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Europäische Kommission
  • Presseartikel
  • 27. November 2025
  • Generaldirektion Kommunikation
  • Lesedauer: 2 Min

Neuer Plan zur Erschließung des Potenzials der Bioökonomie

Researcher  on absorbing CO2 from fossil power plants by algae in order to reduce CO2 emission into the atmosphere at the research center Juelich

 

Die EU-Bioökonomie trägt bereits erheblich zur Entstehung von Arbeitsplätzen und zum Wirtschaftswachstum in Europa bei. Mehr als 17 Millionen Menschen (das bedeutet rund 8 % der Arbeitsplätze in der EU) sind in diesem Bereich beschäftigt, der im Jahr 2023 einen Wert von 2,7 Billionen EUR erreichte. Mit ihrer neuen Strategie für die Bioökonomie will die EU deren Potenzial weiter erschließen. Dadurch sollen fossile Materialien und Produkte ersetzt, neue Arbeitsplätze geschaffen und der weltweite Wandel hin zu sauberen Industrien vorangetrieben werden.  

Biobasierte Produkte stammen aus biologischen Ressourcen an Land und im Meer. Biobasierte Chemikalien können beispielsweise aus Algen hergestellt werden, die zur Herstellung von Arzneimitteln und Körperpflegeprodukten verwendet werden und auch in der Industrie Anwendung finden. Biobasierte Kunststoffe kommen in Verpackungen und Automobilteilen zum Einsatz. Außerdem sind biobasierte Baustoffe, Textilfasern und Düngemittel zunehmend gefragt.  

Mit der vorgeschlagenen neuen Strategie werden Tätigkeiten unterstützt, die nachhaltige praktische Lösungen sowie Alternativen zu kritischen Rohstoffen bieten, indem unsere biologischen Ressourcen auf folgende Weisen genutzt werden: 

Biobasierte Innovationen vor Ort verwirklichen 

  • Ausbau biobasierter Innovationen durch eine Kombination aus öffentlichen und privaten Investitionen sowie durch gestraffte regulatorische Rahmenbedingungen
  • Genehmigungen für innovative Lösungen, insbesondere für kleine Unternehmen, schneller, einfacher und klarer machen
  • Investitionen in biobasierte Technologien tätigen und eine Gruppe für die Durchführung von Investitionen in die Bioökonomie einrichten, um private Investitionen zu mobilisieren 

Neue Leitmärkte für biobasierte Materialien und Technologien entwickeln 

  • die Nachfrage nach biobasierten Komponenten für Produkte steigern, beispielsweise durch die Festlegung von Zielwerten in einschlägigen Rechtsvorschriften
  • Gründung einer Europäischen Allianz für biobasierte Produkte, in der EU-Unternehmen gemeinsam biobasierte Lösungen erwerben 

Nachhaltige Nutzung von Biomasse sichern 

  • Förderung der Kreislaufwirtschaft und Wertsteigerung von sekundärer Biomasse – wie landwirtschaftlichen Reststoffen, Nebenprodukten und organischen Abfällen
  • Initiativen ins Leben rufen, die Landwirt*innen und Forstwirt*innen für den Schutz von Böden, den Ausbau von CO2-Senken und die Förderung der Nutzung nachhaltiger Biomasse belohnen 

Chancen weltweit nutzen 

  • Unterstützung der europäischen Industrie beim Zugang zu globalen Märkten durch die Bildung von Partnerschaften, die die Anfälligkeit verringern und sicherstellen, dass Europa nicht von einer einzigen Region oder einer einzigen Ressource abhängig ist 

Die neue Strategie baut auf der Bioökonomie-Strategie von 2012 und deren Überarbeitungen aus den Jahren 2018 und 2022 auf. Nun liegt der Schwerpunkt auf der industriellen Nutzung, Marktexpansion, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz

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Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
27. November 2025
Autor
Generaldirektion Kommunikation