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Europäische Kommission

Mehr Barrierefreiheit und Inklusion für Menschen mit Behinderungen

  • Presseartikel
  • 6. Mai 2026
  • Generaldirektion Kommunikation
  • Lesedauer: 2 Min

 

Die Kommission hat einen ehrgeizigen Sozialplan zur Förderung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in der gesamten EU vorgelegt.

Laut Eurostat leben 90 Millionen Menschen in Europa mit einer Behinderung. Eine vollständige Inklusion ist also unerlässlich – nicht nur, damit ihre Rechte gewahrt werden, sondern auch, um die Wirtschaft und die Demokratie in Europa zu stärken. Dennoch gibt es für Menschen mit Behinderungen nach wie vor viele Barrieren:

  • Nur 55 % sind erwerbstätig, gegenüber 77 % der Menschen ohne Behinderung.
  • 1,4 Millionen leben nach wie vor in Einrichtungen.
  • Jeder Dritte ist von Armut bedroht – fast doppelt so viele wie im EU-Durchschnitt.

Damit die Rechte sozial und wirtschaftlich schutzbedürftiger Menschen in allen Lebensbereichen gewahrt und uneingeschränkt verwirklicht werden, sind weitere Maßnahmen notwendig. Zu diesem Zweck aktualisiert die Kommission die Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen 2021–2030 und verstärkt ihre Bemühungen durch neue Initiativen wie 

  • die EU-weite Einführung des Europäischen Behindertenausweises und des Europäischen Parkausweises für Menschen mit Behinderungen,
  • die Gründung einer Allianz für ein selbstbestimmtes Leben, um Einrichtungen durch gemeindenahe Unterstützung zu ersetzen,
  • die Verbesserung der Barrierefreiheit im Verkehrswesen
  • und Investitionen in assistive Technologien wie KI-Tools.

Der neue Sozialplan umfasst auch die erste EU-Strategie zur Armutsbekämpfung, einen Vorschlag für eine Empfehlung des Rates zur Bekämpfung der Ausgrenzung auf dem Wohnungsmarkt und eine Mitteilung über die Durchbrechung des Kreislaufs der Kinderarmut.

Mit der aktualisierten Strategie bekräftigen wir unser Engagement und reagieren auf neue Bedürfnisse und Herausforderungen, die seit ihrer Vorstellung im Jahr 2021 entstanden sind. Dabei werden auch die Empfehlungen der Vereinten Nationen sowie die Anliegen von Menschen mit Behinderungen und ihren Vertretungsorganisationen, des Europäischen Parlaments und des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses berücksichtigt. Die Strategie ist Teil der umfassenderen EU-Ziele für eine Union der Gleichheit.

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Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
6. Mai 2026
Autor
Generaldirektion Kommunikation