Um der Corona-Pandemie endgültig Herr zu werden, müssen wir global denken und zusammenarbeiten. Impfstoffe, Tests und Medikamente müssen weltweit zur Verfügung stehen.Solange nicht alle geimpft sind, sind auch wir nicht in Sicherheit.Im Rahmen der multilateralen Maßnahmen achtet die EU darauf, dass niemand außen vor bleibt. Denn es geht um den Schutz unserer Gesundheit und eine nachhaltige weltweite Erholung. Page contents Page contents Im Blickpunkt Partnerschaft EU–Lateinamerika–Karibik22. Juni 2022 – Die Kommission und Spanien sind mit Lateinamerika und der Karibik eine neue Partnerschaft eingegangen, um die Herstellung von Impfstoffen, Arzneimitteln und anderen Gesundheitstechnologien vor Ort zu fördern und die Gesundheitssysteme krisenfester zu machen. Die Partnerschaft soll die sozialen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Regionen ergänzen und weiter ausbauen. Team Europa „Team Europa“, bestehend aus der EU, ihren Mitgliedstaaten und europäischen Finanzinstituten, hat 46 Mrd. EUR für die weltweite Corona-Krisenreaktion bereitgestellt. Mit diesen Mitteln werden mehr als 130 Partnerländer dabei unterstützt, die gesundheitliche Notlage zu bewältigen, ihre Gesundheitssysteme auszubauen, Maßnahmen zur Wasser- und Sanitärversorgung zu treffen, die sozioökonomischen Folgen der Pandemie zu mildern. Nahezu 10 Mrd. EUR sind gezielt dazu bestimmt, die für die Eindämmung der Krise entscheidenden Sektoren wie Gesundheit, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zu stärken. EU-Katastrophenschutzverfahren Seit Beginn der Pandemie hat die EU über ihr Katastrophenschutzverfahren die Lieferung von mehr als 23 Millionen Artikeln persönlicher Schutzausrüstung und medizinischer Ausrüstung in mehr als 30 Länder koordiniert und kofinanziert, um diese bei der Bewältigung der Coronakrise zu unterstützen. Auf demselben Wege wurden 40 Ländern rund 32 Millionen Impfdosen zur Verfügung gestellt. Weltgesundheitsgipfel Im Rahmen des Weltgesundheitsgipfels haben sich die Staats- und Regierungschefs der G20 zu einer Reihe von Maßnahmen verpflichtet, um die Corona-Krise weltweit schneller bekämpfen und künftig besser mit Pandemien umgehen zu können. Die G20 unterstrich die Bedeutung einer verstärkten und diversifizierten Produktion und würdigte die Rolle des geistigen Eigentums bei der Gewährleistung von Gerechtigkeit. Sie betonte nachdrücklich, dass ein gleichberechtigter Zugang zu Impfstoffen zu gewährleisten ist und Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen unterstützt werden müssen. Team Europa legte dem Gipfel konkrete Beiträge vor, unter anderem über die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie, die Impfstoffe in Europa herstellen, um rasch Impfdosen für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen bereitzustellen. Unterstützung lokaler Produktionskapazitäten Im Rahmen einer 1 Mrd. EUR schweren Initiative, die am 21. Mai 2021 ins Leben gerufen wurde, sollen die Produktionskapazitäten in Afrika und der Zugang zu Impfstoffen, Arzneimitteln und Gesundheitstechnologien verbessert werden. Bis 2040 möchte die Afrikanische Union 60 % der auf dem Kontinent verwendeten Impfstoffe vor Ort herstellen. Gleichzeitig sollen die lokalen Arzneimittelsysteme gestärkt werden. Die EU hat gemeinsam mit Spanien auch eine Partnerschaft mit Lateinamerika und der Karibik ins Leben gerufen, um die lokale Herstellung von Impfstoffen, Arzneimitteln und anderen Gesundheitstechnologien zu unterstützen und die Gesundheitssysteme zu stärken. Spendenmarathon Im Mai 2020 startete die Kommission die Weltweite Corona-Krisenreaktion – einen Spendenmarathon für die Erforschung und Entwicklung von Tests, Therapien und Impfstoffen.Für die Stärkung der Gesundheitssysteme und die Unterstützung der weltweiten Krisenerholung haben Geber aus der ganzen Welt nahezu 16 Mrd. EUR zugesagt, wobei die Kommission 1,4 Mrd. EUR beisteuerte. ACT-Accelerator Die Weltgesundheitsorganisation, die EU und globale Gesundheitsorganisationen haben im April 2020 ein Projekt zur Beschleunigung des Zugangs zu COVID-19-Instrumenten ins Leben gerufen (Access to COVID-19 Tools Accelerator). Ziele: Beschleunigung der Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen, -Tests und -Therapien Gewährleistung eines gleichberechtigten globalen Zugangs dazu Ausbau der Gesundheitssysteme ACT-Accelerator bringt Regierungen, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wohltätigkeitsorganisationen und globale Gesundheitsorganisationen zusammen. Zur Unterstützung der Projektarbeit wurden bislang 23,06 Mrd. EUR zugesagt. COVAX COVID-19 Vaccines Global Access (COVAX) ist eine weltweite Initiative für gleichberechtigten Zugang zu Corona-Impfstoffen. Federführend sind die Impfallianz Gavi, die Weltgesundheitsorganisation und die Koalition für Innovationen in der Epidemievorsorge (CEPI), mit UNICEF als wichtigem Partner. COVAX ist die Impfstoff-Säule des Projekts ACT-Accelerator. Bislang wurden 12,2 Mrd. EUR zur Unterstützung von COVAX zugesagt. Von Team Europa mobilisierte Mittel in Höhe von über 5 Mrd. EUR bringen uns dem Ziel von COVAX näher, mindestens 1,8 Milliarden Impfdosen für Länder mit niedrigerem Einkommen bereitzustellen. Am 24. Februar 2021 erhielt Ghana als erstes Land COVID-19-Impfstoffdosen über die COVAX-Fazilität. 600 000 Dosen lebensrettender Impfstoffe kamen in Accra an – nach den Worten von Kommissionspräsidentin von der Leyen „ein wahrer und historischer Moment globaler Solidarität“. Dank COVAX wurden bis Mitte Juni 2022 über 1,5 Milliarden Dosen in 145 Länder geliefert. EU-Mechanismus zur gemeinsamen Nutzung des Impfstoffbestands Mithilfe des EU-Mechanismus zur gemeinsamen Nutzung der verfügbaren Impfstoffe können die 27 Mitgliedstaaten die von der EU u. a. über COVAX erworbenen Impfdosen mit Drittländern teilen.Anfang Juni 2022 hatten die EU-Mitgliedstaaten mehr als 477 Millionen Dosen weltweit als Spenden bereitgestellt und damit unser Spendenziel übertroffen. Die Abgabe erfolgte größtenteils (etwa 407 Millionen Dosen) über COVAX. Daneben haben die EU-Mitgliedstaaten 70 Millionen Dosen im Zuge bilateraler Spenden – beispielsweise an Nachbarländer im Westbalkan – geliefert. Derzeit sind 62 % der Weltbevölkerung geimpft. Ein großer Teil der für diese Impfungen erforderlichen Dosen wurde von Europa abgegeben. Darauf möchten wir uns aber nicht beschränken. Wir werden unsere Bemühungen zur Unterstützung Afrikas intensivieren, denn die dortigen Impfraten liegen deutlich unter jenen anderer Regionen. Daher kündigte Präsidentin von der Leyen auf dem zweiten COVID-19-Gipfel weitere 300 Mio. EUR an, um die Einführung von Impfstoffen und die Durchimpfung in Afrika zu beschleunigen. Weitere 100 Mio. EUR sollen den Zugang zu und den Einsatz von Diagnostika und Therapeutika verbessern sowie die Gesundheitssysteme in den Partnerländern stärken. Die Kommission plant ferner einen Beitrag von 427 Mio. EUR (450 Mio. USD) zum Globalen Fonds für Pandemievorsorge, um die Präventionsbemühungen und eine bessere Reaktion auf künftige Pandemien zu unterstützen – vorbehaltlich einer Einigung über seine Verwaltung. Wir werden weiterhin Hand in Hand mit internationalen Partnern wie den Vereinigten Staaten zusammenarbeiten, um Impfungen auszuweiten, die globalen Lieferketten und die lokale Produktion zu stärken sowie die globale Gesundheitssicherheitsarchitektur zu verbessern. Team Europa hat die Weitergabe von 700 Millionen Impfdosen bis 2022 zugesagt. Unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass 70 % der Weltbevölkerung schnellstmöglich geimpft sind. 70 % der Weltbevölkerung sollten so bald wie möglich geimpft sein700 Millionen Impfdosen soll Team Europa bis Ende 2022 spenden Impfstoffexporte Während der Pandemie ist die EU durchweg fair und weltoffen geblieben. Seit Dezember 2020 wurden fast 2,5 Milliarden Impfstoffdosen in 168 Länder exportiert. Die EU hat an der Reaktion der Welthandelsorganisation (WTO) auf die COVID-19-Pandemie an vorderster Front mitgewirkt. Als Reaktion auf die außergewöhnlichen Pandemie-Umstände einigten sich die Minister auf der 12. WTO-Ministerkonferenz auf eine Reihe von Klarstellungen und eine Befreiung von bestimmten Verpflichtungen aus dem TRIPS-Übereinkommen, damit die infrage kommenden WTO-Mitglieder einem Unternehmen ohne Zustimmung des Patentinhabers die rasche und vereinfachte Herstellung und Ausfuhr von COVID-19-Impfstoffen gestatten können. Unterlagen 6. DEZEMBER 2021Factsheet: Team Europe COVID-19 global solidarity
Um der Corona-Pandemie endgültig Herr zu werden, müssen wir global denken und zusammenarbeiten. Impfstoffe, Tests und Medikamente müssen weltweit zur Verfügung stehen.Solange nicht alle geimpft sind, sind auch wir nicht in Sicherheit.Im Rahmen der multilateralen Maßnahmen achtet die EU darauf, dass niemand außen vor bleibt. Denn es geht um den Schutz unserer Gesundheit und eine nachhaltige weltweite Erholung.
Partnerschaft EU–Lateinamerika–Karibik22. Juni 2022 – Die Kommission und Spanien sind mit Lateinamerika und der Karibik eine neue Partnerschaft eingegangen, um die Herstellung von Impfstoffen, Arzneimitteln und anderen Gesundheitstechnologien vor Ort zu fördern und die Gesundheitssysteme krisenfester zu machen. Die Partnerschaft soll die sozialen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Regionen ergänzen und weiter ausbauen.
Im Rahmen des Weltgesundheitsgipfels haben sich die Staats- und Regierungschefs der G20 zu einer Reihe von Maßnahmen verpflichtet, um die Corona-Krise weltweit schneller bekämpfen und künftig besser mit Pandemien umgehen zu können. Die G20 unterstrich die Bedeutung einer verstärkten und diversifizierten Produktion und würdigte die Rolle des geistigen Eigentums bei der Gewährleistung von Gerechtigkeit. Sie betonte nachdrücklich, dass ein gleichberechtigter Zugang zu Impfstoffen zu gewährleisten ist und Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen unterstützt werden müssen.
Im Mai 2020 startete die Kommission die Weltweite Corona-Krisenreaktion – einen Spendenmarathon für die Erforschung und Entwicklung von Tests, Therapien und Impfstoffen.Für die Stärkung der Gesundheitssysteme und die Unterstützung der weltweiten Krisenerholung haben Geber aus der ganzen Welt nahezu 16 Mrd. EUR zugesagt, wobei die Kommission 1,4 Mrd. EUR beisteuerte.
Mithilfe des EU-Mechanismus zur gemeinsamen Nutzung der verfügbaren Impfstoffe können die 27 Mitgliedstaaten die von der EU u. a. über COVAX erworbenen Impfdosen mit Drittländern teilen.Anfang Juni 2022 hatten die EU-Mitgliedstaaten mehr als 477 Millionen Dosen weltweit als Spenden bereitgestellt und damit unser Spendenziel übertroffen. Die Abgabe erfolgte größtenteils (etwa 407 Millionen Dosen) über COVAX.