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Europäische Kommission
  • Presseartikel
  • 18. Dezember 2024
  • Generaldirektion Kommunikation
  • Lesedauer: 2 Min

EU-Leitlinien zur Bewältigung sozioökonomischer Herausforderungen 2025

Installation of a heat pump

 

Die Kommission hat politische Leitlinien veröffentlicht, um die EU-Länder bei der Wahrung ihrer makroökonomischen Stabilität zu unterstützen, ihr Wachstum zu fördern und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. So soll die EU für sozioökonomische Herausforderungen im neuen Jahr gewappnet werden. Gegenstand sind die Politik des Euro-Währungsgebiets, der Warnmechanismus-Bericht und der Gemeinsame Beschäftigungsbericht für 2025. 

Dem Vorschlag für den Gemeinsamen Beschäftigungsbericht zufolge ist der EU-Arbeitsmarkt immer noch relativ robust. Die Beschäftigungsquote in der EU erreichte 2023 ein Rekordhoch von 75,3 % und stieg im zweiten Quartal 2024 weiter auf 75,8 %. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote 2023 auf einen historischen Tiefstand von 6,1 %; dieser Trend setzte sich auch 2024 fort.  

Doch Herausforderungen bestehen nach wie vor. Die in den Vorjahren erlittenen Einbußen bei der Kaufkraft sind trotz steigender Reallöhne noch nicht wieder vollständig ausgeglichen. Außerdem behindert der weitverbreitete Arbeits- und Fachkräftemangel Produktivitätssteigerungen, Innovation und die Wettbewerbsfähigkeit. Im Vorschlag wird empfohlen, weiterhin auf Kompetenzentwicklung in der gesamten EU, hochwertige Arbeitsplätze und eine Strategie zur Armutsbekämpfung hinzuwirken, damit die Ziele des Aktionsplans zur europäischen Säule sozialer Rechte für 2030 erreicht werden. 

Der Vorschlag für den Warnmechanismus-Bericht 2025 verweist auf potenzielle makroökonomische Ungleichgewichte, die sich auf die Wirtschaft einzelner Mitgliedstaaten oder gar der gesamten EU auswirken könnten. 2025 werden folgende neun Länder, bei denen 2024 Ungleichgewichte oder übermäßige Ungleichgewichte festgestellt wurden, einer eingehenden Überprüfung unterzogen: Deutschland, Griechenland, Italien, Niederlande, Rumänien, Schweden, Slowakei, Ungarn und Zypern. Aufgrund der besonderen Risiken neu entstehender Ungleichgewichte wird auch für Estland eine Überprüfung vorbereitet. 

In der Empfehlung für das Euro-Währungsgebiet werden die EU-Länder aufgefordert, sowohl einzeln – unter anderem durch die Umsetzung ihrer nationalen Aufbau- und Resilienzpläne – als auch gemeinsam im Rahmen der Euro-Gruppe tätig zu werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und wirtschaftliche Stabilität zu fördern. 

Im Zuge des Europäischen Semesters werden auch weiterhin sozioökonomische Herausforderungen ermittelt und Leitlinien für deren Bewältigung an die Hand gegeben. Das Frühjahrspaket des Europäischen Semesters 2025 wird länderspezifische Empfehlungen dazu enthalten, wie die für die einzelnen Länder ermittelten Herausforderungen angegangen werden können. 

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Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
18. Dezember 2024
Autor
Generaldirektion Kommunikation