
Angesichts der alternden EU-Bevölkerung und der wachsenden Zahl grüner und digitaler Jobs, die neue Kompetenzen erfordern, finden Arbeitgeber in Europa kaum mehr qualifizierte Arbeitskräfte. Einer kürzlich durchgeführten EU-Umfrage zufolge betrifft dies vor allem kleine und mittelständische Betriebe. Mit drei Maßnahmen will die Europäische Kommission den EU-Ländern dabei helfen, Top-Fachkräfte aus aller Welt an Land zu ziehen.
Der Schwerpunkt der EU wird natürlich weiterhin auf unseren heimischen Arbeitskräften liegen, jedoch ist das Anwerben von bestimmten Fachkräften dafür von entscheidender Bedeutung. So können wir unsere Wirtschaft stärken und den Bedarf für wichtige öffentliche Dienstleistungen, wie Gesundheitsversorgung und Langzeitpflege, decken. Deshalb umfasst der Vorschlag der Kommission folgende Maßnahmen:
- Rekrutierung außerhalb der EU vereinfachen
- Verfahren zur Anerkennung von in Drittländern erworbenen Berufsqualifikationen und Kompetenzen beschleunigen
- Lernmobilität für alle fördern
Ferner ist ein „EU-Talentpool“ vorgesehen, mit dem die Einstellung Arbeitsuchender aus Drittländern erleichtert und der Prozess insgesamt unterstützt werden soll. Zudem gibt es konkrete Ziele dafür, wie viele Hochschulabsolvierende, Lernende mit geringeren Chancen und Auszubildende bis 2030 Mobilitätserfahrung erwerben sollen.
Weitere Informationen
Das Potenzial der Arbeitskräfte in der EU voll ausschöpfen
Factsheet zur Fachkräftemobilität
Fragen und Antworten zum Paket für Kompetenz- und Fachkräftemobilität
- Datum der Veröffentlichung
- 15. November 2023
- Autor
- Generaldirektion Kommunikation