Darum geht es beim Access City Award
Städte sind die zentralen Akteure, wenn es um den Zugang von Menschen mit Behinderungen zum städtischen Leben geht, damit sie das eigene Leben in die Hand nehmen, unabhängig sein und umfassend an der Gemeinschaft teilhaben können.
Eine barrierefreie Stadt ermöglicht Menschen mit Behinderungen:
- sich auf der Straße zu bewegen und öffentliche Räume wie Parks und Spielplätze zu nutzen
- öffentliche Gebäude zu betreten, wie z. B. Krankenhäuser, Rathäuser, Bibliotheken und Sporthallen
- den Bus zu nehmen – oder die Straßenbahn oder die U-Bahn –, um zur Arbeit zu fahren und Freunde zu treffen
- ihre Kommune zu kontaktieren, ob persönlich, telefonisch oder online
- Informationen zu erhalten, die sie lesen und verstehen können
Access City Award 2027
Klingt das nach Ihrer Stadt? Dann bewerben Sie sich bis zum 4. September 2026 um 12 Uhr (MESZ) für den Access City Award 2027!
Städte, die in die Endrunde kommen, erhalten eine Einladung zur Preisverleihung im Rahmen der Konferenz zum Europäischen Tag der Menschen mit Behinderungen am 4. Dezember 2026 in Brüssel.
Die Gewinnerstadt und die zweit- und drittplatzierte Stadt erhalten Preisgelder in Höhe von 150 000 Euro (Platz 1), 120 000 Euro (Platz 2) und 80 000 Euro (Platz 3).
Mit einer lobenden Erwähnung können außerdem weitere Städte rechnen, die sich in bestimmten Bereichen oder durch innovative Initiativen um die Barrierefreiheit besonders verdient gemacht haben.
Wie läuft die Bewerbung ab?
- Füllen Sie mithilfe des Leitfadens und der Teilnahmebedingungen das Formular auf https://access-city-award.ec.europa.eu/ aus
- Laden Sie die Belege hoch:
- Erklärung der Bürgermeisterin / des Bürgermeisters
- Ehrenwörtliche Erklärung
- Formular „Rechtsträger“
- Formular „Finanzangaben“
- (optional) zehnseitige Power-Point-Präsentation, um zentrale Aspekte der Bewerbung hervorzuheben
Wer kann sich bewerben?
Der Access City Award richtet sich an
- alle EU-Städte mit mehr als 50 000 Einwohnern
- städtische Gebiete, die aus zwei oder mehr Städten mit einer gemeinsamen Bevölkerung von mehr als 50 000 Einwohnern bestehen, falls sie in EU-Ländern liegen, in denen es weniger als zwei Städte mit über 50 000 Einwohnern gibt
Preise
Die Gewinnerstadt sowie die Zweit- und Drittplatzierte erhalten Preisgelder in Höhe von:
- 1. Platz: 150 000 EUR
- 2. Platz: 120 000 EUR
- 3. Platz: 80 000 EUR
Lobende Erwähnung
Im Rahmen ihrer weiteren Bemühungen, Menschen mit Behinderungen ein Leben in Würde und die volle Teilhabe an Leben und Wirtschaft der Städte zu ermöglichen, beabsichtigt die Kommission, 2027 eine lobende Erwähnung für „Barrierefreie gemeindenahe Dienstleistungen“ zu vergeben.
Diese Auszeichnung erhält eine Stadt, die ein unabhängiges Leben und den Wechsel von der Heimpflege hin zu einem betreuten gemeindenahen Leben durch barrierefreie, vor Ort erbrachte Dienstleistungen ermöglicht, welche Menschen mit Behinderungen im Alltag unterstützen und so verhindern, dass sie in Heimen, isoliert vom Leben der Stadt leben müssen.
Weitere lobende Erwähnungen können Städte erhalten, die sich in bestimmten Bereichen (wie öffentlichen Dienstleistungen oder barrierefreier Kommunikation) oder durch innovative Initiativen (etwa zu Lösungen für intelligente Städte, zum Zugang zu Kulturerbe oder zur Barrierefreiheit für geistig behinderte Menschen) um die Barrierefreiheit besonders verdient gemacht haben.
Bewertung und Preisvergabe
Das Auswahlverfahren ist zweistufig: eine Vorauswahl auf nationaler Ebene und die Endauswahl auf europäischer Ebene.
Die nationalen Jurys in den einzelnen Ländern treffen eine Vorauswahl aus höchstens zwei Städten. Aus den vorausgewählten Kandidaten wählt die europäische Jury die Preisträger aus.
Die Jurys berücksichtigen getroffene und geplante Maßnahmen in folgenden Bereichen:
- bauliche Umgebung und öffentliche Räume
- Verkehr und damit zusammenhängende Infrastruktur
- Information und Kommunikation, einschließlich neuer Informations- und Kommunikationstechnologien
- öffentliche Einrichtungen und Dienste
- barrierefreie gemeindenahe Dienstleistungen (wird nur im Zusammenhang mit der entsprechenden lobenden Erwähnung bewertet)
Zeitplan
- 18. Juni 2026.Start des Wettbewerbs
- 4. September, 12 UhrEnde der Bewerbungsfrist
- September 2026Bewertung durch die nationalen Jurys
- Oktober 2026Bewertung durch die EU-Jury
- November 2026Bekanntgabe der Finalisten
- 4. Dezember 2026Bekanntgabe der Preisträger bei der Preisverleihung während der Konferenz zum Europäischen Tag der Menschen mit Behinderungen
Lassen Sie sich von früheren Gewinnerstädten inspirieren
Access City Award 2026: Preisträger
Lernen Sie die Städte kennen, die beim Thema Barrierefreiheit in der EU vorangehen!
Saragossa (Spanien) – 1. Preis | Valencia (Spanien) – 2. Preis | Rennes (Frankreich) – 3. Preis |
Salzburg (Österreich), Piacenza (Italien), Valencia (Spanien) – lobende Erwähnungen für barrierefreies Wohnen, barrierefreie Informations- und Kommunikationstechnologien sowie barrierefreie Krisenvorsorge.
Access-City-Award-Netz
Das Access-City-Award-Netz besteht aus EU-Städten, die den Preis bereits erhalten haben.
Diese Städte haben ihre Führungsrolle bei der Barrierefreiheit im städtischen Leben unter Beweis gestellt. Wir bringen sie zusammen, damit sie voneinander lernen, anderen Städten, die bei ihren Bemühungen um Barrierefreiheit noch nicht so weit sind, ihr Wissen vermitteln, und ihre Zusammenarbeit mit Behindertenorganisationen verbessern können. Unter anderem veranstalten sie:
- Jahrestreffen im Umfeld der Preisverleihung während des Europäischen Tages für Menschen mit Behinderungen
- Rundtischgespräche mit der Europäischen Kommission wie dasjenige aus Anlass des 15. Jahrestages des Preises
- Studienbesuche bei anderen Städten, die den ACA gewonnen haben, wie etwa in Lyon (Frankreich) und Breda (Niederlande)
- Nationale Begegnungen mit anderen Gewinnerstädten, wie zum Beispiel in Córdoba (Spanien)
- Seminare zur Barrierefreiheit mit Unterstützung von AccessibleEU und den Netzwerken anderer Städte
- Zusammenarbeit mit und Unterstützung von anderen Städten in Fragen der Barrierefreiheit
Bewährte Verfahren in Sachen Barrierefreiheit
Bei jeder Runde stellen wir die bewährtesten Verfahren in Sachen Barrierefreiheit zusammen, mit denen die Gewinnerstädte glänzen konnten. Schauen Sie nach, welche Städte das beim letzten Mal waren.
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Bleiben Sie über den Access City Award auf dem Laufenden und helfen Sie uns, in den sozialen Medien unter dem Hashtag #EUAccessCity darüber zu informieren.
Warum gibt es den Access City Award?
In der EU leben rund 90 Millionen Menschen mit Behinderungen. Ihnen Zugang zu ihren Grundrechten und -freiheiten zu gewährleisten, steht für uns an erster Stelle, im Einklang mit der erweiterten Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen bis 2030 und der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen.
Europa ist heute außerdem eine zunehmend städtische Gesellschaft – in der EU leben sieben von zehn Menschen in Städten. Diese Auszeichnung zeigt anschaulich, wie sich die Kommission Hand in Hand mit anderen Verwaltungsebenen dafür einsetzt, ihr Engagement für Bürgerinnen und Bürger mit Behinderungen EU-weit mit Leben zu erfüllen.
Mit dem Access City Award
- werden die Bemühungen von Städten gewürdigt, Barrieren für Menschen mit Behinderungen abzubauen
- wird der gleichberechtigte Zugang zum städtischen Leben für Menschen mit Behinderung gefördert
- wird lokalen Behörden geholfen, für bewährte Verfahren zu werben und sie weiterzugeben
In den vergangenen 16 Jahren wurden 77 Städte ausgezeichnet, darunter 16 Erstplatzierte. Vergangenes Jahr ging der prestigeträchtige erste Preis des Access City Award an Saragossa (Spanien).


