Portugal ist das Land mit der höchsten durchschnittlichen Anzahl von Waldbränden pro Jahr und daher auch dem größten Anteil an verbrannter Fläche. Über die Aufbau- und Resilienzfazilität hat die Europäische Union 89 Mio. EUR für den Bau und die Renovierung von Einsatzzentren und die Beschaffung von Feuerwehrhubschraubern, Maschinen, Fahrzeugen und lebenswichtiger Ausrüstung bereitgestellt.

Die Stromverbindungsleitung am Golf von Biskaya wird die Kapazität des Stromaustauschs zwischen Frankreich und Spanien verdoppeln, wodurch Millionen von Bürgerinnen und Bürgern mit sauberer, sicherer und erschwinglicherer Energie versorgt werden. Das Projekt erhielt eine Finanzhilfe in Höhe von 578 Mio. EUR aus der Fazilität „Connecting Europe“ für Energie und soll bis 2028 fertiggestellt werden.

Das Hochleistungsrechnen ist wesentlich für wichtige Fortschritte und Innovationen und eine strategische Ressource für die Zukunft Europas. Seit März 2024 haben europäische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Unternehmen Zugang zum Supercomputer „MareNostrum 5“ in Barcelona (Spanien). Er ist Teil eines Netzes von zehn Supercomputern in der gesamten EU, das vom Gemeinsamen Unternehmen für europäisches Hochleistungsrechnen eingerichtet wurde.

Das Europäische Weltraumprogramm bietet Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen wichtige Dienstleistungen. Copernicus, das europäische Erdbeobachtungssystem, trägt zum Schutz der Umwelt sowie zur Eindämmung der Auswirkungen des Klimawandels bei und sorgt für Sicherheit in ganz Europa. Galileo, ein globales satellitengestütztes Navigations- und Ortungssystem, unterstützt zahlreiche Sektoren, von Verkehr und Landwirtschaft bis hin zu Grenzmanagement sowie Such- und Rettungsdiensten.

Konexio ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Paris, die ausländischen Staatsangehörigen in Frankreich Kurse zur Vermittlung digitaler Kompetenzen anbietet. Durch die Kurse erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Zugang zu Karrieren in wachstumsstarken Technologiesektoren und profitieren von der für ihren Erfolg und ihre Integration wichtigen Unterstützung durch die Gemeinschaft sowie von der Vermittlung von Soft Skills und dem Erlernen von Sprachen. Die Vereinigung hat mehr als 680 000 EUR aus dem Europäischen Sozialfonds+ erhalten.

Die Leitinitiative „Graphen“ ist eine der größten Forschungsinitiativen Europas, an der akademische sowie industrielle Partner aus 18 EU-Ländern arbeiten. Das vom Programm „Horizont Europa“ finanzierte Projekt erschließt das Potenzial von Graphen und anderen 2D-Materialien und ermöglicht dadurch bahnbrechende Innovationen - von der Behandlung der Parkinson-Krankheit über sicherere Flüge mit Enteisungssystemen bis hin zu Batterien und Solarzellen der nächsten Generation.

Im belgischen Merelbeke wird im Rahmen des Programms „Digitales Europa“ in die Einrichtung von erstklassiger Test- und Versuchsanlagen für künstliche Intelligenz (KI) im Agrar- und Lebensmittelsektor investiert. Als Teil des Projekts „AgrifoodTEF“, an dem 34 Partner aus neun EU-Ländern beteiligt sind, zielt die Initiative darauf ab, KI und Roboterlösungen für die Landwirtschaft auf den Markt zu bringen. Das Projekt ermöglicht den Landwirtinnen und Landwirten den Einsatz dieser Technologien und trägt damit zu einer nachhaltigeren und erschwinglicheren Lebensmittelproduktion für die Europäerinnen und Europäer bei.

Das kroatische Naturkundemuseum in Zagreb mit der größten Sammlung des Landes wird derzeit mithilfe von EU-Mitteln umfassend renoviert. Dabei steht der historische Amadeo-Palast im Mittelpunkt. Ziel ist es, seine Kapazitäten zu erweitern, die Zahl der Besucherinnen und Besucher zu erhöhen und seine wissenschaftliche und museologische Arbeit zu stärken. Dadurch werden neue Arbeitsplätze geschaffen und das Museum wird zur treibenden Kraft für die Entwicklung des Tourismus und die Erhaltung des kulturellen Erbes.

Der Fonds für einen gerechten Übergang (JTF) unterstützt die Regionen, die besonders stark vom Übergang zur Klimaneutralität betroffen sind. In der von Ölschiefer abhängigen Region Ida-Viru in Estland unterstützt der JTF den Bau einer neuen Fabrik, die Magnete aus Seltenen Erden herstellt. Das Projekt soll 1000 neue Arbeitsplätze schaffen und eine entscheidende Rolle bei der Energiewende in Europa spielen. Magnete aus Seltenen Erden können in Windkraftanlagen sowie in Hybrid- und Elektrofahrzeugen verwendet werden.
