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Europäische Kommission

40 gemeinsame Jahre

Wie Portugal die EU verändert hat

Dass Portugal zum Kern der Europäischen Union gehört, stärkt sie als Gemeinschaft, die auf Vertrauen, Fortschritt und Solidarität gründet. Portugal spielt eine Schlüsselrolle bei der Stärkung des Zusammenhalts und des weltweiten Einflusses von Europa, es hat zur Ausarbeitung des Vertrags von Lissabon beigetragen und frischen Wind in die Partnerschaften mit Afrika und Lateinamerika gebracht. Sein unerschütterliches Bekenntnis zu den europäischen Werten – Demokratie, Solidarität und soziale Gerechtigkeit – ist eine stetige Inspirationsquelle für das europäische Projekt.

Wie die EU-Mitgliedschaft Portugal verändert hat

Mehr als 55 000 portugiesische Studierende konnten zwischen 2021 und 2024 dank Erasmus+ Hochschulen in anderen EU-Ländern besuchen
Fast 200 000 Landwirtinnen und Landwirte in Portugal werden jedes Jahr durch die EU-Agrarpolitik unterstützt
Um 131 % stieg das reale BIP Portugals seit dem EU-Beitritt

Weitere Zahlen und Fakten

  • Die Menschen in Portugal haben unmittelbar erlebt, welche Vorteile größeres Wirtschaftswachstum bringt: Die Beschäftigung stieg von 4 Millionen Arbeitsplätzen 1986 auf 4,8 Millionen 2024.
  • Durch die EU-Mitgliedschaft konnte Portugal seine Handelsbeziehungen in alle Welt vertiefen. Die weltweite Warenausfuhr stieg von 2,8 Mrd. EUR (7,3 % des BIP) 1986 auf 21,6 Mrd. EUR (7,6 % des BIP) 2024.
  • Seit 1986 haben mehr als 7000 Forschende in Portugal insgesamt fast 3 Mrd. EUR aus dem Programm „Horizont Europa“ erhalten, mit denen sie Projekte durchführen konnten, die Bürgerinnen und Bürgern in ganz Europa direkt zugutekommen.

Erfolgsstorys

  • Bau grüner Energiespeichersysteme

    Auf den Azoren wird dank EU-Förderung die Nutzung erneuerbarer Energien durch neue Energiespeichersysteme auf den größten Inseln ausgebaut. Mit diesen Anlagen kann die Region zusätzliche saubere Energie (aus Sonne und Wind) speichern, die sie bei hoher Nachfrage oder geringer Erzeugung nutzen kann. Für die Inseln ist das ein großer Schritt in Richtung Selbstversorgung und Nachhaltigkeit. Das Projekt zeigt außerdem, wie wichtig Innovation, die Einbeziehung lokaler Akteure und die Ausrichtung auf die EU-Klimaziele sind.

  • Innovative Lösungen für weniger Plastikmüll

    Im Rahmen des SeaFilm-Projekts entwickelt das portugiesische Polytechnische Institut von Leiria eine neue Methode zur Verpackung von Gefrierfisch mit einer essbaren, biologisch abbaubaren Folie aus Algen mit Seetang-Extrakten. Das Ziel ist es, Einwegfolie aus Kunststoff durch eine nachhaltigere Alternative zu ersetzen, die das Produkt länger frisch hält. Eine vielversprechende Initiative zur Bekämpfung von Kunststoffabfällen in Europa unter der Federführung Portugals.

  • Anbindung an Europa

    Seit 2007 hat die EU 350 Verkehrsprojekte in ganz Portugal finanziell unterstützt, darunter auch Hochgeschwindigkeitstrassen der Bahn nach Spanien. Wichtige Investitionen wie die Hochgeschwindigkeitsstrecke Lissabon-Porto oder die Bahnlinie Bergara-San Sebastian-Bayonne als Teil des Atlantikkorridors, der Portugal und Spanien mit Frankreich und Deutschland verbindet, machen das Reisen schneller, grüner und effizienter. Die Europäische Kommission hat unlängst Pläne zum Bau einer Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Lissabon und Madrid genehmigt, die bis 2034 fertig sein wird.

  • European Module Exercise (EU MODEX) in Portugal
    Gelebte Solidarität mit Portugal

    Portugal hat im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens seit dessen Gründung 2001 eng mit anderen EU-Mitgliedstaaten zusammengearbeitet, um Katastrophenhilfe zu mobilisieren. Seit 2016 hat Portugal das Verfahren 14-mal aktiviert, insbesondere während der Waldbrandsaison. Im September 2024 halfen mehrere EU-Länder Portugal mit insgesamt elf Löschflugzeugen.