Menschen mit psychischen Problemen stoßen leider allzu oft auf Unverständnis, Ablehnung und Isolation. Dies anzugehen ist die Grundvoraussetzung für eine gesunde und inklusive Gesellschaft. Deshalb begehen wir jedes Jahr am 10. Oktober den Welttag der psychischen Gesundheit. In diesem Jahr mit dem Schwerpunkt auf psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz. Zu diesem wichtigen Anlass hat die Kommission ein EU-Unterstützungspaket zum Thema Stigmatisierung vorgelegt. Umgesetzt wird es gemeinsam mit den nationalen Behörden. Diese sollen mit Interessengruppen für psychische Gesundheit vernetzt werden, um eine inklusive und fundierte Politikgestaltung zu ermöglichen. Im Kampf gegen Stigmatisierung bedarf es mehr als nur politischer Maßnahmen – weshalb die Kommission die neue Kampagne „In this together“ ins Leben gerufen hat. Mit der Kampagne sollen Menschen in der gesamten EU angesprochen werden. Ziel ist es, falsche Vorstellungen zu widerlegen und für ein besseres Verständnis und eine größere Akzeptanz von psychischen Problemen zu sorgen. Ferner sollen an Schulen in ganz Europa Unterrichtsmaterialien verteilt werden, um das Bewusstsein für psychische Gesundheit zu schärfen und das Thema zu normalisieren.Zudem wurde heute ein aktualisierter Tracker veröffentlicht, mit dem die Fortschritte bei den 20 Leitinitiativen der EU für psychische Gesundheit verfolgt werden können. Diese Leitinitiativen sind Teil eines ganzheitlichen Konzepts in Sachen psychische Gesundheit, das die Kommission seit 2023 verfolgt und das 1,23 Mrd. EUR an direkter und indirekter Unterstützung für die EU-Mitgliedstaaten umfasst. Dahinter stecken drei zentrale Ziele: i) angemessene und wirksame Prävention, ii) Zugang zu hochwertiger und bezahlbarer psychischer Gesundheitsversorgung und Behandlung und iii) Wiedereingliederung in die Gesellschaft nach der Genesung. Einer EU-Umfrage aus dem Jahr 2023 zufolge hatte fast jeder Zweite (46 % der EU-Bevölkerung) in den vorangegangenen 12 Monaten emotionale oder psychosoziale Probleme, wie z. B. Depressionen oder Angstzustände. Das Risiko ist also hoch – deshalb setzt sich die EU für eine Zukunft ein, in der die psychische Gesundheit aller Menschen gefördert, wertgeschätzt und geschützt wird.Weitere InformationenErklärung von Kommissarin Kyriakides zum Welttag der psychischen GesundheitDas ganzheitliche Konzept der EU in Sachen psychische GesundheitPsychische Gesundheit in der EUVideo zum Thema: Kampagne zu Stigmatisierung und Diskriminierung im Bereich der psychischen Gesundheit – Hauptfilm Einzelheiten Datum der Veröffentlichung10. Oktober 2024AutorGeneraldirektion Kommunikation