Globale Klimaschutzmaßnahmen vorantreiben
Die 29. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP29) fand vom 11. bis zum 22. November 2024 in Baku statt. Wenn wir das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens erreichen und das UN-Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen einhalten wollen, müssen wir zügig handeln. Darum ging es beim COP29-Gipfel unter dem Vorsitz Aserbaidschans. Zentrales Thema war die Sicherung von Investitionen zur Emissionsverringerung und zum Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen.

Die wichtigsten Ergebnisse
Der Europäische Kommission und die EU-Länder waren führend bei der Vermittlung einer Vereinbarung, mit der die internationalen Finanzströme auf die Pariser Klimaziele ausgerichtet werden sollen. Mit einem neuen gemeinsamen quantifizierten Ziel für die Finanzierung von Klimamaßnahmen hat die EU die globalen Beitragsleistungen für die Klimaschutzfinanzierung auf eine breitere Grundlage gestellt. Bis 2035 werden sie sich auf mindestens 1,3 Billionen US-Dollar an öffentlichen und privaten Investitionen im Jahr belaufen, wobei multilateralen Entwicklungsbanken eine stärkere Rolle zukommen wird.
Außerdem hat die EU auf der COP29
- eine Einigung über CO2-Marktvorschriften erzielt, die für mehr Umweltintegrität, Transparenz und Rechenschaftspflicht sorgen werden
- ihre Absicht bekundet, 2025 einen an das 1,5-Grad-Ziel angepassten national festgelegten Beitrag vorzulegen
- eine Partnerschaft für die Abkehr von fossilen Brennstoffen mit der „Beyond Oil and Gas Alliance“ angekündigt
- einen neuen Fahrplan für eine Partnerschaft zur Methanreduzierung auf den Weg gebracht, um die Senkung des Methanausstoßes aus Erzeugung und Verbrauch fossiler Energien zu beschleunigen
- den ersten Zweijahres-Transparenzbericht veröffentlicht, der ein wichtiger Meilenstein für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens ist
EU-Klimapolitik
Der europäische Grüne Deal ist die Wachstumsstrategie der EU, deren Ziele wir konsequent verfolgen und alle Rechtsvorschriften umsetzen werden. Er soll die EU bis 2050 zu einer fairen und wohlhabenden Gesellschaft mit einer modernen und wettbewerbsfähigen Wirtschaft ohne Netto-Treibhausgasemissionen machen. Ein neuer Deal für eine saubere Industrie für Europa wird zur Dekarbonisierung der Wirtschaft beitragen und neue grüne Arbeitsplätze in der ganzen EU schaffen.
Die jüngsten Klima- und Energie-Vorschriften bringen die EU auf Kurs, um ihre Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 % zu senken und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Der nächste Zwischenschritt der Kommission umfasst den Vorschlag, das Ziel zur Verringerung der Nettoemissionen um 90 % bis 2040 in unserem Europäischen Klimagesetz zu verankern. Europa hält sein Versprechen, den grünen Wandel zum Nutzen von Mensch, Wirtschaft und Natur zu gestalten.
Der Beitrag von Team Europa zur globalen Klimaschutzfinanzierung
Wenn wir der Klimakrise Herr werden wollen, müssen wir die Emissionen weltweit senken. Die EU steht Entwicklungsländern beim Klimaschutz und bei der Klimaanpassung zur Seite.
Die EU, ihre Mitgliedstaaten und die Europäische Investitionsbank sind zusammen der größte Beitragszahler öffentlicher Klimaschutzförderung in Entwicklungsländern. 2023 haben sie 28,6 Mrd. EUR aus öffentlichen Quellen für den Klimaschutz bereitgestellt und weitere 7,2 Mrd. EUR von privater Hand mobilisiert.
Die EU bleibt auch dem gemeinsamen Ziel der Industrieländer, bis 2025 jährlich 100 Mrd. USD zur Unterstützung unserer Partner zu mobilisieren, treu.
Zudem fördert die Global-Gateway-Strategie der EU öffentliche und private Investitionen in Infrastruktur, grüne Energie, Bildung und Forschung, damit die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung und die Verpflichtungen des Pariser Abkommens umgesetzt werden können.
