere Luft in den Städten und ein besserer Schutz der Privatsphäre sind die Folge. Über 2,7 Millionenjunge Menschen aus den zehn neuen Ländern haben seit 2004 am Programm Erasmus+ teilgenommen40 %durchschnittliche Verbesserung der Recyclingquoten in der Slowakei, Litauen, Slowenien und Lettland von 2004 bis 202279 Jahredurchschnittliche Lebenserwartung in den Beitrittsländern von 2004 gegenüber damals 75 Jahren Arbeitsplätze, Wachstum und Wohlstand A woman celebrates the New Year beneath a sign welcoming the euro on 1 January 2015 in Vilnius. Lithuania switched over to the euro on 1 January 2015 becoming the last Baltic nation to adopt Europe's single currency. Photo by Petras Malukas/AFP In den letzten 20 Jahren ist die EU-Wirtschaft um 27 % gewachsen. Die 2004 beigetretenen Länder haben ein erhebliches Wirtschaftswachstum erlebt. So hat sich die Wirtschaftsleistung in Polen und Malta mehr als verdoppelt. In der Slowakei stieg sie um 80 %.Aber auch in den Ländern, die bei der Erweiterung von 2004 bereits EU-Mitglied waren, legten Wirtschaft und Wohlstand zu. Die spanischen Ausfuhren in die zehn Länder haben sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Der Warenhandel Italiens mit diesen Ländern ist seitdem um 77 % gestiegen. Auch die Handelsbeziehungen zwischen Litauen und Schweden sind erheblich enger geworden. In weniger als zwei Jahrzehnten hat der Warenverkehr innerhalb der EU um mehr als 40 % zugenommen.Von den 26 Millionen neuen Arbeitsplätzen, die in den letzten 20 Jahren in der gesamten EU entstanden sind, wurden sechs Millionen in den zehn neuen EU-Ländern geschaffen. 7der zehn neuen Mitgliedstaaten haben den Euro eingeführt17 %der Kinder sind von in den zehn neuen EU-Ländern Armut bedroht, gegenüber 41 % im Jahr 200420 %Anstieg bei den 25- bis 34-Jährigen mit Hochschulabschluss in den zehn neuen EU-Ländern seit 2004 Die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie und wichtiger Branchen stärken An employee tests rare earth materials in the research and development analytical lab at the NPM Silmet AS factory in Sillamae, Estonia. Photo by Peter Kollanyi / Bloomberg via Getty ImagesVon der polnischen Elektroniksparte bis hin zum deutschen Automobilsektor ist die Industrie aufgrund der Skaleneffekte, die ein größerer Binnenmarkt bietet, gewachsen. Die europäische Industrie kommt nun leichter an wichtige Produktionsmaterialien wie kritische Rohstoffe heran. So können Unternehmen bequem Kupfer in Zypern, Kobalt in Tschechien, Seltene Erden in Litauen oder Nickel in der Slowakei beziehen.Mit dem größeren EU-Mitgliederkreis ist auch der Markt für Agrar- und Lebensmittelerzeugnisse größer geworden, und die Bürgerinnen und Bürger haben mehr hochwertige Erzeugnisse zur Auswahl. Die zehn neuen Mitgliedstaaten bereichern die landwirtschaftliche Vielfalt in der EU mit unterschiedlichen landwirtschaftlichen Traditionen, Pflanzen, Tieren und hochwertigen Erzeugnissen. Der Wert der landwirtschaftlichen Produktion dieser Länder hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten verdreifacht und liegt bei über 68 Mrd. EUR. Verdopplungdes Produktionsvolumens der tschechischen Papierindustrie68 Mrd. EURWert der landwirtschaftlichen Erzeugung in den zehn neuen Ländern281Anzahl der Erzeugnisse aus den zehn Ländern, die in die EU-Liste der Erzeugnisse mit geschützter Ursprungsbezeichnung aufgenommen wurden In unsere Union investieren Rail Baltica will connect the Baltic states to the rest of Europe, and it will enhance links between Finland and other countries in the EU. Photo by Dominika Zarzycka / NurPhoto via Getty ImagesIn den letzten 20 Jahren hat die EU beträchtlich in die Infrastruktur investiert, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Europa zu verbessern – das betrifft Autobahnen und Pipelines ebenso wie den öffentlichen Verkehr, die Vernetzung, Rechenzentren und die grenzüberschreitende Infrastruktur.Mithilfe des integrierten Energiemarkts konnten Krisen besser bewältigt werden, etwa als die russischen Gaslieferungen gekappt wurden. Die EU-Länder haben gemeinsam daran gearbeitet, ihre Energieversorgung sicherer und nachhaltiger zu machen, die Energiewende voranzutreiben und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland zu verringern. Dank erheblicher Investitionen der EU gibt es in der gesamten Union immer mehr Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetze und Internetanschlüsse. Digitale Vorreiter wie Estland unterstützen die Entwicklung wegweisender Lösungen für elektronische Behördendienste. In allen Teilen Europas sind Millionen Menschen an das 5G-Netz angebunden.Heute stellen wir mit NextGenerationEU die Weichen für die Zukunft. Aus diesem mit 800 Mrd. EUR ausgestatteten Instrument werden Hunderte von Projekten finanziert, von Offshore-Windparks bis hin zu elektrischen Zügen, von erstklassigen digitalen Diensten bis hin zu medizinischen Zentren von Weltruf, wodurch hochwertige Arbeitsplätze in allen 27 Mitgliedstaaten geschaffen werden.Da sich das strategische Umfeld um uns herum weiter verändert und Europa seine Verteidigung verstärken muss, beteiligen sich alle Mitgliedstaaten an den Anstrengungen – von der estnischen Verteidigungsforschung über die Entwicklung schwedischer Flugzeuge bis hin zur polnischen Munitionsproduktion. 40 %durchschnittliche Verringerung der Energieintensität der Industrien in den zehn neuen EU-Ländern in den letzten 20 JahrenVerdreifachungder Autobahnkilometer in Polen, Ungarn und der Slowakei Innovation und Forschung fördern Researcher Sandra Charvatova works in the laboratory at the Blood Cancer Research Group, where she conducts research on hematological malignancies, i.e. blood cancers, in Ostrava, Czechia. Photo by Lukas Kabon/Anadolu Agency via Getty ImagesIn den letzten 20 Jahren hat die Europäische Union zahlreiche Durchbrüche in der Forschung und kreative Innovationen verzeichnet, beispielsweise bei der Prävention von Krankheiten und der Krebsbehandlung. Vieles davon spielte sich in den zehn neuen EU-Ländern ab oder ist das Ergebnis der mit EU-Mitteln unterstützten Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern aus den alten und den neueren Mitgliedstaaten.Ungarische und französische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben die Forschung zur Materie vorangetrieben und für ihre Arbeit den Nobelpreis für Physik erhalten. Von Lettland bis Spanien haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler enger zusammengearbeitet, um beispielsweise mehr über Genome herauszufinden. Solidarisch füreinander einstehen A Greek helicopter loads water in the Cypriot village of Evrychou in the Troodos mountain area on June 20, 2016 during a forest fire. Photo by Georgios Lefkou Papapetrou / AFP via Getty Images Ob bei Überschwemmungen, Waldbränden, Erdbeben oder medizinischen Notlagen: Die EU-Länder haben einander bei Katastrophen lebenswichtige Hilfe geleistet.In den letzten 20 Jahren haben alle EU-Länder im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens Unterstützung in allen Teilen des Kontinents und darüber hinaus geleistet. Hierfür gibt es unzählige Beispiele. Fünf Mitgliedstaaten haben Ungarn nach den Sturzfluten im Jahr 2010 Hilfe geleistet. Im Sommer 2022 eilten österreichische Feuerwehrleute Slowenien zu Hilfe, als das Land mit verheerenden Waldbränden zu kämpfen hatte. Im vergangenen Jahr waren Spezialeinsatzkräfte aus der Slowakei in Griechenland daran beteiligt, Waldbrände historischen Ausmaßes zu bekämpfen.Seit dem ersten Tag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine arbeiten die EU-Mitgliedstaaten mit vereinten Kräften daran, die ukrainische Bevölkerung zu unterstützen. Logistik-Drehkreuze in Polen, der Slowakei und Rumänien tragen dazu bei, die Hilfe aus der gesamten Union zu kanalisieren. Die EU gewährt mehr als 4,1 Millionen ukrainischen Flüchtlingen vorübergehenden Schutz – fast 1,7 Millionen davon wurden von den Mitgliedstaaten aufgenommen, die 2004 der EU beigetreten sind. Über 700im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens gestellte Hilfeersuchen seit 20043200in Polen untergebrachte Personen, die Unterstützung im EU-Zentrum für medizinische Evakuierungen ukrainischer Patienten erhalten haben Die Rolle Europas in der Welt stärken Europäische humanitäre Hilfe wird im Sudan, in der Ukraine und zuletzt in Gaza geleistet – und zwar durch polnische Nichtregierungsorganisationen, tschechische Hilfsorganisationen und Hilfskräfte Zyperns.In den letzten 20 Jahren hat die Stimme Europas auf der Weltbühne an Einfluss gewonnen – sei es, um globale Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels oder der Pandemie auf den Weg zu bringen oder die Demokratie zu fördern.Die Aufnahme von zehn neuen Mitgliedstaaten hat unsere wirtschaftliche Macht weltweit gestärkt. Ein größerer Binnenmarkt hat die EU zu einem noch attraktiveren Handelspartner gemacht und ermöglicht uns, im Ausland neue Chancen zu schaffen. Seit 2004 hat unser internationaler Handel um 3 Billionen EUR zugenommen und belief sich 2023 auf 5 Billionen EUR. Eine größere Union hat auch die Führungsrolle Europas im Bereich der humanitären Hilfe gestärkt. Die humanitäre Hilfe der EU – sei es in der Ukraine, im Gazastreifen oder im Sudan – wird von Helfern aus der gesamten EU geleistet, darunter polnische Nichtregierungsorganisationen, tschechische humanitäre Partner und humanitäres Hilfspersonal aus Zypern. Die Erweiterung hat Wohlstand gefördert, die Demokratie gestärkt und für Stabilität in der gesamten Union gesorgt. Und mit 27 Mitgliedstaaten hat die EU geopolitisch an Gewicht gewonnen. Die in der Kampagne „20 gemeinsame Jahre“ verwendeten Daten basieren auf Eurostat-Statistiken sowie anderen offiziellen Informationsquellen und werden regelmäßig aktualisiert. Die genannten Umfragen stammen aus dem Eurobarometer.
Children play in an AirBubble, an innovative playground providing clean air thanks to algae that absorb pollutants and carbon dioxide and in return produce oxygen, in Warsaw, Poland. Photo by Wojtek Radwanski / AFP via Getty ImagesDie Erweiterung hat den Bürgerinnen und Bürgern aller Mitgliedstaaten mehr Möglichkeiten eröffnet, in anderen Ländern der EU zu studieren und zu arbeiten. Seit 2004 haben mehr als 2,7 Millionen Menschen aus den zehn Mitgliedstaaten die Chance genutzt, im Ausland zu lernen und zu lehren. Gleichzeitig haben an den Universitäten dieser Mitgliedstaaten dank des Programms Erasmus+ mehr als 600 000 junge Menschen aus anderen EU-Ländern studiert.Von den zehn Mitgliedstaaten, die 2004 beigetreten sind, sind neun vollwertige Mitglieder des Schengen-Raums – dem weltweit größten Raum der Freizügigkeit, der ein reibungsloses und sicheres Reisen ermöglicht. Die Arbeiten zur weiteren Integration Zyperns in den Schengen-Raum werden unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten des Landes fortgesetzt.In den vergangenen 20 Jahren hat die EU in den Bereichen soziale Rechte, Gesundheits- und Umweltschutz, Abfallbewirtschaftung, Verbraucherrechte und Produktsicherheit erhebliche Fortschritte erzielt und so dazu beigetragen, die Lebensqualität der Menschen insgesamt zu verbessern.Die zehn 2004 beigetretenen Länder profitieren nicht nur von diesen höheren Standards, sondern haben sie auch aktiv mitgestaltet. Ein wirksamerer Naturschutz, sauberere Luft in den Städten und ein besserer Schutz der Privatsphäre sind die Folge.
A woman celebrates the New Year beneath a sign welcoming the euro on 1 January 2015 in Vilnius. Lithuania switched over to the euro on 1 January 2015 becoming the last Baltic nation to adopt Europe's single currency. Photo by Petras Malukas/AFP In den letzten 20 Jahren ist die EU-Wirtschaft um 27 % gewachsen. Die 2004 beigetretenen Länder haben ein erhebliches Wirtschaftswachstum erlebt. So hat sich die Wirtschaftsleistung in Polen und Malta mehr als verdoppelt. In der Slowakei stieg sie um 80 %.Aber auch in den Ländern, die bei der Erweiterung von 2004 bereits EU-Mitglied waren, legten Wirtschaft und Wohlstand zu. Die spanischen Ausfuhren in die zehn Länder haben sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Der Warenhandel Italiens mit diesen Ländern ist seitdem um 77 % gestiegen. Auch die Handelsbeziehungen zwischen Litauen und Schweden sind erheblich enger geworden. In weniger als zwei Jahrzehnten hat der Warenverkehr innerhalb der EU um mehr als 40 % zugenommen.Von den 26 Millionen neuen Arbeitsplätzen, die in den letzten 20 Jahren in der gesamten EU entstanden sind, wurden sechs Millionen in den zehn neuen EU-Ländern geschaffen.
An employee tests rare earth materials in the research and development analytical lab at the NPM Silmet AS factory in Sillamae, Estonia. Photo by Peter Kollanyi / Bloomberg via Getty ImagesVon der polnischen Elektroniksparte bis hin zum deutschen Automobilsektor ist die Industrie aufgrund der Skaleneffekte, die ein größerer Binnenmarkt bietet, gewachsen. Die europäische Industrie kommt nun leichter an wichtige Produktionsmaterialien wie kritische Rohstoffe heran. So können Unternehmen bequem Kupfer in Zypern, Kobalt in Tschechien, Seltene Erden in Litauen oder Nickel in der Slowakei beziehen.Mit dem größeren EU-Mitgliederkreis ist auch der Markt für Agrar- und Lebensmittelerzeugnisse größer geworden, und die Bürgerinnen und Bürger haben mehr hochwertige Erzeugnisse zur Auswahl. Die zehn neuen Mitgliedstaaten bereichern die landwirtschaftliche Vielfalt in der EU mit unterschiedlichen landwirtschaftlichen Traditionen, Pflanzen, Tieren und hochwertigen Erzeugnissen. Der Wert der landwirtschaftlichen Produktion dieser Länder hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten verdreifacht und liegt bei über 68 Mrd. EUR.
Rail Baltica will connect the Baltic states to the rest of Europe, and it will enhance links between Finland and other countries in the EU. Photo by Dominika Zarzycka / NurPhoto via Getty ImagesIn den letzten 20 Jahren hat die EU beträchtlich in die Infrastruktur investiert, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Europa zu verbessern – das betrifft Autobahnen und Pipelines ebenso wie den öffentlichen Verkehr, die Vernetzung, Rechenzentren und die grenzüberschreitende Infrastruktur.Mithilfe des integrierten Energiemarkts konnten Krisen besser bewältigt werden, etwa als die russischen Gaslieferungen gekappt wurden. Die EU-Länder haben gemeinsam daran gearbeitet, ihre Energieversorgung sicherer und nachhaltiger zu machen, die Energiewende voranzutreiben und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland zu verringern. Dank erheblicher Investitionen der EU gibt es in der gesamten Union immer mehr Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetze und Internetanschlüsse. Digitale Vorreiter wie Estland unterstützen die Entwicklung wegweisender Lösungen für elektronische Behördendienste. In allen Teilen Europas sind Millionen Menschen an das 5G-Netz angebunden.Heute stellen wir mit NextGenerationEU die Weichen für die Zukunft. Aus diesem mit 800 Mrd. EUR ausgestatteten Instrument werden Hunderte von Projekten finanziert, von Offshore-Windparks bis hin zu elektrischen Zügen, von erstklassigen digitalen Diensten bis hin zu medizinischen Zentren von Weltruf, wodurch hochwertige Arbeitsplätze in allen 27 Mitgliedstaaten geschaffen werden.Da sich das strategische Umfeld um uns herum weiter verändert und Europa seine Verteidigung verstärken muss, beteiligen sich alle Mitgliedstaaten an den Anstrengungen – von der estnischen Verteidigungsforschung über die Entwicklung schwedischer Flugzeuge bis hin zur polnischen Munitionsproduktion.
Researcher Sandra Charvatova works in the laboratory at the Blood Cancer Research Group, where she conducts research on hematological malignancies, i.e. blood cancers, in Ostrava, Czechia. Photo by Lukas Kabon/Anadolu Agency via Getty ImagesIn den letzten 20 Jahren hat die Europäische Union zahlreiche Durchbrüche in der Forschung und kreative Innovationen verzeichnet, beispielsweise bei der Prävention von Krankheiten und der Krebsbehandlung. Vieles davon spielte sich in den zehn neuen EU-Ländern ab oder ist das Ergebnis der mit EU-Mitteln unterstützten Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern aus den alten und den neueren Mitgliedstaaten.Ungarische und französische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben die Forschung zur Materie vorangetrieben und für ihre Arbeit den Nobelpreis für Physik erhalten. Von Lettland bis Spanien haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler enger zusammengearbeitet, um beispielsweise mehr über Genome herauszufinden.
A Greek helicopter loads water in the Cypriot village of Evrychou in the Troodos mountain area on June 20, 2016 during a forest fire. Photo by Georgios Lefkou Papapetrou / AFP via Getty Images Ob bei Überschwemmungen, Waldbränden, Erdbeben oder medizinischen Notlagen: Die EU-Länder haben einander bei Katastrophen lebenswichtige Hilfe geleistet.In den letzten 20 Jahren haben alle EU-Länder im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens Unterstützung in allen Teilen des Kontinents und darüber hinaus geleistet. Hierfür gibt es unzählige Beispiele. Fünf Mitgliedstaaten haben Ungarn nach den Sturzfluten im Jahr 2010 Hilfe geleistet. Im Sommer 2022 eilten österreichische Feuerwehrleute Slowenien zu Hilfe, als das Land mit verheerenden Waldbränden zu kämpfen hatte. Im vergangenen Jahr waren Spezialeinsatzkräfte aus der Slowakei in Griechenland daran beteiligt, Waldbrände historischen Ausmaßes zu bekämpfen.Seit dem ersten Tag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine arbeiten die EU-Mitgliedstaaten mit vereinten Kräften daran, die ukrainische Bevölkerung zu unterstützen. Logistik-Drehkreuze in Polen, der Slowakei und Rumänien tragen dazu bei, die Hilfe aus der gesamten Union zu kanalisieren. Die EU gewährt mehr als 4,1 Millionen ukrainischen Flüchtlingen vorübergehenden Schutz – fast 1,7 Millionen davon wurden von den Mitgliedstaaten aufgenommen, die 2004 der EU beigetreten sind.
Europäische humanitäre Hilfe wird im Sudan, in der Ukraine und zuletzt in Gaza geleistet – und zwar durch polnische Nichtregierungsorganisationen, tschechische Hilfsorganisationen und Hilfskräfte Zyperns.In den letzten 20 Jahren hat die Stimme Europas auf der Weltbühne an Einfluss gewonnen – sei es, um globale Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels oder der Pandemie auf den Weg zu bringen oder die Demokratie zu fördern.Die Aufnahme von zehn neuen Mitgliedstaaten hat unsere wirtschaftliche Macht weltweit gestärkt. Ein größerer Binnenmarkt hat die EU zu einem noch attraktiveren Handelspartner gemacht und ermöglicht uns, im Ausland neue Chancen zu schaffen. Seit 2004 hat unser internationaler Handel um 3 Billionen EUR zugenommen und belief sich 2023 auf 5 Billionen EUR. Eine größere Union hat auch die Führungsrolle Europas im Bereich der humanitären Hilfe gestärkt. Die humanitäre Hilfe der EU – sei es in der Ukraine, im Gazastreifen oder im Sudan – wird von Helfern aus der gesamten EU geleistet, darunter polnische Nichtregierungsorganisationen, tschechische humanitäre Partner und humanitäres Hilfspersonal aus Zypern. Die Erweiterung hat Wohlstand gefördert, die Demokratie gestärkt und für Stabilität in der gesamten Union gesorgt. Und mit 27 Mitgliedstaaten hat die EU geopolitisch an Gewicht gewonnen.