
Die Kommission hat mehrere neue Initiativen vorgeschlagen, um die wirtschaftliche Sicherheit der EU zu stärken und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Ein strategisches Konzept für die wirtschaftliche Sicherheit Europas
Im neuen Konzept werden konkrete Schritte dargelegt, um die EU angesichts der zunehmenden externen wirtschaftlichen Bedrohungen stärker und widerstandsfähiger zu machen. Gleichzeitig wollen wir uns aber auch unsere Offenheit und unser Engagement für internationalen Handel und internationale Investitionen bewahren. Zur Förderung ihrer wirtschaftlichen Sicherheit will die EU bestehende Instrumente losgelöst von ihrem ursprünglichen Zweck nutzen und ihr Instrumentarium proaktiver einsetzen, wenn es benötigt wird.
Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen:
- ein proaktiveres und gezielteres Konzept mit Schwerpunkt auf sechs vorrangigen Hochrisikobereichen
- der koordinierte und strategische Einsatz von Instrumenten zur Verbesserung der EU-Maßnahmen
- eine Verbesserung der Risikobewertung sowie der Sammlung und des Austauschs von Informationen, um ein rechtzeitiges und wirksames Eingreifen zu gewährleisten
- die Vervollständigung des Instrumentariums der EU für wirtschaftliche Sicherheit durch neue Instrumente wie RESourceEU, um die derzeitigen Lücken zu schließen
- die internationale Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Partnern, die Förderung gemeinsamer Standards für die wirtschaftliche Sicherheit und die gemeinsame Bewältigung wichtiger Herausforderungen
RESourceEU-Aktionsplan zur Sicherung der Rohstoffversorgung, Verringerung von Abhängigkeiten und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
Aufbauend auf der Verordnung über kritische Rohstoffe zielt der RESourceEU-Aktionsplan darauf ab, die Bemühungen zur Sicherung der Versorgung der EU mit kritischen Rohstoffen für wichtige Industriezweige zu beschleunigen und zu verstärken und die Wertschöpfungsketten der EU vor Versorgungsunterbrechungen zu schützen. Dazu gehören Sektoren wie Automobilindustrie, Industriemotoren, Verteidigung, Luft- und Weltraum, KI-Chips und Rechenzentren.
Im Mittelpunkt des Aktionsplans stehen:
- der Schutz der europäischen Industrie vor geopolitischen Krisen und Preisschocks durch die Einrichtung eines Europäischen Zentrums für kritische Rohstoffe zur Diversifizierung und Stärkung der Lieferketten, die Nutzung der Plattform für Rohstoffe zur Bündelung der Nachfrage, zum gemeinsamen Einkauf strategischer Rohstoffe und zur Sicherung von Abnahmevereinbarungen sowie die Entwicklung eines koordinierten EU-Konzepts für die Bevorratung kritischer Rohstoffe.
- die Förderung von Projekten im Bereich kritischer Rohstoffe durch Risikominderung bei Investitionen und beschleunigte Genehmigungsverfahren, wodurch die Abhängigkeiten bis 2029 um bis zu 50 % verringert werden können. In den nächsten 12 Monaten werden mit EU-Mitteln in Höhe von 3 Mrd. EUR Projekte unterstützt, die kurzfristig alternative Bezugsquellen bieten können.
- die Zusammenarbeit mit gleich gesinnten Ländern zur Stärkung und Diversifizierung der Lieferketten, wobei auf den 15 bestehenden strategischen Partnerschaften mit rohstoffreichen Ländern aufgebaut und gleichzeitig an neuen Investitionsrahmen gearbeitet wird.
Pressemitteilung – Wirtschaftliche Sicherheit
Factsheet – Wirtschaftliche Sicherheit
- Datum der Veröffentlichung
- 3. Dezember 2025
- Autor
- Generaldirektion Kommunikation